Ich habe Dich entdeckt. Dich und Deine verschlossene, skeptische Seele. Dich und Deine Vorsicht, Deine Bedachtheit in Allem, was Du tust. Dich und Deine stets gerunzelte Stirn, die immer irgendwo versunken lag – wo, das wollte ich wissen. Wo, das will ich heute noch wissen. Ich habe Dich gefunden, bevor Du mich überhaupt wahrgenommen hast. Und ich beschloss, Dein zu sein, bevor Du mich überhaupt ernstgenommen hast. Unsere Dialoge glichen denen eines kleinen Mädchens, das an Deinem Hemd rumzerrte und Dir mit großen Augen Fragen stellte. Deine Antworten glichen denen eines gutmütigen, großen Freundes, der milde lächelnd seine Gedanken zu erklären suchte. Ich habe mich schon an Deiner Seite gesehen, als Du Dich gerade erst fragtest, woher ich kam und was ich denn wollen könnte, und ich habe Dich verzaubert, bevor Du wagtest, an Magie zu glauben. Als Du plötzlich zielstrebig und bestimmt auf mich zukamst und meine Hand in Deine Richtung zogst, um mir wortlos meinen Platz im Leben zu zeigen, gehörtest Du schon längst mir. Als ich schüchtern “Ja” sagte, hattest Du noch gar nicht gefragt, was Dir schüchtern auf den Lippen lag.

Bei Dir war es anders, mein Baby. Nie war ich es, die auf einen Mann zugegangen ist, die ihn entdeckt und an sich gezogen hat. Doch bei Dir war es anders. Ich sah Dich und wusste, Du bist mein.