Archiv für Dezember, 2006
31.12.2006, 22:17
Abschied

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – ich bin im Stress. Morgen gebe ich mein erstes, iranisches “Mehmouni” (Das heißt, ich lade alle ein – oh mein Gott); und ich weiß jetzt schon, dass ich Mist bauen werde. Das, obwohl ich nicht einmal ganz allein kochen musste und Mama mir hilft. Wir wohnen nebeneinander – und da die Großfamilie wirklich eine Großfamilie ist, wird das Fest “geteilt”. Die bescheuerten Jugendlichen (bis 40 Jahre LOL) kommen zu mir – und die Erwachsenen zu Mama. Und dann fängt das Hin- und Hergelaufe los, da bin ich mir sicher. Bei mir gibt’s einfach mehr Klunker zu begutachten; also ein Frauenmagnet. (Jah! So macht man das, Jungs!)

Normalerweise feiere ich Silvester ja. Mindestens mit der Klein-Familie. Diesmal aber habe ich mich für ein einsames Silvester entschieden. Nicht aus dem Grund heraus, weil ich depressiv bin, sondern weil ich alleine und schon peinlichst rituell anständig Abschied von der lange, alten Phase nehmen will, die mir die Luft zugedrückt hat. Ich habe mit ein paar Restgdanken- und Gefühlen abzurechnen – ich werde das heute durchziehen und dann neu beginnen. Und zwar gleich morgen mit der ganzen Familie. Mit geliebten Gesichtern, warmen Umarmungen, drei Geburtstagskindern, viel Musik, zwei marokkanischen Hüften, wangenvollen Grübchen, einer dreckigen Frauenlache mit Kinderaugen, dem verzweifelten Versuch, mich in Englisch zu artikulieren (Dank dem neuen, schönen, mexikanischen Gesicht in meiner Familie), zwei Abschied-Nehmende (aber erstmal nur für 2.5 Monate) und vielen, liebevoll-einzigartigen Glücksfällen mehr.

Es gibt nur noch einen großen Wunsch, den ich hege. Wenn der in Erfüllung geht, werde ich genug Glück in mir haben, um einen ganzen Konzertsaal mit Glück zu erfüllen. Es ist der größte Wunsch, den ich je hegte.

Ich wünsche allen Lieben einen guten Rutsch ins neue Jahr. Möget Ihr genauso sehr von den Schlechten Dingen im Alten endgültig Abschied nehmen und Platz für das Gute in Eurem Alltag machen. Möget Ihr gesund und wohlauf sein und die alte Tugend der Jugend wiederentdecken: Die Begeisterungsfähigkeit. Denn sie ist es, die einem Dankbarkeit lehrt und das Leben mit funkelndem Licht füllt. Ich wünsche Euch, dass Ihr Liebe erfährt – so oft es geht und so vielartig, es geht. Mir fällt gerade nur ein Satz ein…

…Die Familie ist das Vaterland das Herzens…

Eure
Sherry

28.12.2006, 21:01
Frauen und Technik

Liebe Frauen,

Ihr seid ja nett und seht gut aus – manchmal, aber lernt doch bitte den Umgang mit technischen Geräten, die nicht mit Gummi überzogen sind und mehr als nur zwei Batterien zum laufen benötigen.

Heute traf ich Ayse (Name geändert) und ihre Freundin. Das Treffen war zufällig und stand schon zu Beginn unter einem schlechten Stern. Noch bevor ich unseren Treffpunkt, einen winzig kleinen Kopierraum, betreten konnte, stapfte mir ein anderes weibliches Wesen entgegen, bepackt mit Aktenordnern und Büchern und bezeugte ihre schlechte Laune durch ein lautes “So eine Scheisse! Hier geht auch gar nix!”.

Ihre schlechte Laune passte perfekt zu ihrem Aussehen. Circa zwei Meter später erfuhr ich, warum die werte Dame sich beklagte. In dem winzigen Kopierraum standen drei Kopierer. Vor einem der drei Kopierer standen Ayse und Freundin. Die anderen beiden waren “Gehen nit, Papierstau” wie mir Ayses Freundin sofort beim Betreten des Raumes mitteilte. Der gute alte Papierstau, immer wieder gern genommen. Im Gegensatz zu der Dame, die genervt abdampfte, entschied ich mich zu warten. Ayse und Freundin kopierten lustig drauf los und setzten neue Maßstäbe in Sachen “Deutsche Gründlichkeit”:

