Ich frage mich, wie sehr wir uns eigentlich noch selbst verarschen können. Beispiel: Ich habe mich in den letzten Tagen oft mit Malen, Schreiben, Photographie und Musik beschäftigt. Ich will nicht sagen, dass ich weniger depressiv bin dadurch als sonst in der letzten Zeit, aber wenigstens werde ich von meinen Gedanken nicht regelrecht gefickt bis zum Zusammenruch, wenn ich mich intensiv mit einer Farbe, mit einer Form, mit der Liebe und Hingabe zu einem Musikstück beschäftige. Irgendetwas passiert mit mir, vorallem wenn ich male. Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll – aber alle Gedanken und negativen Gefühle bündeln sich furchtbar gierig, stellen sich lieb und brav an und wollen von meinem Pinsel auf’s Blatt gebracht werden. Als würden sie sich auf die Freiheit freuen. Ich schaffe es, dieses Bündel an Negativität zu spüren, ohne ihnen aber die stechende Form von Gedanken zu geben. Das hört sich doch erstmal gut an, ja? Aber wie sieht’s nun wirklich aus?
Sagen wir, ich habe in den letzten Tagen erkannt, dass die größte Nebensächlichkeit in meinem Leben, die ich null ernstgenommen habe – nämlich die Poesie, Kunst, das Schreiben, das Malen, die Photographie – eigentlich mein Lebensweg ist. Meine Art und Weise, den Menschen in meiner Umgebung dienen zu können. Ich kann mit meinem Shit tatsächlich Menschen erreichen, sie berühren, ihnen trotz all der melancholischen Gedanken eine Art Hoffnung geben, weil es doch tatsächlich Menschen zu geben scheint, die deren Traurigkeit, ihre Einsamkeit und Stolperversuche in die große, weite Welt verstehen. Und was mache ich? Ich studiere Pädagogik, dann Orientalistik – und jetzt bald auch noch Jura! Zieht Euch das mal rein! (Ich muss mir grad’ den Mund zuhalten, sorry. Sonst schreie ich.)
Oke, Lachkrampf ist vorbei. Wieviele Menschen haben sich, ihre Berufung, ihre Lebensträume denn schon zugunsten der erwarteten Leistungen in der Familie, der Kultur, der Gesellschaft geopfert? Und warum ist es so einfach, diese starken, ur-eigenen Impulse zu verdrängen? Ist es nicht beängstigend, welche Macht Konditionierungen auf einen haben?
Nein, ich bin nun nicht befreit von solchen Selbstlügen, Selbstverleumdungen etc. Die Kunst wird weiterhin eine nicht erwähnenswerte Nebensache in meinem Leben bleiben, zumal ich sie durch meine Dummheit nicht einmal perfektionieren konnte. Ich fange nach 10 Jahren wieder an, zu malen, und bin noch immer auf dem Niveau der 12-jährigen Sherry. Um wirklich gut zu werden, bin ich schon zu alt. Um diese kleinen Nebensachen jedoch gänzlich aufzugeben, noch viel zu jung. Was machen wir nun? – Richtig: Jura studieren. Toll, Sherry, toll.
Oke. Lachkrampf ist vorbei.


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Weissu Schatz ich kenn jemand sehr gut der das so gemacht hat. Aus dem ist dann ein Arsch geworden weil der total ungefüllt gewesen ist. Wenn der sein Traum von Musik gemacht hätt dann bin ich sicher, dass der kein Arsch geworden wär & ich wär noch mit dem verheiratet…
Auf der andern Seite… das was für Dich Kunst ist das ist für mich mit Kindern arbeiten & eigentlich nich nur meine eigenen Kinder. So ne Sache die Dich wirklich füllen tut & wo Du merken tust, dass Du Dein Talent benutzen tust und so. Wenn ich mich für Mathe & Physik weiter studieren entschieden gehabt hätt (( und glaub das interessiert mich viel stärker als Dich Jura )) statt Kinder kriegen dann hätt mich das in den schweren Zeiten viel weniger ab lenken gekonnt als Marco’s Erziehung.
Also was ich sagen will… tu das Dir gut über legen Schatz. Weil wenn man sich für ne Sache entschieden hat & ne andere Sache die vielleich besser is nichma probiert hat dann kann man irgedn wann sehr unzufrieden sein. Und hab gesehn wie das nen Mensch ändern kann wenn der so ungefüllt is.
