Was weißt Du schon von den Brandspuren
Deiner ungeküssten Küsse?
Was von meiner angesengten Haut
an jenen Stellen, die Du ihres Rechtes beraubt?

Nichts weißt Du.
Nichts.

Die Kälte ist Deine heimliche Geliebte
gegen ihre blasse Schönheit
ich Dich nur mit wunden Händen
ungesehen anbetteln kann.

Und was weißt Du schon von ihren nackten Füßen,
die mein Haupthaar,
als roten Hoheits-Teppich nutzen?

Nichts weißt Du.
Nichts.

Das Glas, aus dem Du trankst,
schaut leer auf mich zurück.
So leer wie Deine Augen,
die auf mir ruhn’.

Hier knie ich nun
gedemütigt von Deinen
ungeküssten Küssen
und presse sie ängstlich
an mein Leib,
denn sie sind alles, was ich
noch hab’

Doch was weißt Du schon?
Nichts weißt Du.
Nichts.

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Sherry, 16/11/2004