Sie zogen ein zu kopierendes Dokument aus dem Ordner der Begierde, legten es fein säuberlich auf die Glasfläche des Apparates, vergewisserten sich, dass das Blatt auch wirklich akkurat auf dem Gerät liegt, schlossen die Klappe, starrten auf das Bedienfeld um nach einer nur kurzen Pause, gefüllt mit Gedanken, was denn nun zu tun ist, entschieden auf den grössten aller Knöpfe mit der englischen Aufschrift “OK” zu drücken. Ihr werdet es kaum glauben, aber das Kopiergerät kopierte tatsächlich das sorgsam auf die Glasfläche gelegte Dokument! Eins zu eins fanden sich die Buchstaben auf der Kopie wieder. In schwarz und weiss, auf einem viereckigen, ca. 30 x 20 cm grossen Blatt weissem Papier. Unglaublich diese moderne Technik! Nachdem Ayse dann die Kopie kurz überprüfte – nicht dass der Kopier da was anderes kopiert hat als das sorgsam auf die Glasfläche gelegte Dokument – drückte Ayses Freundin noch mal auf den grössten aller Knöpfe mit der Aufschrift “OK” und startete den Kopierprozess erneut. Anscheinend benötigten beide eine Kopie. Lisa kontrollierte wieder das Resultat um dann entschlossen und dennoch mit aller Vorsicht den Deckel zu öffnen, das kopierte Dokument in den Ordner zu legen, und die nächste Seite aus demselbigen zu nehmen. Nun wurde soeben beschriebener hochkomplexer technischer Prozess wiederholt. Ziel des Ganzen war wohl, den Ordner der Begierde zu vervielfältigen – “kopieren”, wie die Fachleute es bezeichnen.

Der Ordner umfasst geschätzte 100 Seiten. Es waren keine amtlichen oder wichtigen Dokumente, die mit besonderer Vorsicht behandelt werden muessen. Mein Genervt-sein-O-Meter kletterte rapide von den ueblichen 60% auf 85%. Doch bevor ich einen dummen Kommentar machen konnte hatte Ayse eine brillante Idee:

“Wir koennen doch den Papiereinzug benutzen!”
“Mmmmmh, was ist denn das?”
“Dieses Ding da oben wo du Blätter reinlegen kannst.”
“Ja kopiert der die denn dann?
“Ja.”
“Wirklich?
“Ja, ich glaube schon.”

Ayse lag mit ihrer Vermutung sehr richtig! Im ausklingenden 20. Jahrhundert erfuhr der Kopierprozess eine Renaissance, hervorgerufen durch die Entwicklung des Papiereinzuges. Mein Genervt-sein-O-Meter sank auf allmorgendliche 80% und die Hoffnung, Weihnachten nicht im Kopierraum verbringen zu müssen, stieg. Leider nur kurz. Ayses Freundin traute der modernen Technik nicht:

“Ja aber bist du dir da sicher?”
“Ja, ich hab das schon mal gemacht”
“Weisst du wie das geht?”

Anmerkung der Redaktion: Sie hat es doch schon mal gemacht. Natürlich weiss sie das!

“Hier steht ‘Blätter mit Schriftseite nach oben einlegen und Start drücken’”
(Anmerkung der Redaktion: Du hast es doch schon mal gemacht. Lies nicht, mach!)

Meine Begeisterung wuchs ins Unermessliche, als Ayses Freundin einwilligte, Ayse auf diese unglaubliche Mission zu begleiten. Sie nahm die Blätter aus dem Ordner und – es hätte so schön sein können – liess alles auf den Boden fallen. Ayse trampelte, geschockt von so einem schweren Schicksalsschlag, aus Versehen mit nassen Schuhen auf den Blättern rum. Wie das für Frauen typisch ist, folgte dem “Oh Scheisse!” ein “Hihihihihihihi, wenn ich DAS der Fatma erzähle”. Dennoch liessen sie sich nicht von ihrer Mission, als erste Frauen der Menschheit den Papiereinzug zu benutzen, abbringen. Hier wurde es Zeit einzugreifen und die holde Weiblichkeit durch die immense Power eines grossen Männergehirns zu unterstützen:

“Ääääähm, sorry, aber wenn ihr nasse und so stark geknickte Blätter in den Papiereinzug legt ist der Papierstau eigentlich schon vorprogrammiert”

In so einem technischen Kontext wurde spontan das “Männer sind doof” Programm abgespult:

“Äääääh, ja, hahaha, wieso DAS denn bitte?”
“Weil die Blätter dann nicht mehr richtig eingezogen werden können”
“Ach was … hihihi, Ayse, hihihihi, erzähl das bloss nicht der Fatma!”