Oh Mann, Schatz. Etwas mit Kindern machen, wenn’s so einfach gehen würde. Die Kinder werden Dich in den sozialen Einrichtungen glücklich machen. Also das kann ich Dir jetzt schon sagen. Aber was bei pädagogischen Berufen besonders hemmend ist, sind die Kollegen und die “Regeln” vom Staat, denen Du unterworfen bist. Wenn Du also denkst, Du darfst in einer Einrichtung irgendeine Aufklärungsarbeit leisten, die nicht den pädagogischen Konzepten des Staates oder der jeweiligen Einrichtung entsprechen, dann irrst Du. Falls Du denkst, Du darfst eine enge, liebevolle Bindung zu den Kindern aufbauen, ohne von vorne bis hinten gemobbed zu werden oder auch gar nicht erst als Staatlich Anerkannt und geprüft zugelassen zu werden, dann irrst Du Dich auch. Man könnte meinen, dass gerade städtische Einrichtungen besser drauf sind, als z.B. Kirchliche. Aber das ist genau umgekehrt der Fall. Seltsamerweise sind die offensten und nettesten Einrichtungen die Religiösen – sie nehmen Dich sogar als Atheistin auf und lassen Dich auch gerne eine liebevollere, engere Bindung zu den Kindern eingehen. Verkehrte Welt, sage ich Dir.
Was soll ich denn tun? Hast Du irgendeine berufliche Perspektive für jemanden wie mich? Was könnte ich aus meinen rudimentären, künstlerischen Talenten noch machen? Sie müssen natürlich gebildet werden, sonst stehe ich wieder ohne “Abschluss” in dem Bereich da, den ich ja mag. Ich meine, ich will ja nicht umsonst meine dritte Ausbildung anfangen. Ich will endlich etwas finden, womit ich mein Geld für immer verdienen kann. Und Jura wäre eben gut, weil ich weiß, dass ich gut argumentieren kann, eine gute Rhetorik habe etc. – außerdem wollte ich etwas damit aufbauen, was Anderen hilft. Ich gehöre also zu den Versager-Anwälten später, die mehr idealistisch sind, als auf Geld aus. *Augen roll*
Meinst Du, ich werde echt zum Arsch, wenn ich das lerne? Ich habe doch immer einen wundervollen Ausgleich (Familie & andere Warmherzigkeiten), die mich auf den Teppich zurückholen werden, falls ich wirklich abdrehen sollte. Aber sagen wir, ich verwerfe diese groteske Jura-Idee. Was habe ich dann noch für Möglichkeiten, meiner wahren Bestimmung zu folgen? Und dann wäre da noch eine andere Frage: Woher wissen wir jetzt, dass die Kunst meine “wahre Bestimmung” ist? Was, wenn das wieder nur so eine “Idee” in meinem kleinen Köpfchen ist, nur weil die Kunst mir Ruhe gibt?
Auf der anderen Seite… Bedenke: Ich sammel’ mal so eben 9000 deviantART Bilder, bis meine Augen einfach nicht mehr können. Ich verbeiße, versauge, verliere mich in Farben, Formen und Ausdruck… Hm. Ich weiß nicht. Ich fühle mich immernoch wie dumme 16 – ohne Plan. Ich habe mir auch gedacht, dass ich keine Kinder mehr will. Die Welt ist nicht gut genug für mein ungeborenes Baby. Und ich auch nicht.
Schatz ne kurze Frage bevor ich lang antworten tu… was is das längste gewesen was Du bist jetz geschrieben hast?
(( btw das ist mein 1. Beitrag mit dem neuen Layout gewesen…
))
Was meinst Du mit “Was war das Längste?” Im Blog? Oder generell? Ich habe im Dezember tatsächlich ein Buch zu Ende geschrieben. Zwar nur 200 Seiten, aber immerhin. Aber ich glaube, ich bin eher der Kurzgeschichten-Typ. Das ist man eben, wenn man noch nicht soviel Lebenserfahrung hat und nicht an alle Details beim Schreiben eines größeren Romans denken kann. Oder so…
{Es ist wunderschön hier…}
Hallo Azizam,
es ist sehr schwer heraus zu finden was einen erfüllt. Es gibt viele Dinge, die einem Spaß machen, aber die wirkliche Erfüllung zu finden, das schaffen nur die wenigsten.
