Oh Mann, Mr. Wayne Dyer, mit diesem Satz haben Sie bei mir komplett verschissen.
Wayne Dyer (“Mit Absicht”, S. 60): “Die Existenz des freien Willens ist nicht abzustreiten.”
Der »Freie Wille« ist sehr wohl abzustreiten. Ich sage nicht, dass Deterministen Recht haben – ich sage nur, dass Ihr Satz auf jeden Fall viele Gegenargumente hat. Dazu noch sehr Gute. Ich kann es einfach nicht leiden, wie Sie so tun, als sei das, was Sie von sich geben, die absolute, unantastbare Wahrheit. Ihr “Selbstbewusstsein” nervt mich. Gute Nacht.


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Vor allem die Frage is *wer* die Identität is die den freien Wille haben soll. Irgend welche bestimmten Gehirn Zellen? Oder das Kollektiv von allen Gehirn Zellen so Borg mässig? Oder irgedn nen emergentes “ich”? Oder irgedn ne mystische Seele die nur im Körper wohnt aber den magisch kontrollieren tut? Sagt der irgedn was drüber Schatz?
Er schreibt gar nicht mehr so über den Willen, sondern mehr über die Fantasie. Das “Ich” nennt er “Ego”. Ego als Identifikation mit seinen Leistungen, Zielen, als Abgrenzung zu den Anderen, etc. – und das sieht er als schädlich, was er hier wenigstens auch ganz gut begründet. Aber ich hab’ wenig Bock, über ihn zu schreiben. Manchmal hat er verdammt Recht und trifft den Nagel auf den Kopf, manchmal wiederum kann man seine Weisheiten in die Tonne kloppen.
“manchmal wiederum kann man seine Weisheiten in die Tonne kloppen.” – wie bei allen Menschen. Manchmal verletzt es mich sogar, wenn ich bei einem Autor oder Philosophen, den ich mag, respektiere, vielleicht sogar verehre, auf etwas stoße, dem ich nicht zustimmen kann … manchmal nehme ich das sogar persönlich ;-) Dabei ist das nur natürlich – es gibt keine zwei Menschen, die in allen, wirklich allen Dingen, die gleichen Ansichten haben.
Was das Selbstbewußtsein und die “absolute, unantastbare Wahrheit” angeht – so etwas nervt mich auch. Ich habe das Gefühl, jeder Glauben hat seine Missionare, ob es sich nun um einen religiösen Glauben oder um einen philosophischen handelt … Etwas, das nicht bewiesen ist, ist immer nur Glauben … und das vergessen manche manchmal.
Ja, wie wahr. Ich habe absolut nichts gegen Menschen, die fest von einer Sache überzeugt sind, selbst wenn sie sie nicht beweisen können. Aber wenn sie ihren Glauben wirklich als allgemeingültige Wahrheit hinstellen, werd’ ich ganz furchtbar trotzig.
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Bei Wayne Dyer muss ich sagen, war ich von Anfang an irgendwie “sauer”. Er ist ein “Ratgeber”, sozusagen. Aber sein Leben scheint so dermaßen locker, leicht, flockig, dass ich nur noch wütend werde. “Tun Sie dies, tun Sie das. Schalten Sie diese Eigenschaften und Gedanken aus.” – Das WIE erklärt er natürlich nicht. Er weiß natürlich, dass er mir das WIE schuldet und dreht das dann so, dass diese Frage nach dem WIE wieder ein ganz typisches Zeichen dafür ist, dass ich mein Leben nicht ändern will.
Undddddddd ich hasse ihn oft auch dafür, dass er Recht hat, obwohl ich ihn nicht leiden kann.
Lach’ nicht.
Die Illusion als Mensch frei zu sein, ist genau wie die Illusion auf der Erde still zu stehen, während man sich mit rasanter Geschwindigkeit durch den Weltraum bewegt.
Ja, aber wir brauchen diese Illusion des freien Willens. Ich meine, obwohl ich der Meinung bin, wir haben diesen freien Willen nicht, handle ich jeden Tag so, als habe ich einen. Ich fühle mich so, als habe ich einen. Obwohl ich für mich schon so oft argumentiert habe, dass wir keinen haben. Das ist für mich ein Indiz dafür, dass diese Illusion des freien Willens sehr wichtig ist, Schatz.
Ne?
Ich hab gelächelt ;-)
Weil es mir genauso geht. Nichts ist schlimmer, als Menschen rechtgeben zu müssen, die einem mit erhobenem Zeigefinger kommen oder irgendwie in einer Weise argumentieren, für die man sie am liebsten in den A**** treten würde ;-)