In diesem Moment ereigneten sich genau zwei Dinge in meinem grossen Männerhirn:

1. Mir wurde klar, warum es ständig zu Papierstaus kommt
2. Ich entschied mich, ein Stockwerk tiefer zu kopieren

Beim Verlassen des Raumes bemerkte ich, dass einer der beiden “gehen nit, Papierstau” Kopierer kein beleuchtetes Display aufwies. “Geht nit, Papierstau” stellte sich als “Man muss erst mal den Knopf mit ON drücken” heraus. In diesem Moment ereigneten sich genau drei Dinge in meinem Kopf:

1. Ich nahm mir wieder mal vor, nie wieder Frauen zu vertrauen
2. Ich verfluchte den Mann, der den Frauen das Lesen erlaubte
3. Ich dankte Gott dafür, dass die hässliche Alte, die aus dem Raum gestampft kam, kein Männerhirn hatte

Ausserdem musste ich an ein kaltes Bier und an Poker denken, aber das tut jetzt nichts zur Sache. Mein Kopierer lief warm. Doch noch bevor ich die ersten zehn Seiten kopiert hatte, erfüllte sich meine Prophezeiung:

“Scheisse? Was ist denn jetzt los?!”

Papierstau, du dummes weibliches Wesen. Die nächsten Minuten waren geprägt von “Scheisse!”, “Komm wir drücken mal auf den Knopf da” und wildem Rütteln am Kopierer. Dann entschied sich Ayse die ganze Kraft ihres weiblichen Hirns zu nutzen:

“Das ist ein Papierstau!”. Damit stimmte sie mit der “Papierstau” Meldung im Display des Kopierers zu 100% ueberein. Weibliche Intuition? Doch Ayse lief zur Höchstform auf und mobilisierte auch die letzten Synapsen ihres Denkapparates: Da ich am kopieren war, und der Kopierer doch vorher einen Papierstau hatte, musste ich ja wohl wissen, wie man so einen Papierstau beheben kann. Clever! Und mal wieder typisch Frau: die Männer werden das, was wir verkacken schon wieder in Ordnung bringen.

“Kannst du das reparieren?”
“Nö”
“Aber du hast es doch auch an dem Kopierer geschafft”
“Der hatte keinen Papierstau. Der war bloss ausgeschaltet”

Ein herber Rückschlag für die Damenwelt. Doch nun nutzte Ayses Freundin die ganze Power ihres Köpfchens, zeigte auf meinen Kopierer und sagt:

“Na dann dürfen wir jetzt aber an den Kopierer!”
“Wieso das denn?”
“Weil wir zuerst da waren!”

Wären Ayse und ihre Freundin hübsch gewesen, wäre ich natürlich gerne bereit gewesen, sie ihre Sachen kopieren zu lassen, um ihnen in Ruhe auf Titten und Arsch zu starren. Da Ayse aber viel zu gross, viel zu dünn und viel zu kleine Titten hatte, ihre Freundin viel zu klein, viel zu dick und Hängetitten hatte, fiel das ins Wasser. Hätten sich beide ineinander gemorpht, wäre vielleicht eine hübsche Frau rausgekommen, die hätte kopieren dürfen.

“Was wollt ihr denn kopieren? Euer Kram ist doch im Einzug hängen geblieben”
“Wie?! Die Blätter sind DA drin?!”

Anmerkung der Redaktion: Nein. Die Blätter sitzen im Flieger nach Malle und feiern Orgien mit Monsieur Faber Castell und Mister Edding. Der Papierstau sitzt im Bus, Richtung Puff in Barcelona. Schalalalalala!

Wie Hunde durch quietschendes, buntes Spielzeug, werden Frauen durch neues Wissen abgelenkt. “Oha, die zu kopierenden Seiten bleiben beim Papierstau also im Kopierer hängen und verstopfen den Einzug. Das muss ich mir merken! Und der Fatma erzählen!”.

Damit waren die Damen nun erst mal geistig beschäftigt. Und ich hatte soeben zwei Minuten gewonnen, um in Ruhe auch die letzten Seiten des Buches zu kopieren. Ayse und Freundin zerrten eine Seite aus dem Einzug. Was nichts half, denn weiter unten war wohl noch eine drin. Sie beschlossen, erst mal den Rest einzeln zu kopieren.

