Heute wachte ich auf und wollte dem Frühling vom Fenster aus zuwinken, als sich mir die unten zu bewundernde Aussicht darbot. Hier, wo ich bin, schneit es eigentlich nie. Wirklich nie, nicht einmal im tiefsten Winter – aber genau zum Frühlingsbeginn – der Jahreszeit, die Iranern sehr viel bedeutet, in der sie zwei Wochen nur mit Feierlichkeiten und Familientreffs beschäftigt sind, weil bei uns das neue Jahr genau zum Frühlingsanfang stattfindet – bekomme ich Schnee geschenkt. Und wenn ich sage “Ich”, dann meine ich das auch so – ich bin nämlich sicher, dass die Anderen überhaupt nicht von dieser “Unpassenheit” zum Frühling begeistert sind.

Schaut mal, wie schön sich das Leben (die Knospen) unter der Kälte zusammenzieht und die Welt nicht mehr versteht…