Viele sagen, das ist nicht wahr – die Welt war schon immer, wie sie heute ist – dreckig, scheiße, stinkend – und auch mal bunt, liebevoll und schön. Aus der Distanz betrachtet mag das stimmen. Das “Böse” und “Schlechte” scheint zur Eigenregulation der “Natur” zu gehören, damit überhaupt alles so funktioniert, wie es funktioniert. Ohne Polaritäten gäbe es die Wahrnehmung vielleicht nicht, wer weiß? Ich weiß es jedenfalls nicht, ist auch egal, heute habe ich wenig Bock auf den Scheiß, um es ausgiebig genug zu formulieren.
Wie gesagt, aus der “historischen” Distanz betrachtet, mag das stimmen. Aber was ist mit dem individuellen Empfindung innerhalb des eigenen Lebens? Da ist es genau so, wie wir behaupten: Früher war alles besser!
Es ist so: Betrachtet man die Dinge / das Leben in Relationionen innerhalb des eigenen Lebens, muss das Früher schöner und einfacher gewesen sein als das Heute – und das nicht etwa nur, weil unser Gehirn (angeblich) positive Erinnerungen höher bewertet, als Negative, sondern ganz einfach, weil wir früher jung waren und heute das Altern spüren. Das Altern ist nicht nur das Altern und das körperliche Zerfallen an sich, sondern auch die Erfahrung, dass Beziehungen, Freundschaften, Situationen, Schwüre, Prinzipien, Ideale, Familien, große Liebesgeschichten einfach das Klo runtergespült werden können. Früher war alles besser, weil wir früher noch nicht einen so großen Dreckshaufen an negativen Erfahrungen und Erinnerungen intus hatten und die Hoffnung und der Optimismus mehr Platz hatte, als eben heute. Heute, nach einigen Erfahrungen mehr, die man sich am Liebsten erspart hätte, lächelt man in besten Fall über irgendwelche idealistischen Hirngespinste oder wird sogar wütend, dass man je so gedacht hat, wie man gedacht hat.
Früher war alles besser, obwohl sich kaum etwas an den Regeln der Natur und der Gesellschaft geändert hat. Früher in Bezug eines Menschenlebens war aber dennoch besser, weil das Sammelsurium an hässlichen Erfahrungen eben noch zu gering war, als dass eine riesen Portion Hoffnung es nicht hätte vertilgen können. Dass sich Menschen trotz dieser ziemlich kontinuierichen Erfahrung dennoch so sehr an die Zukunft klammern, ist mir ein Rätsel. Ich bin mir ein Rätsel.
Es wird alles gut. Früher oder später. Punkt.


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Schatz ich denk dass das verschiedene Menschen andere Erfahrungen haben. Ich find das absolut nich dass früher alles besser gewesen is. Das is sogar ganz anders bei mir… ich denk immer “kann nur besser werden”.
Ja, bei manchen harten Fällen ist es umgekehrt, hast Recht. Aber die meisten, die ich kenne, sagen wirklich “Damals… Das waren noch Zeiten.”
Hallo Ihr beiden!
Ihr habt beide recht.
Die Zeit sei, einigen schlauen Köpfen zu folge, eine Illusion. Durch heftige Einwände korrigierten sie ihre Meinung. Auf alle Fälle im Bereich der kleinsten Teilchen, sei ihrer Meinung nach, die Zeit eine Illusion. Diesen Gedanken finde ich fantastisch. Er regt zum Nachdenken an. Dieser Gedanke bietet die Möglichkeit, erneut nach dem Sinn unserer Existenz zu suchen.
Ich zitiere aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon:
„Nach gnostischer Lehre fielen Funken oder Samen des Göttlichen Wesens aus der transzendenten geistigen Sphäre in die materielle böse Welt. Durch die Wiedererweckung des göttlichen Elements mit Hilfe von Erkenntnis könnte der Mensch in seine Heimat, den spirituellen Bereich des Transzendenten, zurückkehren.“
Selber finde ich das von Maharishi verbreitetes esoterische Lehrsystem,die „Maharishi Vedische Wissenschaft“, interessanter.
Huhu Harrika!