Da ich sowieso fertig war … sorry, noch mal neu der Satz: Nett wie ich nun mal bin, erlaubte ich dem starken Geschlecht meinen männlichen Kopierer weiter benutzen zu dürfen. Vorher stellte ich die Vergrösserung jedoch auf 130%, die Anzahl der Kopien auf 5, und die Brightness auf minimal. Next level, chicas. Mal gucken, ob sie morgen frueh noch da stehen.

(Story was told by Funk Daddy)

26.12.2006, 06:56
Du hast den Regen vergessen

Du hast den Regen vergessen. Er sucht Dich heute noch immer. Damals wusch er Dich rein, als Deine Hände sich nach ihm streckten und Du ihm in der warmen Sommerschwüle Dein lachendes Gesicht und Deine schwarzen Wimpern als weichen Boden schenktest. Rein wusch er Dich – bis in die Fingerspitzen warst Du nur noch pur wie der reißerische Fluss, der mit Gewalt und Leidenschaft seine Mündung suchte.

Du hast den Regen vergessen. Heute bist Du gelb wie der Neid einer strengen Frau mit zu auffälliger Toilette. Dein Lächeln strahlt noch immer weiße Zähne – doch Deine Augen spielen nicht mit. Lebhaft kokettierst Du mit all Deiner Pracht – doch Deine Augen spielen nicht mit. Deine Hände rufen auf zum Tanz, Dein wildes Gelächter ruft zur Freude und manchmal zur Eleganz – doch nein: Deine Augen spielen nicht mit.

Du hast den Regen vergessen, er sucht Dich heute noch immer. Damals, als Du um Deine Liebsten weintest, stahl er Dir die pulsierenden Tränen, die Du ihm zur Geliebten schenktest. Rein wusch er Dich bis in jeder wunden Windung Deines Fleisches, Deiner Seele – so dass Du vor wilder Freiheit aufschriest.

Du hast den Regen vergessen. Heute bist Du grün-grau wie der fressende Ehrgeiz einer Made in anderer Leute Leiber. Edel und voller Stolz sprichst Du Dir Einfluss und Ruhm zu – doch Deine Augen spielen nicht mit. Die Früchte Deines Könnens baumeln prall an den schweren Ästen Deiner Hände – doch Deine Augen spielen nicht mit. Das Glück der Sieger strahlt aus Deiner Stirn – doch nein: Deine Augen spielen nicht mit.

Du hast den Regen vergessen, doch suchen tust Du ihn nicht. Zu träge ist der Schmutz Deiner Haut, getränkt vom dickflüssigen Ausfluss eines schlammigen Treibsandes Richtung Sumpf im Tief. Braun-Grün nagt die Gier an Deinem Hals – und Deine Augen spielen mit. Wut-Rot klopft Dein Versagen an Deine Schläfe – und Deine Augen spielen mit. Eisblau-Kalt der Wind, der in der Leere Deiner Seele gottverlassen pfeift – doch ja: Deine Augen spielen mit. Du hast den Regen vergessen…

25.12.2006, 06:54
Danke

“Unsere Eltern sind manchmal wirklich bekloppt, Sherry. Aber es gibt eine Sache, in der sind sie wirklich tadellos; und es gibt nichts gegen sie zu sagen: Sie lieben uns wirklich alle drei gleich viel.”

(Mein kleiner Bruder)

23.12.2006, 13:58
So ist er

Mein Baby sagte, ich soll glücklich sein und absolut sorglos in die Festtage gehen, so wie mein Herz es auch begehert; denn die Sorgen, die ich gerade habe, seien entweder alle schon sehr bald lösbar oder eine typisch sherry-mäßige überdimensionale, unrealistische Angst. Er sagte, er nimmt die Verantwortung dafür, dass alles gut wird, in die Hand – ich solle ihn nur machen lassen. Er sagte, dass alles gut wird. Ich fragte, wie ich ihm bei allem helfen könne? Er sagte, indem ich ihm einfach glaube. Das sagte mein Baby. Ja, so ist er.

er

Gestern war ich mit Imili unterwegs, um diese Sache mit den Weihnachtsgeschenken zu erledigen, was ich natürlich nicht vollständig geschafft habe. Die Familie ist groß, Oma und Papa fehlen noch. Aber morgen ist auch noch ein Tag.

