Werde ich diese Pest, namens “Fernbeziehung” eigentlich vermissen, wenn wir zusammen gezogen sind? Mein erster Gedanke schreit laut durch meine Nasenlöcher in die griesgrämige Atmosphäre – gedankenverseucht von mir und meinem Pessimismus – und entlädt sich in einem riesen Schnaufen, das ein “NEIN!” darstellen soll. – Nein, natürlich nicht. Nein, natürlich nicht.
Aber ist es wirklich so? Ich habe überlegt, ja. Manchmal tu’ ich das. Und da fielen mir einige Dinge ein, einige Dinge, die wahrscheinlich aus einer ganz normalen Beziehung, eine hautverbrennende, herzzerschmetternde, aber auch unsagbar tief(e)(wundige) Liebe gemacht haben.
Allein das Ineinanderklammern- und Keilen und miteinander Seufzen und Tränen lassen, das Schweigen, das Hoffen, das Zählen der Tage bis zum nächstmöglichen Treffen – allein das Suchen und das Finden all der noch so kleinen Möglichkeiten, um mehr und mehr und immer mehr voneinander zu haben, trotz all der Hürden, die sich gegen einen stellen, verändern die Art des Liebens. Oft, wenn ich mir “normale Beziehungen” ansehe, beneide ich sie – und wenn ich mich dann schon bald in ihre Routine hineinversetze, frage ich mich, ob es das ist, was ich will. Will ich das? – Die Antwort lautet: Ja. Trotz all der ungewöhnlich intensiven Momente, die gerade wegen der Entfernung entstanden, sehne ich mich genau nach dieser Routine in ihrer liebevolleren Variante. Ich weiß nämlich, dass Du und Ich uns jede Nacht daran erinnern werden, wie es war, als wir wussten, es ist die letzte Nacht für viele Tage – viele Tage, von denen nur Gott wusste, wieviele es sein würden. Doch selbst, wenn es bei uns soweit ist und wir uns in die Routine des Alltags werfen – ja, endlich die Möglichkeit haben, unser Zusammensein als Alltäglichkeit zu empfinden, weiß ich, dass wir nachts wie aus einer Natürlichkeit heraus klammernd einschlafen und klammernd aufwachen werden – und uns erst nach dem ersten bewussten Moment des Wachwerdens daran erinnern, dass wir nicht mehr aufeinander warten müssen, kein Abschied folgen wird, keine Tränen, keine alles vernichtende Sehnsucht – nichts, außer der Stille, der Ruhe des Zusammenseins – und ja, vielleicht auch die Routine. Eine liebevolle Routine, die mehr Sicherheit und Innigkeit ist, als Langeweile.
Letztens erzählte ich nebenbei, wir würden bald heiraten. Sarkastisch warf ich ein: “Ja, ausgerechnet jetzt, da ich die Liebe nicht mehr mag, heirate ich.” – Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: “Ach Quatscht, Du liebst die Liebe. Ich wünsche Euch alles Gute.” – Die Person hatte Recht, ich liebe die Liebe, aber ich habe es mir abgewöhnt, auf die Weise über sie zu reden, wie ich es damals tat, weil ich es Leid bin, als Naivchen angesehen zu werden, das mit einer Rosa-Roten Brille durch die Welt läuft. Irgendwie ist mir dieses Bild zuwider – und deshalb habe ich mich für die ruhigere ent-mystifiziertere Form entschieden, auch wenn eine handvoll Menschen genau wissen, was ich unter Liebe eigentlich verstehe und dass sie in meiner “Welt” kaum noch etwas Weltliches an sich hat…
Nachtrag:
Ja, ich mag Rosa. Und Photoshop ist so toll!



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Ich verstehe leider nichts von Beziehungen.
Eins kann ich dir trotzdem sagen die seshaftigkeit zweier die sich Lieben ist Aufbauender als das Normadentum.
Was Liebe in diesen Fallen betrifft halte ich mich Lieber zurück da ich voller Zorn bin.
Liebe ist unbegränzt in allen Formen die sie hat.
Eine Liebe einer Form ist niedie wahrhaftige nun sollte man sich auch in diesem fall zur Seshaftigkeit endscheiden. Wobei betrug nie ausgeschlossen ist.
Routine ist im Zusammenhang mit Liebe ein blödes Wort, doch ich glaube ich verstehe, was Du meinst.
