Heute (nein gestern) um 14:04 Uhr habe ich tatsächlich geredet. Geredet, so gut es ging. Es kam mir nicht sinnlos vor, das Wort zu starten, weil jemand da saß und nichts mehr wollte, als mir zuzuhören, als zu wissen, wann es losgeht, wann sie endlich helfen kann, wann wir das Leben wieder in die richtige Bahn bringen können, wann ich wieder zu glauben beginne. Ich spürte, wie dieser Jemand sich ganz winzig klein machte, um ausschließlich als mein Spiegel dienen zu können und mich zum reden zu bewegen. Es war keine lange Rede, die mich dazu brachte, mich zu öffnen, es waren keine Vorwürfe, die mir ein schlechtes Gewissen machten, weil ich soviele vernachlässigte – es war der pure Wunsch, etwas für mich tun zu wollen. Ich habe diesen Wunsch gespürt, diesen kurzen Moment der Selbstlosigkeit ungläubig angesehen und stotternd begonnen und fließend aufgehört. Ich spürte einfach keine Gefahr. Absolut keine Gefahr. Dieser Jemand wollte verstehen und verstand. Alles war so fragil, ein falsches Wort hätte meinen Redefluss zum Versiegen gebracht und mich das Vertrauen bereuen lassen – aber es geschah nichts dergleichen. Nichts.

Am Ende lächelte ich gequält – aber ich lächelte. Ich danke diesem Jemand.