Archiv für Mai, 2008

Man sollte seine (berechtigten) Aversionen gegen den deutschen Rap einfach kurz beiseite legen und sich diesen Track ruhig einmal anhören. Ich finde ihn “schön”…

03.05.2008, 12:12
Alles hat ein Ende

Die traurige Wahrheit ist, dass selbst die größten Liebesbeziehungen in vielen Fällen zu Ende gehen, weil sie einfach irgendwann an der (eigenen) Realität scheitern. Noch immer wird die Liebe dazu benutzt, um eigene Defizite zu kompensieren. Gerade Männer benutzen die Hingabe ihrer Frauen immer wieder dazu, sie als schwächelndes Wesen hinzustellen, sie zu degradieren und zu demütigen, damit sie ihre eigenen Unsicherheiten kompensieren. Und Frauen? Die sind meistens schon vor der aktuellen Beziehung “willige Opfer” gewesen, so dass sie immer traurigere Mechanismen intus haben, um den Mann zu halten. Die natürliche und wunderschöne Hingabe wird dann irgendwann zum Assistieren des Mannes bei der Folterung ihrer eigenen Seele. “Wenn ich dies und jenes mit mir machen lasse, vielleicht bleibt er ja dann. Vielleicht bin ich ihm dann etwas wert.”

Am Ende einer Liebe bleibt nur die karge Hoffnung, dass es wieder eine Neue geben wird. Dass dabei niemals der oder die Richtige erscheinen kann, solange man sich nicht (therapeutisch und selbstreflektiv) auskuriert hat, weil man sich in der nächsten Beziehung noch heftiger an den selbstschädigenden und selbstverachtenden Mechanismen festhält und dabei genau jenen Typ Mann anzieht, den man vorher schon hatte, nur um ein Vieles schlimmer, macht die Chancen auf Glück völlig zunichte.

Aber wir wollen mal nicht pessimistisch sein. Passt auf Euch auf, meine lieben Frauen. Ihr seid Juwelen, bitte vergesst das nicht. Bitte vergesst das nicht. Ihr gebärt Kinder und Euer Herz ist oft groß genug, um alles stehen und liegen zu lassen, um Eure Kinder wachsen und lachen zu sehen. Karriere, Status, Selbstachtung, eigene Bedürfnisse lasst Ihr liegen und legt Euch schlaflos aber glücklich neben das leise Gurren Eurer schlafenden Babies. Am Ende des Tages begegnet Ihr Euren Männern mit einem tapferen Lächeln – immer und immer wieder, selbst wenn sie Euch, nachdem ihre Bäucher satt sind, von oben bis unten kritisieren und Euch sagen, worin Ihr wieder versagt habt.

Ihr seid Juwelen. Bitte vergesst das nicht.

01.05.2008, 11:40
Lady Marguerite

ich frag’ mich, wo Du bist. Fast jeden Tag tu’ ich das. Das letzte Mal, als wir uns unterhielten, meintest Du zu mir, dass Du Dich, solltest Du noch einmal länger fort sein, auf jeden Fall bei mir melden würdest, damit ich mir keine Sorgen mache. Nun bist Du seit fast 2 Monaten wie spurlos verschwunden – und da ich Dich für einen Menschen halte, der sein Wort hält, mache ich mir nun unheimliche Sorgen. Ich gehe davon aus, dass Dir etwas schlimmes widerfahren ist – und die Ungewissheit beschäftigt mich inzwischen jeden Tag. Ich hoffe, dass Du einfach nur die Schnauze voll vom Bloggen hast. Ich hoffe, dass Du Dir irgendwo im weiten Web ein neues, anonymeres Blog eingerichtet hast, in dem Du Deiner wunderschöne poetische und bildreiche Sprache Flügel verleihst und auf die Menschheit loslässt. In dem Du weiter über Deine einsamen Männer schreibst. Ich hoffe, dass Dir einfach nur die irgendwie dann doch etwas persönlicheren Bindungen zu Deinen Leser/innen zuviel geworden sind und Du Dich deshalb zurückgezogen hast.

Lady, ich will gar nicht, dass Du den Kontakt zu mir weiter aufrecht erhältst, ich bitte Dich nur um eines: Gib’ mir ein winziges Lebenszeichen – und sei es auch nur ein Punkt, den Du mir per Email schickst oder ein dickes “Adios, Sherry, kein Bock mehr, versteh’ das!” – dann werde ich Dich niemals aufhalten oder Dir irgendwelche Fragen stellen. Ich will nur wissen, dass es Dir gut geht, dass Du gesund bist, dass Du Deiner Schwester gerade bei der Schwangerschaft beistehst, dass Du das Leben genießt, die Dinge weiter aus Deinen magischen Augen betrachtest – dass Du lebst und liebst. Das ist alles…

Sag’, dass es Dir gut geht oder dass Du zumindest noch lebst.