Ich denke auch, dass Kunst für dich eine Erfüllung ist, denn Kunst ist ein Weg das Unausprechliche doch noch aus sich heraus zu bekommen. Du hast viel Unaussprechliches in Dir, Azizam.
Leider haben Künstler es nicht einfach im Leben. Oft sind sie gezwungen etwas anderes zu leben als ihre Kunst. Aber das Gute an Kunst ist ja, dass man sie auch nebenbei leben und ausleben kann. So steht man nicht unter Druck Anerkennung zu finden zu müssen, um das Überleben zu sichern.
Male weiter, Azizam. Schreibe weiter Gedichte und schöne Texte, und wenn Du mal eine Juristin geworden bist, dann kannst Du auch eine andere Seite von Dir ausleben, nämlich Menschen zu helfen ihr Recht zu bekommen.
*umarm*
Peyman
Weißt Du, was ich an der Kunst liebe? Dass ich nicht immer so kämpfen muss. Wenn, dann höchstens einwenig gegen mich selbst – einwenig Versteckspielchen treiben mit meinen unerwischten Gefühlen, die dann doch lieber gerne verborgen bleiben wollen – aber sonst nicht. Du hast Dich an den Gedanken der Jura-Sherry schon sehr gewöhnt. Du magst den Gedanken, nicht wahr? Den Gedanken, wie ich mit meiner “Rhetorik” rumhantiere, als könne ich tatsächlich etwas. Nicht?
*umarm*
Ja, Kurzgeschichten gehen eben schneller von der Hand … und warum auch in einen Roman investieren, wenn man gar keinen Verlag in der Hinterhand hat … und ohne ein Wunder oder Vitamin B kriegt man auch keinen :-(
Ich denke, Kurzgeschichten eignen sich auch wunderbar zum Feilen an der eigenen Technik … und das lohnt sich bei Dir, auch wenn es “nur” ein Hobby ist. Ist es bei mir ja auch, aber es hilft ungemein, das Leben zu verarbeiten und neue Sichtweisen zu bekommen. Ich wette, Du hast auch ein Auge für das Besondere … klar, das hast Du ;-) Das macht die Kunst.
Also Schatz das mit den religiösen Kinder Dings glaub ich. Aber man darf das nicht vergessen, dass das ein harten Grund hat. Diese Institutionen wollen Menschen missionieren also müssen die sich von der besten Seite zeigen. Wenn man was verkaufen will dann muss man eben nett sein. Das wär bei einem wirklichen atheistischen Kindergarten warscheinlich nicht anders. Aber neutrale Institutionen haben keine so Motivation drum tun die sich wohl nicht so bemühen bei den Kindern. Das ist traurig, dass die Pädagogen ohne Business nicht so gut sind zu den Kindern.
Und hm als berufliche Perspektive… hab als Kind die Bücher von Tamora Pierce echt runter geschluckt wie Wasser. Und Du hast ja ziemlich viel wilde Ideen & Träume. Ich könnt mir gut vor stellen, dass Du ein richtiges episches Buch schreiben tust mit viel Illustrationen zb die Du selber machen tust. Vielleich sogar mehrere Bücher als Serie. Glaub das würd verdammt gut werden bei Dir. Schau ma die Harry Potter Frau hat irgedn welchen Schrott geschrieben, und die ist jetz Milliardärin.
Also ich glaub nich, dass Du Arsch werden tust wegen Jura. Aber man muss sich da glaub ziemlich an passen zum über haupt ersma Anwalt werden. Viel mehr als bei Päda oder so. Und weiss nicht wirklich wie glücklich Du dann mit dem sein wirst. Kann natürlich auch sein, dass das total gut wird. Aber weiss nich genau… als Anwalt muss man ganz schön kühl sein & seine Emotionen kontrollieren etc. Und da bin ich bei Dir echt nich sicher
Hi Lady…
Bei Dir ist das Tolle, dass Du aus Deinen wahren Geschichten Kurzgeschichten machst. Du wirst von Deinen Erfahrungen regelrecht inspiriert, sie zu auf diese Art und Weise “einzurahmen”. Ich erkenne an Dir genau die selbe Tendenz wie an mir, unser Leben mit einem ganz bestimmten, fast “zauberhaften” Blickwinkel wahrzunehmen. Und gerade bei Dir finde ich es extrem faszinierend, weil man von Huren meistens nur eine sehr harte und verbitterte Sicht vom Leben, den Männern, der Zukunft gewöhnt ist. Im Moment fehlt mir die nötige Konzentration, Geschichten zu schreiben. Das ist nicht weiter schlimm, ich flirte gerade mit meinen Stiften, Farben und Formen.