Es war prappevoll; und die Geschäftsführer fanden das Wechselbad zwischen schneidener Kälte (draußen) und Sauna (Laden-Innere) wohl aus irgend einem Grunde besonders “effektiv” (ich lief schon nach 5 Minuten jedesmal genervt aus dem viel zu warmen Laden), so dass wir uns entschieden, sogar unseren rituellen Starbucks-Aufenthalt im “bemöbelten” Außengeländer vom Café zu unternehmen. Von Imili’s verzweifelt fiebrigen Augen und ihrem Rumgezuppe an meiner Jacke sehe ich jetzt ab und erzähle nicht darüber (sie dachte wohl, sie kann auf die Art eine “Lösung” oder einen Zauberspruch aus mir rauspressen), aber wir unterhielten uns nebenbei noch über zwei hinterhältige Dorfziegen, die sich in der großen weiten Welt Kölns zur Aufgabe machten, aus ihren kleinen Dorfschühchen hinauszuwachsen, indem sie Jura studierten und einen auf “humanistisch” machten. Dabei langweilten sie sich so sehr, dass sie nichts Besseres im Sinn hatten, als sich tatsächlich zwecks Lästereien miteinander offiziell zu verabreden und sich an der selbst zurecht-konstruierten “Minderwertigkeit” anderer (in diesem Fall Imans) in einer Leidenschaft zu “erfreuen” (wir kennen alle Alfred Adler und seine Theorie über die Über-Kompensationsmechanismen eigener, tiefer, schambehafteter Gefühle des Minderwerts), dass man nicht umhin kann, als ein verachtendes bis hin zu mitleidvolles Gefühl für sie zu empfinden.

Diese zwei kleinen Dorfziegen wurden nun bei einem ihrer weiteren Versuche, anderen Menschen einen in ihren Augen verachtenswerten Stempel aufzudrücken und das ganze Leben und Leiden eines “Freundes” im Namen der “Freundschaft” für ihre niederen Selbstverleumdungszwecke in den Dreck zu ziehen und ihrem Leben einen “Sinn” zu geben, von mir erst ruhig, dann aber heftigst angegangen. Nicht, dass von der selbstsicheren, heißen Luft etwas übrig geblieben wäre, die sie mit ihrer “angearbeiteten” “Intellektualität” zu “bestärken” suchten, nein. Sie echauffierten sich zudem über meine “asoziale” Ader, gleich nachdem sie sich über die schweren Schicksalsschläge ihrer “Freundin”, die sie eben für diese niederen Selbstverleumdungszwecke benutzten, vor ihren Augen, in ihrem Gesicht lustig machten und sie als “Lüge” deklarierten. Als einen verzweifelten Versuch, “Aufmerksamkeit” erregen zu wollen, hinstellten.

Diese zwei Dorfziegen haben sich weder mit dem Wort “schizoid” (LOL) noch mit dem Wort “asozial” auseinandergesetzt. Hätten sie es getan, so wären sie irgendwann an die Erkenntnis gelangt, dass “schizoid” bedeutet, wenn die Chef-Dofziege dem kleinen Dorfziegchen befiehlt, ihren Hass, ihren Neid, ihre Flucht aus ihrer Selbstzerfressenheit – sprich’ ihre “Gedanken” – als seine eigenen anzuerkennen und ihrer statt das Gift an die betreffende Person zu spritzen und sich dann selbst “unschuldig” rauszuhalten; (von der stummen und devoten Ausführung dieses feigen Befehls ganz zu schweigen) – und sie hätten gemerkt, dass der Einsatz eines Menschen für einen Anderen, dem gerade weh getan wird, das Gegenteil von asozial ist – und dass viel mehr die bewusste Intention, jemandem psychisch oder physisch schaden zu wollen, nur um sich danach in seinen Tagträumen auf ein Podest stellen zu können das ist, was man asozial zu nennen hat.

Aber bis diese zwei Dorfziegchen so weit in die weite Welt hinausblicken können, wird es noch einwenig dauern. Trotz ihres “Jura” Studiums. Nur hoffe ich, dass sie mir so lange nicht mehr über den Weg laufen werden. Ich wäre nämlich dazu geneigt, sie “asozialerweise” wieder zu kritisieren, sobald ich sie bei ihrem Bestreben, die sinnlose Leere in ihrem Leben auf “ihre Art” zu füllen, erwische.