Archiv für September, 2006
29.09.2006, 14:02
Ungeküsst

Was weißt Du schon von den Brandspuren
Deiner ungeküssten Küsse?
Was von meiner angesengten Haut
an jenen Stellen, die Du ihres Rechtes beraubt?

Nichts weißt Du.
Nichts.

Die Kälte ist Deine heimliche Geliebte
gegen ihre blasse Schönheit
ich Dich nur mit wunden Händen
ungesehen anbetteln kann.

Und was weißt Du schon von ihren nackten Füßen,
die mein Haupthaar,
als roten Hoheits-Teppich nutzen?

Nichts weißt Du.
Nichts.

Das Glas, aus dem Du trankst,
schaut leer auf mich zurück.
So leer wie Deine Augen,
die auf mir ruhn’.

Hier knie ich nun
gedemütigt von Deinen
ungeküssten Küssen
und presse sie ängstlich
an mein Leib,
denn sie sind alles, was ich
noch hab’

Doch was weißt Du schon?
Nichts weißt Du.
Nichts.

_________________
Sherry, 16/11/2004

29.09.2006, 13:47
Du warst das!

(Vom 08/01/2004)

Schmerz. Ach, wie gut es gewesen wäre, wenn er mir wenigstens das Herz bei lebendigem Leibe rausgerissen hätte – dann müsste ich die Schmerzen nicht weiter tragen. Kann das nicht jemand übernehmen? Du? Oder Du? Du da vielleicht? Ja, der mit dem fragenden Blick. Komm´ her, Du siehst so aus, als hättest Du schon vielen Mädchen das Herz rausgerissen. Tränen aus Blut verdunkeln meine bebende Brust, mein Herz ein einzig zerfetztes Organ, das nach Leben & nach Tod gleichsam hechelt. Schwere Steine auf meiner Lunge schnüren mir das Leben aus dem Leib, auf dass ich endlich von ihm – dem Leben – und von IHM, dem Mörder meiner naiven Hingabe, ablasse.

Wie konnte er nur? Wie kann überhaupt jemand nur? Wie konnte jemand überhaupt jemals? Wie ist es möglich, dass es die Möglichkeit gibt, dass jemand jemandem diesen Schmerz zufügt? Wie konnte ich je zulassen, dass er mein zierliches Herz berührt? Wie konnte ich je zulassen, so zu lieben? Wie kann ich jetzt bloß zulassen, diese Fragen zu stellen…? Meine Liebe und ihr Heiligtum zu bereuen? Meine Art, zu lieben, als Schwäche ansehen? Meine Wärme zu verfluchen? Den Glanz in meinen Augen sterben zu lassen?

Niemals. Ich bin frei. Frei von Schuld. Denn ich habe geschenkt, wie eine Mutter ihrem Säugling die Bedingungslosigkeit schenkt… Niemals. Atme! Atme, kleines Mädchen… Einst kommt der Wahre und streichelt Dir Dein Herz in all seinen Farben zurück, .. auf dass Du wieder lächeln kannst – auch wenn Du anfangs noch Tränen lächelst – sobald ihre Farbe nicht mehr purpur ist, reflektiert sie den Nektar Deiner reichen Seele wider…

Ich will zeitlos fallen – ohne Reue…



Zutaten:

* 250 g Basmatireis
* 250 g Zucker
* 1 TL Safran
* 2 EL Rosenwasser
* 2 EL zerlassene Butter
* 50 g Mandelsplitter
* 25 g Pistazienkerne
* 1 TL gemahlener Zimt
* 1 Prise Salz

Zubereitung:

Den Reis mit kaltem Wasser waschen und mit 1 Prise Salz in 1,5 l Wasser aufsetzen. Zum Kochen bringen und bei niedriger Hitze 30-40 Minuten köcheln lassen. Den Zucker hinzugeben und unter Rühren ca. 15 Minuten weiter kochen lassen bis das ganze eine sämige Konsistenz annimmt.In der Zwischenzeit die Safranfäden zermahlen und mit 2 EL heißem Wasser übergießen. Den Aufguss abdecken. Rosenwasser, Safranaufguss, zerlassene Butter und die Hälfte der Mandelsplitter unterrühren.

Bei niedriger Hitze noch 30 Minuten weiter köcheln lassen. Um ein Anbrennen zu verhindern, kann die Reismasse auch in eine Form gefüllt werden und bei 125 Grad im Ofen gebacken werden. Die Masse in Schälchen füllen und abkühlen lassen. Mit Zimt bestäuben und mit Mandelsplittern und gehackten Pistazienkernen garnieren.

Sholeh Zard wird meistens gekühlt als Nachtisch serviert.