Schatz,
das ist das Interessante an mir: Ich kann auf verschiedenen Ebenen meine Gefühle absolut kontrollieren – undzwar immer genau da, wo Andere es nicht von mir erwarten würden. Ich habe ein paar Eigenschaften, die sich zu diese komischen Studium absolut eignen würden, dann aber auch Welche, die sich mit diesem widersprechen oder beißen würden, da gebe ich Dir vollkommen Recht. Aber ich sehe mich nicht dazu in der Lage, irgendwelche dicken Bücher mit Illustrationen zu veröffentlichen – zumindest jetzt noch nicht. Aber was Du über Harry Potter sagst – da stimme ich Dir völlig zu. Für mich ist das auch nichts Weiteres als totaler Bullshit. “Talkshow Literatur für Fantasievollere”. Ich hab’ echt ‘ne Allergie gegen den Namen “Harry Potter”.
Du wirst nie Erfüllung finden. Du wirst immer wieder an diesen Punkt gelangen. Du hast nämlich eine Fähigkeit, die wenige Menschen besitzen: Dich aus der Vogelperspektive sehen. Und damit ist’s um die Erfüllung geschehen. Die meisten Menschen, die sich in irgendeiner Sache erfüllt sehen, verfügen nicht über diese Fähigkeit. Anstatt Dich zu verkrampfen, geniess lieber das Malen, trink guten Wein, wenn Du magst, studiere interessante Fächer und reise viel rum, auch mal länger – entwickle Dich fort. Die meisten Menschen unterschätzen eines, wenn sie etwas von vornherein aufgeben, weil sie “zu spät” oder “zu unbegabt” oder “zu doof” sind: Den unglaublichen Spass und dessen Einfluss auf die gesamte eigene mentale Welt, wenn man sowas tut. Fang einfach an, der Rest kommt von selbst. Und die Erfüllung kommt oft anderswo, auf eine andere Weise, unverhofft. Eine einzige Sache (Kunst, Musik, etc.) wird Dich nie erfüllen können. Die Gesamtheit vieler Zustände und Tatsachen ist es, was jenen Zustand zustande bringt. Lass den Dingen ihren Lauf.
Weißt Du, mein Freund…
Ich war damals mal erfüllt. Ich möchte es wieder sein. Und es war ganz einfach. Ich habe einfach existiert, war weder oberflächlich, noch sonst dumpfsinnig. Ich konnte mich auf den Tag freuen, ich konnte lächeln – von innen heraus. Und ich konnte weinen, ohne daran zu sterben.
Ich wünschte, es wäre mit Reisen, interessanten Studiengängen und einem guten Wein getan. Diesmal geht die Sache viel tiefer, sie ist drastischer. Du willst schon lange, dass ich auch mal rede. Warum kann ich nur nicht? Ich weiß es nicht. Danke für Deine schönen Worte.
Keine Ahnung, ob ich mit diesem Beitrag hier überhaupt richtig bin, aber egal… hier etwas zum schmunzeln:
(EINE GEGOOGELTE FEMINISTEN-GESCHICHTE VON SINGLEMAMA aus twoday.net)
DER ANFANG
Eines Tages im Garten Eden sagte Eva zu Gott: “Gott, ich habe ein Problem!”
“Was ist das Problem, Eva?”
“Gott, ich weiß, dass Du mich erschaffen hast, mir diesen wunderschönen Garten und all diese fabelhaften Tiere und diese zum totlachen komische Schlange zur Seite gestellt hast, aber ich bin einfach nicht glücklich.”
“Warum bist Du nicht glücklich, Eva?”, kam die Antwort von oben.
“Gott, ich bin einsam, und ich kann Äpfel einfach nicht mehr sehen.”
