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Archiv für März, 2008
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09.03.2008, 20:37
Domplatte
08.03.2008, 02:28
“Schmutz”
06.03.2008, 00:53
Rosa Technik
Ich verstehe das einfach nicht! Man weiß, dass ich Rosa als Farbe sehr liebe. Man weiß auch, dass Rosa als Farbe mir steht (gut kombiniert, niemals durchgehend rosa). Aber warum bitte, warum sehen technische Geräte in Rosa so geil aus, dass ich fast sabbern muss? Und warum sind sie nicht essbar? Das Canon Baby ist so schön, es liegt so toll in der Hand, es schießt gute Fotos, es ist chique – es ist endlich mein! 03.03.2008, 16:37
Klare Sicht
Ich habe in der letzten Zeit das Gefühl, dass meine sonst eigentlich ziemlich orientierungslose Persönlichkeit (was den eigenen Lebensweg angeht), immer mehr an Festigkeit gewinnt. Etwas verspätet, muss ich gestehen, aber besser als nie. Mein einziger Anhaltspunkt für meine Existenzberechtigung war bis jetzt immer “nur” meine Loyalität, meine Liebe zur Familie (Liebe generell) und gewisse Prinzipien und Kodex’, die ich stets einzuhalten suchte. Nicht, dass das wenig gewesen wäre – vermutlich ist das mehr, als viele heutzutage leisten in einer Zeit, in der gewisse Werte sich wandeln wie die eigene Unterwäsche – aber etwas fehlte. Etwas, das einwenig in die Richtung eines von mir sehr verhassten Wortes geht: Selbstverwirklichung. Es gibt Anzeichen in meinem Verhalten, die meine Annahme bestärken: Ich rede seltener drumherum. Wenn ich jemandes Verhalten scheiße finde, sage ich: “Dein Verhalten ist scheiße.” Ich warte nicht mehr mit einer gewissen Überbesorgtheit gegenüber der Befindlichkeit meines Gegenübers oder gar einer Verlustsangst auf die Konsequenzen meiner Direktheit, sondern mit einer gewissen Neugierde. Will sich die Person aufgrund von Kritik selbst von mir abseilen, erkenne ich diese Entscheidung fast wohlwollend an, da ich dann weiß, dass ich eigentlich nur einen Parasiten losgeworden bin und keinen Freund. Ich empfinde Freunden gegenüber kein Abhängigkeitsgefühl mehr, kann sie aber dennoch uneingeschränkt lieben, wenn nicht sogar besser, weil unerfüllte Erwartungen keine großartigen Schmerzen und Enttäuschungen mehr in mir bedingen, da ich keine großartigen Erwartungen Freunden gegenüber mehr hege, ich meinerseits dennoch weiter meinen Kodex lebe, der mir in Freundschaften wichtig ist. Nach einer Ausbildung und einem Studium weiß ich nun endlich genau, was ich beruflich erreichen will. Ich habe mich zum ersten Mal in meinem Leben kompromisslos für eine Fachrichtung entschieden, hinter der ich 100% stehen kann. All die Jahre verfolgte mich die Angst und die Stimmen einiger, es eigentlich gutmeinender Personen, die mich davon abhalten wollten, zu studieren, wozu ich eigentlich geschaffen bin. Und das, weil sie meine zugegeben etwas überdurchschnittliche Empfindsamkeit schützen wollten. Doch ich bin mir dessen bewusst, dass ich diese Empfindsamkeit in professionalisierter Form gerade in diesem Beruf sehr gut zum Vorteil nutzen kann, dass ich dazu in der Lage bin, hart an mir zu arbeiten, so wie ich – ohne es zu merken – in den letzten Monaten hart an mir gearbeitet habe. Ich habe ein Ziel vor Augen – endlich ein richtiges Ziel. Und ich sehe sogar, wie ich dieses Ziel erreiche und wie fähig ich dazu bin, es zu erreichen. Selbstbewusstsein ist ein Gefühl, das mir noch fremd ist. Als würde ich in neuen Schuhen stecken, in denen ich noch etwas tapsig rumlaufe und es zu verbergen suche – aber bald werden meine Füße in ihnen einrasten, sich wohlfühlen und der Gang wird leichter, luftiger, zielstrebig sein. Ich habe erkannt, dass das Leben zu kurz ist, als dass man zuviele Kompromisse eingehen sollte. Es wird eh zu Ende sein irgendwann – und bis dahin will ich den Lebensrahmen, den ich bekommen habe, ausschöpfen.
Text, Design & Photos by Sherry Iranique. Copyright © 2010 Sherry Iranique. All rights reserved.
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