Ich bin mit meinem Liebsten schon sehr lange zusammen und für mich ist jede Stunde schlimm, die wir uns trennen müssen. Natürlich entsteht nach so vielen Jahren Zusammensein eine Art Routine, doch unsere Liebe ist, wenn das überhaupt möglich ist, noch stärker geworden und nach einer Zeit des sich in Ruhe lassens, verlieben wir uns wieder ineinander und sind, wenn wir uns umarmen, genauso aufgegregt wie ganz am Anfang. Ich wünsche Dir, dass ihr zusammen leben könnt und es keine Enttäuschung für Dich wird.
Wie gesagt Seshaftigkeit auch in sowas wie du ausführen vermargst sind miteinander ein element worauf man aufbauen kann.
Routine ist wirklich ein Wort das nur in Frage kommt
wenn die Frau oder auch der Mann Fremd gehen und es von ihm oder auch ihr verschmertzt geduldet wird.
Sherry, langsam wirst du erwachsen :)
Entsprechend dem Aufblühen und der Belebung der Natur in der warmen Jahreszeit steht Sonne auch für alles Aktive, Zeugende, Belebende, Schöpferische, sich Ausdehnende, Glänzende, Äußere, dem Schatten entsprechend den winterlichen Qualitäten für alles Passive, Verborgene, sich Zusammenziehende, Matte, Innere. Den gedanklichen Hintergrund bildet stets der Kreislauf der Jahreszeiten und die ihn spiegelnde rhythmische Ordnung des Kalenders, insbesondere auch die vom Kalender festgelegten Riten und Feste.
Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer.
Konfuzius
Ehe: eine Hölle bei gemeinsamem Schlafzimmer; bei getrennten Schlafzimmern ist sie nur noch ein Fegefeuer; ohne Zusammenwohnen wäre sie vielleicht das Paradies.
Henry de Montherlant
@Bibbche,
das ist richtig. Die Routine, die ich mir wünsche, weil ich sie nicht habe, ist sehr liebevoll und innig. Aber ich weiß, was Du meinst. Wie lange bist Du mit Deinem Liebsten schon zusammen?
@Araz,
haha. Ist das jetzt gut oder schlecht? :P
@Harrika,
den Spruch von Konfuzius kenne ich, er war ein sehr weiser Mensch. Aber die Aufopferung des Loslassens – die schaffen nicht viele. Dafür leiden wir Menschen gerade in unserem achso zivilisierten Dasein zu sehr an Existenzangst. Das liegt daran, dass wir genau um die Vergänglichkeit von allem wissen, aber sie in unserem Konsum einfach ersticken und uns Geld den Anschein von Sicherheit verleiht – eine trügerische Illusion, die uns irgendwann vor den Augen zerplatzen wird. Ich glaube, ich bin vom Thema abgekommen.
@Hiwa,
ich verstehe das mit dem “Fremdgehen” jetzt nicht. Was wolltest Du damit sagen?
Es ist eine Meinung.
Ich definiere Routine ganz anders.
Ich meine damit das Routine ich als Schmerzhaft empfinde. Man gewöhnt sich an etwas Krankhaftes.
Es ist eine Meinung die ich aus meiner Denkweise wiedergebe.
Das ist gut, sehr sogar.
Denn dann öffnest du dich höheren Dingen.
Liebe ist wie ein kosmischer Nebel. Bist du drin, bist blind.
Bist aber raus und weißt was du drin erlebt hast, kannst du dir den Nebel und seine Farben besser betrachten.
p.s.:
Azerbayjan Platz 8, 132 Points
)
12 Points from Turkey
2 Points from Germany ( das war ich, bekomm bestimmt ne dicke Telefonrechnung
Hast Du Dich über die Platzvergabe für die Angels auch totgelacht? Ich glaube, peinlicher ging’s nicht. Ich glaube, ich kriege aber wieder doppelt auf die Mütze, indem Deutschland vollekanne die EM gewinnt.
Von Außen den Nebel betrachten ist schön. Aber immerwieder springt man rein, ist einfach zu krass das Gefühl. Wichtig ist einfach nur, dass man nach dem Ersaufen wieder hoch kann. CHAKKA!
Liebe Freunde,
Meine Meinung Nicht Personengebunden.
Die Naivität ist in der frauen Weld stark verankert.
Wenn eine Frau weiß das sie Naiv war kann sie ganz bestimmt nicht das durch verstecken ändern.