Zutaten:

* 2 Tassen Reis (mögl. über Nacht einweichen)
* 1 Tasse Linsen (über Nacht eingeweicht)
* Salz, Pfeffer, Öl
* 100 g Butter

Zubereitung:

Linsen über Nacht einweichen und fast weich kochen. in Salzwasser eingeweichte Reis abgießen,in reichlich Wasser nicht ganz weich kochen. Etwas Butter in einem Topf schmelzen lassen, Reis lagenweise mit Linsen einschichten.Den Topf gut schließen (evtl. den Deckel mit einem Geschirrtuch umwickeln) und ca. 1 ½ Std. auf sehr kleiner Flamme dämpfen lassen. Restliche Butter anbräunen und das Gericht beim Servieren damit übergießen.

Einen Teil des Reises kann man noch zusätzlich mit Safran einfärben. Dazu Safran in ein wenig heißem Wasser lösen, mit frisch gekochtem Reis gründlich vermengen und als letztes obenauf schichten. Vor dem Servieren mit den anderen Reis vorsichtig vermengen.

Adas Polo wird meistens mit Hackfleisch aber auch mit gebratene Datteln, gebratene Rosinen oder auch Rührei serviert.

Zutaten:

* 350 g Reschteh e Aashi (persische Nudeln)
* 100 g weiße Bohnen
* 50 g Rote Bohnen
* 100 g Linsen
* 100 g Kichererbsen
* 50 g Spinat (auch tiefgefroren)
* Schnittlauch, Petersilie, Koriander (trocken oder frisch)
* 1/2 Dose Kaschk (persischer Trockenjoghurt)
* 2 EL Essig


Zum Garnieren:

* 2-3 EL Olivenöl
* 2 gehackte Zwiebeln
* 4 Knoblauchzehen
* getrocknete minze und Kurkuma nach Geschmack, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Hülsenfrüchte über Nacht in lauwarmem Wasser einweichen. Am nächsten Tag in einen größeren Topf geben, reichlich mit Wasser bedecken und bei schwacher Hitze anderthalb bis 2 Stunden zugedeckt köcheln lassen. Frische Kräuter (Koriander, Schnittlauch, Petersilie) und Spinat waschen, fein schneiden und in den Topf geben. (Wenn man die Kräuter trocken benutzt, einfach gleich in den Topf mit den Hülsenfrüchten geben.) Reschteh und Essig hinzugeben, abschmecken (nicht viel Salz zugeben, da die Reschteh und später auch der Kashk schon Salz enthalten), evtl. etwas Wasser hinzufügen, gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt oder ansetzt und zugedeckt 20 Minuten kochen lassen. Inzwischen die Garnitur zubereiten: feingehackte Zwiebeln und Knoblauchzehen in einer Pfanne mit Olivenöl geben und leicht anbraten, mit Salz, Pfeffer, Kurkuma abschmecken und bei starker Hitze 4-5 Minuten anbraten,Minze hinzugeben, mit etwas Wasser ablöschen und weitere 3-5 Minuten kochen lassen.

2-3 EL Kaschk aus der Dose nehmen und mit 250 ml Wasser auflösen und in einem Milchtopf bei mäßiger Hitze 15 Minuten kochen lassen.

Die Reschteh in einer Terrine servieren,Knoblauch/Zwiebeln Garnitur dazu geben. Am besten gibt man noch etwas Kaschk hinzu, die zuvor mit etwas warmem Wasser verdünnt wurde. Warm servieren.

 

Zutaten:

300 g Basmatireis
1/4 TL Safranfäden
Salz
3 EL Butterschmalz
1 Handvoll Berberitzen

 

 
Zubereitung:

Den Reis in kochendem Salzwasser in ca. 10 Minuten halbgar kochen. Dann durch ein Sieb abschütten und kalt abspülen. Die Safranfäden in ca. 5 EL warmem Wasser einweichen und mit dem Safranwasser einen Teil des Reis färben. Butterschmalz in den Topf geben und den abgetropften Reis wieder hinzugeben, den gelben Reis untermischen. Den Topf gut schließen (evtl. den Deckel mit einem Geschirrtuch umwickeln) und den Reis bei kleinster Hitze im Dampf fertig garen. Dabei entsteht eine Kruste am Boden (tahdig). In der Zwischenzeit die Berberitzen gut waschen und einige Minuten in kaltem Wasser einweichen. Anschließend in einer Pfanne in Butterschmalz andünsten. Nach Geschmack etwas Zucker hinzugeben. Die gedünsteten Berberitzen unter den Safranreis mischen.

 

Berberitzenreis wird meistens mit gebratener Hänchen serviert.