Ist jemandem schon einmal aufgefallen, dass Angststörungen an sich keine irrationalen Ängste erzeugen, sondern lediglich die gründlichste und alle-faktoren-mit-einbeziehendsten Ängste überhaupt? Wenn Du bei einem Spaziergang Deiner Schwester sofort die Angst hegst, dass sie überfahren wird, dann ist das nichts Surreales, keine Fantasterei, keine Unmöglichkeit, die Du erfindest und die Dir dann Angst macht – sondern eine von vielen realen Möglichkeiten im Alltag, die der Verstand ohne Pause und ohne auf irgendeinen Power Off Befehl zu hören, immerwieder und in den “witzigsten” Kombinationen heraufbeschwört und Dir damit die zwanghafte Panik entlockt. Angststörungen sind demnach keine irrationalen Ängste, beruhend auf Fantasie und Unlogik, sondern viel eher durch den pausenlosen Verstand an sich begründet.

Durch einen Verstand, der Dich beherrscht, anstatt Du ihn. Ein ratterndes Folterinstrument, das Deine Emotionen dazu zwingt, physisch in Erscheinung zu treten und ohne Skrupel Dein Herz einkrallt, bis die Erlösung kommt. In diesem Beispiel z.B. ein Anruf Deiner Schwester, dass sie heil angekommen ist.