Sting – It’s Probably Me

Die Nacht ist grau, meine Wut ist blutrünstig. Die Wand ist matschigbraun – und meine Faust total unbefriedigt. Abwechselnd muss sie an Merkel’s, dann an Paris Hilton’s Fresse denken – und ich glaube, eine Blasenentzündung ist im Anmarsch, wenn mein “Bauchgefühl” sich nicht täuscht.

Der Morgen war still. Ich war so froh, dass ich ihn mir zum Faullenzen vorgenommen hatte. Als ich beim Ausatmen war und mich zeitgleich zurück ins Bett werfen wollte, landete ich hart. Eine Katastrophe folgte der Nächsten, eine Hektik nach der Nächsten trat mich erbarmungslos die Stufen runter. Ich rannte alle Stationen durch, wie in einem Run & Jump Spiel meiner alten Sega Mega Drive Konsole (ach, was waren das für Zeiten), aber ich kam einfach nicht hinterher. Egal, wie sehr ich’s versucht habe.

Dreck. Alle kommen und erzählen Dir irgendein Zeug, das Du eh nicht mehr verstehst. Seit Monaten stammst Du noch viel mehr wie aus einer anderen Welt als so schon – und manche merken das nicht einmal. Lassen weiterhin seit eben diesen Monaten ihre dämlichen Floskeln ab, dabei sprichst Du nicht einmal mehr ihre Sprache, wenn Du antwortest. Da eh niemand zuhört, die Antwort nicht einmal abwartet und schon lospoltert mit seinem Scheiß, bemerkt niemand Deinen Wandel zum Alien. Was Dich in der ersten Sekunde erleichtert, macht Dich beim weiteren Geschwätz nur noch wütend. Soviel kann ich gar nicht essen, wie ich gerne auf solche Leute scheißen und kotzen könnte. Und das will schon etwas heißen bei meinem Appetit.

Wollte ich sonst nochetwas loswerden? Ja, richtig. Hatte ich schon erwähnt, dass ich den Hormonhaushalt einer Frau zum KOTZEN finde? Besonders meiner. Andere Frauen werden wenigstens “nur” depressiv. Aber ich? Nein, ich habe direkt Gewaltfantasien, gehe durch die Straße und hoffe, angepöbelt zu werden, damit ich mich prügeln kann und im nächsten Moment sehe ich ein kleines Hündchen und weine wie sonstwas. Was hat Gott sich nur dabei gedacht?

Und dann war ich doch noch kurz zu Hause. Mein Bruder, meine Schwester und Ich hätten uns fast gezofft. Aber nur fast. Brüderchen war schon dabei, seine Trainingssachen zu nehmen und abzuhauen – aber irgendwie meinte ich: “Wenn Du jetzt so gehst, bin ich traurig.” (So ganz ehrlich ohne Macho-Gehabe-Große-Schwester-Machtanspruch) Er rollte die Augen und blieb dann: “Was issss?” – Wir haben dann alle geredet – und alles war schön. Wir haben geplant, dass wir morgen zu Dritt in die Stadt gehen und Weihnachtsgeschenke kaufen, obwohl wir dieses Jahr Weihnachten allesamt hassen. So richtig abgrundtief. Die schmücken ja nicht mal mehr richtig draußen, nur noch in den Einkaufspassage, damit die Lichter Dir Deinen Kopf ficken, bevor Du in die Läden gehst und ihnen freiwillig Deine Kreditkarte in den Schoß wirfst. Deshalb beschenken wir einander auch paar Tage vorher, damit das bloß nichts mit Weihnachten zu tun hat. Das wird schon.

Ich glaube, ich vertrage die Eisentabletten nicht. Seit 10 Tagen alle 2 Tage Fitnessstudio (YA LAN CÜS ABOOO!), und trödsdem alde-sau-mäßig gelaunt! Während ich mich hier asozial ergieße, desillusioniere ich nebenbei meine Freundin Iman per SMS, was die Liebe angeht. Jemand sollte mir auf die Schulter klopfen. Nicht? Oke, dann tu’ ich das. Irgendwas war da noch… Achso.

Pepe, willst Du mich immernoch heiraten?