“Na gut, Eva, in diesem Fall habe ich die Lösung für Dein Problem. Ich werde für Dich einen Mann erschaffen und ihn Dir zur Seite stellen.”
“Was ist ein Mann, Gott?”
“Dieser Mann wird eine missratene Kreatur sein, mit vielen Fehlern und schlechten Charakterzügen. Er wird lügen, Dich betrügen und unglaublich eitel und eingebildet sein. Im Großen und Ganzen wird er Dir das Leben schwer machen. Aber er wird größer, stärker und schneller sein und er wird es lieben zu jagen und Dinge zu töten. Er wird dümmlich aussehen, wenn er erregt ist, aber da Du Dich ja beschwert hast, werde ich ihn derart beschaffen, dass er Deine körperlichen Bedürfnisse befriedigen wird. Er wird witzlos sein und solch kindische Dinge wie kämpfen und einen Ball herumkicken über alles lieben. Er wird auch nicht viel Verstand haben, so dass er Deinen Rat brauchen wird, um vernünftig zu denken.”
“Klingt ja umwerfend”, sagte Eva und zog dabei eine Augenbraue ironisch hoch. “Wo ist der Haken, Gott?”
“Also … Du kannst ihn unter einer Bedingung haben.”
“Welche Bedingung ist das, oh Gott?”
“Wie ich schon sagte, wird er stolz und arrogant sein und sich selbst stets am meisten bewundern… Du wirst ihn daher im Glauben lassen müssen, dass ich ihn zuerst geschaffen hätte. Denk dran, das ist unser beider kleines Geheimnis … Du weißt schon, von Frau zu Frau.”
Quelle: http://singlemama.twoday.net/stories/4226939/#4237329
Dazu meine (gegoogelte) Antwort:
WENN GOTT EINE FRAU WÄRE…
Wer weiß, vielleicht ist Gott ja auch wirklich eine Frau. Das würde jedenfalls erklären, warum Frauen mehre Orgasmen hintereinander haben können und warum Sonnenuntergänge so kitschig rot-rosa sind.
Aber es gibt auch einige schlagkräftige Argumente dagegen. Wenn nämlich Gott eine Frau wäre, dann würde das die Welt vollkommen verändern:
10. Der “Kölner Dom” hieße “Kölner Domina”.
9. Man müsste beim Beten ganz genau aufpassen, was man sagt, damit es Morgen nicht die ganze Nachbarschaft weiss.
8. Das Blut Christi wäre Ersatzflüssigkeit.
7. Das letzte Abendmahl wäre eine Tupperware-Party gewesen.
6. Die Zehn Gebote wären in eine Rüschendecke gestickt worden, ausserdem wären es nicht zehn Gebote, sondern mindestens 526.
5. Das fünfte Gebot: “Du sollst nicht schnarchen!”.
4. Der Mann wäre so erschaffen, dass er länger als eine Minute Sex machen kann.
3. Aus dem langweiligen “Grüß Gott!” würde “Du, und grüß auch die Göttin gaaanz gaaanz lieb von mir und richte ihr aus, dass ihr die neue Frisur ganz toll steht.
2. Es gäbe keine Kriege, keinen Hunger aber auch keine Sportschau.
1. Jesus wäre ans Kreuz genäht worden.
So what?! Shit happens! :-)
Herzlichst, (typisch) homme
(alias HenryMiller)
Ich finde Frau und Mann beides Schayze. Beide werfen einfach alles um sich herum ins Verderben.
Nikiz Schayzendreck…ist nur wie in rischtisch Läbän!
Verderben? Tz, tz…isses mittlerweile so schlimm zwischen den Geschlechtern?
Schäriiie…nun dramatisier’ mal net gleich so rum, wegen a bissl shit happens Geschlechterk(r)ampf-Polemik!
Mach disch wieder mal logger & naggisch, Frau Babbisch! ;)
Ich habe das gleiche Problem. Die Dinge in denen ich mich vollends ausleben kann, die mir pure Freude bereiten, die Dinge in die ich mein kleines Herz gestopft habe damit es zwischen ihnen zu Schlagen beginnt … mit diesen Dingen (schreiberisch sowie tonal) würde ich nur allzu gerne meinen Lebensunterhalt verdienen. Das würde allerdings bedeuten ein hohes Risiko einzugehen. Mit der Kunst an sich lässt sich kein geregeltes Einkommen ins Girokonto pinseln. Außerdem muss man sich zu 100% auf etwas fixieren um damit erfolgreich zu sein, nicht zu verschweigen das große Glück das man braucht.
