Ich gehöre zu dem Typ Mensch, der nicht oft wirklich schlimme Albträume hat – und wenn, dann sehr selten, aber dafür träume ich sehr chaotisch. Da sind auch Gefühle wie Angst, Schrecken, Verlust mit drin, aber selten in Form eines Massackers gegen die eigene Familie. (Gott sei Dank, sonst wäre es echt aus mit meinem Alltag, weil Träume bei mir sehr nachhaltig sind, zumal die Bildgewalt bei mir oft enorm ist und zum anderen, weil ich mich sehr detailliert an sie erinnere.)
Manchmal werde ich verfolgt von irgendwelchen sehr bissigen Tieren, die sich in meine Hand bohren und festbeißen – und egal, was ich dann tu’, ich kann sie nicht loswerden. Sie beißen sich fest, aggressiv, bösartig und mit wahnsinnigen Augen, die sich drehen, verrückt spielen und eine schreckliche Ahnung darüber zulassen, was im Gehirn dieses Tieres da gerade von Statten geht.
Einmal, das war ganz besonders eklig, biss sich so ein Tier in meine Hand – irgendeine Symbiose zwischen aggressivem Kanninchen und Säbelzahntiger sollte das darstellen. Je mehr ich an ihm zerrte, desto heftiger biss es sich rein und verfing sich bösartig in mein Fleisch und – so wie es sich anhörte – auch in meinen Knochen. Plötzlich kam irgendein Mensch, der es “gut” mit mir meinte und wollte das Tier, das an mir hing, einfach töten, damit sich irgendwann während seines Ablebens sein kräftiger Kiefer löste und das Tier von mir abfiel. Das schreckliche Ergebnis endete in einem Horrorszenario: Der gute Mann hatte das Tier geköpft, doch es hing wie einem irrsinnigen Höllenwahn verfallen weiter an meiner Hand, seine Augen und Nerven zuckten jetzt noch viel widerlicher als vorher, sein abgetrennter Körper trat wie wild um sich und seine Zähne bohrten sich noch viel tiefer und gewebezerfetzender in meinen Unterarm. Es machte ganz komische, quietschige Laute, es schrie und biss weiter zuckte und hampelte weiter, bis ich seinen Kopf anfasste und anfing, es zu streicheln (auf die Idee muss man unter solchen heftigen im Traum gefühlten Schmerzen erst einmal kommen).
Das Streicheln beruhige das Tier tatsächlich und es schloss die Augen und konnte sterben. Die letzte eklige Szene wurde mir leider nicht erspart: Der Kopf fiel zu Boden und platzte. Die Augen kugelten aus der Skeletthöhle raus und schauten wieder irrsinnig durch die Gegend – das eine nach oben, das andere nach rechts.
Im Traum kam mir das aber gar nicht so schlimm vor. Ich war erleichtert, dass alles vorbei war. Meine Hand war auch noch dran und gar nicht blutig, alles war in Ordnung. Dann wachte ich auf – wenn Ihr mich fragt, ca. ‘ne halbe Stunde zu spät.
Dieser Traum ist jetzt ewig her. Und ich schreibe diesen Beitrag auch eigentlich nur deshalb, weil ich letzte Nacht wieder etwas wirklich Widerliches geträumt habe, das ich aber jetzt nicht hierein schreibe. Diesmal war ich aber zum Glück nicht das Opfer – niemand war im Grunde das Opfer, außer das “Wesen” selbst. Es war so eklig, aber auch mitleiderregend anzusehen… Das muss ich erstmal verdauen. Vielleicht schreib’ ich’s dann irgendwann auf.
Aber ich wette, nach dieser kleinen Vorstellung wollt Ihr gar nichts mehr hören. Haha.


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Hallo Sherry. Ein mal ganz anderer Beitrag. ;-)
Man sagt, dass Träume dazu dienen, Dinge zu verarbeiten. Gibt es etwas, das sich an und in Dir festnagt? Ich hoffe nicht… Liebe Grüße von Cora.
Oh, sicher gibt es solche Dinge. Die gibt es doch ständig, oder? Vielleicht meine Ängste? Wer weiß…
Von Zeit zu Zeit höre ich Metamusik. Die Hemi-Sync Klangmuster dieser Aufnahmen helfen mir, eine synchronisierte Gehirnwellenaktivität in beiden Gehirnhälften zu erlangen und aufrecht zu erhalten.
Mit Lucid Dreaming kann ich auch dann von meiner erweiterten Wahrnehmung profitieren, wenn ich schlafe. Es ist ein höchst verblüffender Effekt, welcher mit Worten nur schlecht zu beschreiben ist. Der eigene Fokus wird scharf, die Farben der Traumumgebung sind plötzlich leuchtend und facettenreich, es ist besser als 3-D-Kino.
Eine gute Freundin von mir ist 100% davon überzeugt, eine „selenverwande Schwester“ zu besitzen. Ich kann mir sehr gut Sherry als „selenverwande Schwester“ vorstellen.
;-)
@Harrika,
ich weiß nicht einmal, was Metamusik ist. Aber ich werde heute Abend mal irgendwann vor dem zu Bett gehen recherchieren, das hört sich wirklich interessant an. :) Aber ich kann’s mir irgendwie nicht leisten, noch farb- und facettenreichere Bilder zu sehen (weder in Real, noch im Traum), denn sonst kollabiere ich komplett. Meine Sinneswahrnehmung ist so schon synästhetisch belastet, deshalb auch meine heftigen Gemütsschwankungen und Launenhaftigkeit. Wobei… Es liegt nicht hauptsächlich daran, sondern wird dadurch nur verstärkt. Auf der anderen Seite habe ich die “Ehre”, Glück besonders heftig wahrzunehmen…
Und Harrika, Du musst mir die mögliche Seelenverwandte mal vorstellen….
Das ist gut das du das geschrieben hast, denn ich hatte sehr viele Alpträme.
Was dein Traum mit (Festbeisen an deiner hand)
Sowas ehnliches hab ich als klein Kind geträumt.
Es war Nacht oben auf einer Treppe wovon ich tausende Wölfe sah. Sie sahen schrecklich aus
und deren Stimmen erst Recht.
Ich kam runter und sofort packte mich ein Wolf.
Ich spürte den gresslischen biss und wachte spät Mitternacht auf.
Ich lag bei meiner Mutter mit dem Kopf nah an ihrer Brust wo ihre Arme mich wärmten.
Was du mit dem Streicheln erwehnst.
In der Tat hat das Streicheln eine Tiefsinnige Bedeutung.
Dieser ganze Hass, Agressivität… kann durch z.B.
dieser Zuwendung unds war streicheln die Schmerzen jener Seelen (die bissigen Tieren,) Positiv beeinflussen.
Niemand wird von anfang an zu einem Bissigen Tier. Es hat alles ohne Ausnahme Gründe.
Die Zuwendung ist ein großes Darman.
Nicht schlechte Story, aber du solltest abends nicht so schwer essen.
Auch auf die Gefahr hin oberlehrerhaft zu wirken :-)
http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker