Eine nebensächliche Passage aus “Silbermond und Kupfermünze” von W. Somerset Maugham:
Hierin liegt die Unwirklichkeit der Dichtung. Denn für Männer ist die Liebe gewöhnlich nur eine Episode, die ihren Platz hat zwischen den anderen täglichen Angelegenheiten, und der Nachdruck, der in Romanen darauf gelegt wird, verleiht ihr eine Wichtigkeit, die nicht in Übereinstimmung mit dem Leben steht.
Es gibt nur wenige Männer, für die sie das Wichtigste der Welt ist, und diese sind nicht die interessantesten; sogar Frauen, denen das Thema Liebe von höchstem Interesse ist, empfinden Verachtung für sie.
Sie fühlen sich durch sie geschmeichelt und gereizt, haben aber das unangenehme Gefühl, dass sie arme Geschöpfe sind. Doch selbst während der kurzen Zeitspannen, in denen sie verliebt sind, beschäftigen sich Männer mit anderen Dingen, die ihre Gedanken ablenken: Geschäfte, mit denen sie ihren Lebensunterhalt verdienen, nehmen ihre Aufmerksamkeit in Anspruch; sie beschäftigen sich mit Sport; sie können sich für Kunst interessieren. Größtenteils behalten sie ihre verschiedenen Tätigkeiten auf verschiedenen Gebieten bei und gehen einer nach, während sie die andere einstweilen ausschließen. Sie haben die Fähigkeit, sich auf das, was sie im Augenblick beschäftigt, zu konzentrieren, und es stört sie, wenn man mit etwas anderem dazwischentritt.
Der Unterschied zwischen Männern und Frauen als Liebenden besteht darin, dass Frauen den ganzen Tag lang lieben können, Männer aber nur zeitweise.


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Na, Sherry, hältst Du besagte Männer auch für arme Geschöpfe? :)
Nein, ganz und gar nicht. Ich hatte da einmal die Ehre, einen solchen jungen Mann kennenzulernen. Ich nannte ihn “Elf”, weil er mir so unwirklich vorkam: Mondnacht mit einem Fabelwesen
Ich muss dazu sagen, dass der Mann nicht “softy” mäßig auf mich wirken darf, weil meine “animalische” Seite ihn dann nicht als guten Kämpfer ansehen würde. Das heißt: Ein Mann, dessen Welt die Liebe ist, darf bei mir nicht so ausschleßlich weich wie eine Frau lieben, sondern muss leidenschaftlich, besitzergreifend, eifersüchtig und auch bestimmt sein. Unter Anderem, wohlgemerkt.
Du kanntest den Elf doch gar nicht! ;)
Aber siehst Du – da fängst auch Du schon wieder an, dem Mann alle Initiative aufzubürden, und der Frau die Faulheit zu erlauben! ;)
Im Gegenteil. Die oben aufgezählten Eigenschaften habe ich alle selber. PLUS noch die manchmal auftretende Hingabe einer Frau.
kennst du Der Zahir von Paulo Coelho ?
Frauen nehmen die Gedankenwelt der (meissten) Männer erst voll in Besitz wenn sie sie verlassen haben :-)
Nein, leider habe ich genau das Buch von ihm nicht gelesen. Hol’ ich aber bestimmt nacht. Ich muss jetzt erstmal los. Bis dann.
*deml0tekeinSklau*
Irgendwie trifft das auf mich nicht so direkt zu… ;)