Wie oft habe ich schon gehört dass ich mit meinem Studium in die falsche Richtung gehe. Dazu kommt, dass man sich nicht wirklich in seinem Studium wohlfühlen kann, weil ständig die Frage im Hinterkopf wütet, wie es sein könnte, würde man auf sein Herz hören.
Man braucht eine gewisse Sicherheit im Leben. Ich will meinen Träumen nicht hinterherlaufen ohne vorher mein eigenes Leben zu sichern. Und das geht nur, indem ich einen verhältnismäßig sicheren Job finde. Das wiederum geht in meinem Fall nur, wenn ich das verfickte Studium nicht versau. Und das geht nur wenn ich aufhöre an meine Träume zu denken und Hobbys erstmal Hobbys sein lasse. Schwer, so schwer… :)
Vielen Dank für diesen Eintrag. Ich finde darin 100% Bestätigung.
Oh Mann. Wyne Dyers, den ich lesen muss, weil ich’s versprochen habe (mein Onkel macht sich Sorgen um meinen seelischen Zustand und will mir so etwas positive Energie reinhauen, was ich auch gut finde!) würde Dir jetzt antworten, dass nichts schlimmer ist, als Dinge zu tun, die nicht dem eigenen Lebensweg, dem Traum entsprechen. Es erfordert das Zehnfache an Energie. Ich habe bei Dir schon gemerkt, dass Du Dein Studium sehr ernstnimmst. Du setzt Dich vermutlich auch sehr unter Druck, habe ich das Gefühl. Deine Entscheidung ist absolut vernünftig. Ich weiß aber nicht, ob es gut ist, immer vernünftig zu sein. Und Du hast Recht, man müsste sich 100% auf die Kunst, die Musik, die Schreiberei konzentrieren – und das wäre der Punkt, an dem ich persönlich wieder scheitern würde: Der Druck würde in mir einen Widerwillen gegen das erzeugen, was ich vorher noch so geliebt habe.
Ich werde meine Berufung so nie finden. Nie, nie, nie. – Du studierst BWL, oder? höhö…
Das ist wieder der andere Punkt, ja. Würde man sich zu 100% drauf fokussieren, wäre man gezwungen damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, würde dieser Druck, wie du schon sagst, Widerwillen gegen das erzeugen, was man vorher noch geliebt hat (das hast du sehr treffend formuliert, Respöööööhhhkkkktttt).
BWL? For fuck’s sake, inzwischen – Gott sei’s gedankt – nicht mehr. Jetzt is es Wirtschaftsinformatik, also das was ich von vornherein eigentlich studiert hätte, wäre die FH instande gewesen den arschgefickten Straßennamen richtig zu schreiben.
Und bei dir? Jura oder Psychologie? Ich bin verwirrt.
Ach, bei meiner “Karriere” kriege ich selbst das große Kotzen. Ich habe zuerst eine Ausbildung zur Pädagogin gemacht (Ausbildung, nicht Studium), dann habe ich Nah-Ost zu Ende studiert und hänge jetzt wieder in der Luft – genauso schlau wie vorher – und weiß nicht, wohin ich eigentlich gehöre. Ich hab’ gedacht, nach all dem geistes- und geschichtswissenschaftlichen Hirnfick brauche ich etwas Bebeißbares als nächste Herausforderung. Dabei dachte ich an Biologie (vorallem die Neurologie und Immunologie haben mich da gereizt) oder eben an Jura. Psychologie wäre nur mein geheimer Traum gewesen, aber ich wollte dem Klischee des selbst debilen Therapeuten nicht direkt gerecht werden und meine empathische Ader weiterhin auf meine naturgegebene Inuition zurückführen, als auf eine systematische Ausbildung in dieser.
Deshalb werde ich mich wohl jetzt für Jura entscheiden, weil Bio nur sehr schlechte Chancen hat – selbst Bio Informatik. Einmal irgendwo spezialisiert, kommst Du da niewieder raus. Das ist bei Jura aber anders.
—
Du kommst Dir unter BWLern und Wirtschaftsinformatikern nicht vor wie’n Alien? *schmunzel*