Dieses Klavierstück von Fariborz Lachini macht irgendetwas mit mir, was ich einfach nicht beschreiben kann. Ich liebe dieses Lied, auch wenn mir jedesmal sofort die Tränen hochschießen, sobald ich mich der Sehnsucht dieser Melodie hingebe… Einfach reinhören: ~ Golden Autumn ~
~ Trink’ von mir bis Garten Eden ~
Wenn alle Wege versagen
Deine Füße Dich nur noch in die Wüste tragen
Wenn all das klare Wasser versiegt
Und der Mörder Deiner Liebe
Über Deine Seele siegt
~
~
Dann komm’ zu mir
Und trink’ von mir
~
~
Wenn die Ruhe nur noch im Sarge weilt
Sich Dein Lebenswunsch in alle Windrichtungen zerteilt
Wenn die Vögel schweigen
Und die einst stolzen triefend roten Rosen
Vertrocknet ihre Köpfe gen kalte Hölle neigen
~
~
Dann komm’ zu mir
Und trink’ von mir
~
~
Und wenn Du trunken von mir
Wie vom Wein der Liebe einverleibt
Das Leben in seiner verletzten Mattheit
In unser windstilles Märchen schreist
Will ich Dir meinen letzten Kuss noch geben
Als Proviant für Deine Reise in unser’n Garten Eden


/67.jpg)
Beiträge (RSS)
*schluck*
Heftig die Melodie, nicht wahr? …

Hm, wirklich wunderschön. Ich habe sofort zu Beginn Gänsehaut bekommen. Allerdings löst sich die tiefe Melancholie und Sehnsucht vom Anfang doch zunehmend auf. Passagen hellerer Klänge, mehr Triller und schnelle Läufe, Synkopen … das alles zeugt mir von etwas, auf das zuzulaufen es sich lohnt. Sicher, immer wieder durchbrochen von melancholischen Phasen, aber im Grunde lösen sie sich zunehmend auf und weichen einem genießerischen Sein.
Mich würde wirklich einmal das gesamte Stück inklusive vollständigem Ende inetressieren (oder wird das in der Tat so ausgeblendet?!).
Momoli
Man merkt, dass Du grundsätzlich unmelancholischer als ich bist, zumindest nicht in der dunklen Nuance wie ich – und dazu muss ich Dir auf jeden Fall gratulieren. Generell bist Du viel praktischer als ich. Schau’, während ich das Lied höre, kann ich absolut keine Beschreibung von dem Lied machen außer, dass es mich komplett lahmlegt und entführt. Ich weiß gar nicht mehr, wie das Lied aufhört. Aber das Album hat 14 Tracks, vom Beginn des goldenen Herbstes, bis zu seiner Verdrängung vom Winter. Vielleicht gehören sie ja alle zusammen…
Ach nochwas, Liebes. Der “Triller” in iranischen Stücken ist kein Zeichen für “helle Atmosphäre”. Es ist nur ein typisches stilistisches Mittel in unseren Klavierstücken… Eigentlich ist es eher melancholisch. Aber Hauptsache, das Stück hat Dir gefallen. Ich höre es gerade so oft, weil dann die Welt einfach nicht mehr wie von dieser Welt scheint. Manchmal braucht man einfach Pause von ihr…
salam azizam,
wow woher hast du all die schönen melancholischen iranischen klavierstücke, azizam? und dazu, dann noch so ein gedicht und so ein bild. dir ist ein meisterstück gelungen.
ich will mich einfach nur bei dir bedanken für all die schönheit, die du uns zur verfügung stellst.
Khoda negahdaret-e
Das Stück ist wirklch unglaublich schön, Azizam. Und das Bild passt wirklich dazu… Das Gedicht habe ich gestern geschrieben, während ich das Lied am hören war. Deshalb passt es für Dich vielleicht auch.
Mein Herz, dieses Gedicht hat mich sehr berührt. Ich weiß nicht warum…und es hat mich wieder an früher erinnert, wo Du mehr solche Gedichte geschieben hast.
Deine Gedichte sind einfach nur schön, bewegend mutig und ermutigend. Ich danke Dir.

Danke, mein Schatz. Es ist nicht immer leicht, solche Gedichte zu schreiben, wenn man sich im Alltag nur noch unter Stress fühlt und andere Sorgen hat, wenig Inspiration und Grund, etwas Schönes zu Stande zu bringen. Aber diesmal war es eben das Lied, das wieder den Sinn für Schönheit erweckt hat.
~
~
Sherryschatz,
ich habe zwar so viele Jahre Musikunterricht gehabt, aber der ist nicht schuld, dass ich die Triller als stimmungsaufhellend beschrieb, sondern die Tatsache, dass die Triller auf mich in diesem Stück einfach so wirkten. Und der beste »Beweis«, dass das Stück gegen Ende weniger melancholisch (auf mich) wirkt ist, dass ich einfach keine Gänsehaut mehr hatte. Meine Gänsehaut ist untrüglich.
Mich würde trotzdem einmal die ganze CD interessieren … (oder eher, jetzt erst recht?!).