Das Bewustsein kann eine Veränderung wesendlich ins positive verwandeln.
Im Teaneidscher alter ist die Naivität da um von Fehlern zu Lernen.
Nun das geschehen wiederholt sich immer wieder und sobald man sich nicht über die eigene Naivität bewust wird nimmt man in kauf das man immer wieder verarscht wird.
Das gild ganz besonders für Frauen.
Und wenn man sich darüber im klaren ist und selber daran gefallen empfindet dann soll man auch nicht zu beweisen versuchen das man kein Naivchien ist. Denn wenns gefällt ist es belanglos wie andere über einen reden.
Die Krankheit Kasanova Syndrom allso Sexsucht bei Männern sind Naive Frauen eine liechte Beute.
Von araz, 27.05.2008, 13:21 Uhr
Das ist gut, sehr sogar.
Denn dann öffnest du dich höheren Dingen.
Liebe ist wie ein kosmischer Nebel. Bist du drin, bist blind.
Bist aber raus und weißt was du drin erlebt hast, kannst du dir den Nebel und seine Farben besser betrachten.
Sherry jan
der Wechsel von einer Fernbeziehung zum gemeinsamen Zusammenleben bietet aus meiner Sicht zwei wichtige Aspekte:
- Die Interaktion ist öfter, man hat mehr gemeinsame Zeit.
- Die Räume und Vakanzen zur eigenen Verfügung schrumpfen, man teilt einen größeren teil seiner Zeit mit dem Partner.
Beide Aspekte bieten sowohl die Option für Konflikte und Zankereien, wie auch Wachstum und “höheres”.
Diese Veränderung ist eine Chance und sollte auch ruhig als solche Wahrgenommen werden.
Ich bin sehr zuversichtlich, daß ihr es packt, ihr beide scheint ja die notwendige Weitsicht und Hingabe hierzu ja bereits erworben zu haben…
Lg
Jubin
Huhu Jubin jan,
wenn wir zusammen leben wird genau das Gegenteil von dem passieren: Wir werden mehr Freiraum haben. Weißt Du warum? Durch die Fernbeziehung sind wir ständig in Kontakt. Während der Arbeit alle halbe Stunde SMS Verkehr, alle 1.5 Stunden Telefonieren oder Emails schreiben. Sobald wir zu Hause sind, verbinden wir uns mit Skype (Internettelefonie) und bleiben verbunden, bis einer von uns einschläft. Selbst dann bleiben die Notebooks an und wenn ich wach werde, höre ich ihn atmen.
Ich sage sehr oft Treffen mit Freunden ab, weil ich lieber mit Pepe telefonieren will, weil ich ständig das Gefühl habe, ich habe zuwenig von ihm – und umgekehrt. Also wird es 100% so sein, dass, wenn wir zusammenleben, wir viel mehr Freiräume haben werden.
Von Sherry, 28.05.2008, 18:13 Uhr
1. (Wir werden mehr Freiraum haben.)
2. (Ich sage sehr oft Treffen mit Freunden ab, weil ich lieber mit Pepe telefonieren will, weil ich ständig das Gefühl habe, ich habe zuwenig von ihm – und umgekehrt.)
2. (Normadentum)
Hallo Sherry,
ich kannte mal ein Paar, das war seit 40 Jahren verheiratet.
Die waren wie alle normalen Paare. Sie liebten sich, stritten sich und sie lebten die ganze Zeit miteinander.
Keiner von beiden hatte je eine Nacht ohne den anderen in den letzten 40 Jahren verbracht. Und wenn Sie schliefen, konnten sie nur dann einschlafen, wenn sie sich gegenseitig in den Armen hatten.
Das beste war, wenn sie sich den ganzen Tag gestritten hatten, und sie am Ende kein Wort mehr miteinander redeten, mussten sie trotzdem so schlafen, weil kein sonst einschlafen konnte.
Im Grunde genommen passiert das mit EUCH wenn ihr den Rest eures Lebens miteinader verbringt.
Also Hayde Gis, heirate endlich!
Tamam Kiz. Bald, sehr bald…!
P.S.: Das mit dem “Abends nicht einschlafen können” kenne ich irgendwoher… Also, ich könnte nie schlafen, wenn ich nicht wüsste, Pepe liegt sicher im Bett.
Danke für deine Sichtweise Sherry jan.
So rum hatte ich es noch nicht betrachtet…