Bei Minah bist Du mit “Gott” und “göttlich” voll an der falschen Adresse. Sie ist sowas von atheistisch, das glaubst Du gar nicht. Hahaha…
Was mich angeht: Ich glaube nicht daran, dass der Mensch zu seine Heimat zurückkehren kann, solange er (seine Seele) an den Körper gebunden ist.
Relegionen besvhleunigen dieschlechten Erfahrungen der Menschen.
Guckt euch doch mal den Iran an.
In diesem fall kann man doch die hässligen Erfahrungen bündeln und wenn die Gesellschat nicht wieder die gleichen Erfahrungen wiederholen möchte kann es heute so viele auswahlsmöglichkeiten in betracht ziehen oder zumindest besser unterscheiden.
Früher hat man Erfahrungen gemacht.
Heute hat man soviele auswahlsmöglichkeiten wie man es anders machen kann.
Das allerdings auf jeden Bereich bezogen.
Hallo Hiwa,
vielleicht gefallen Dir die Gedanken von Jorge Luis Borges besser.
„Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte,
im nächsten Leben würde ich versuchen,
mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht mehr so perfekt sein wollen,
ich würde mich mehr entspannen.
Ich wäre ein bisschen verrückter,
als ich es gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben.
Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten, mehr bergsteigen,
mehr in Flüssen schwimmen.
Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;
freilich hatte ich auch Momente der Freude,
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur noch gute Augenblicke zu haben.
Falls du es noch nicht weißt,
aus diesen besteht nämlich das Leben;
nur aus Augenblicken; vergiss nicht den jetzigen.
Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an
bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.
Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.
Aber sehen sie … ich bin 85 Jahre alt und ich weiß, dass ich bald sterben werde.“
Früher war nicht ales besser, früher war alles nur langsamer.
Zeit ist momentan Luxus für den Menschen. Wer Zeit hat ist reich.
Hi HarriKa,
das was Jorge Luis Borges als sein wunsch dargestellt hat: “Wenn ich früher noch mal zurück spulen könnte.” ist sehr schön.
Wenn man weiß das das leben ohne hin schon komlitieirt genug ist, haben diese wuntscht träume vom zuruckdrehen der Zeit auch keinen so großen Effekt.
Sogar die Kasanovas die eigendlich jede zeit die sie mit… verbringen sind unzufrieden und wollen die Zeit zurückdrehen.
Diese weisen Zeilen hat mir einmal eine Kollegin auf den Schreibtisch gelegt… Ich war sehr gerührt. Es ist nicht leicht, sich daran zu halten, zu sehr ist man in dem gefangen, was einen geprägt hat…
Liebe Grüße an all die, denen es im Moment nicht so gut geht (aber natürlich auch an die anderen… )
früher war alles besser, weil wir ahnungsloser waren. weil uns vieles nicht bewusst war und, wie du ja sagst, wir vieles noch nicht erlebt haben.
ich weiß nicht.. in einigen dingen fand ich es früher echt besser. in manchen widerum gar nicht. meine gefühle diesbezüglich sind sehr durchmischt.
Ich unterstütze Coralita’s Auffassung.
PS: Die blaugrüne märchenhafte Welt
Erlebnisgedicht zum Thema Mensch und Natur
von Elline
Oh herrliche Natur!
Öffne mir die Tür in deine blaugrüne
wundervolle märchenhafte Welt,
wo ich kann alles vergessen,
was mich so quält und ärgert…
Die durchsichtige Luft, der Duft der Wald,
den Gesang der Vögel, die blühenden Bäume
und bunte Wiesen, die schönen bunten Blüten…
Ein frei laufender in der Sonne funkelte Bach…
Alle Wunder der Natur berühren mich
so tief und sanft…
Oh, blaugrüne Welt, umarme mich und
schenk mir deine heilende und erneuernde
Kraft, Ruhe und Freude…
Von HarriKa, 18.06.2008, 09:02 Uhr
Hallo Hiwa,
vielleicht gefallen Dir die Gedanken von Jorge Luis Borges besser.
„Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte,
im nächsten Leben würde ich versuchen,
mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht mehr so perfekt sein wollen,
ich würde mich mehr entspannen.
Ich wäre ein bisschen verrückter,
als ich es gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben.
Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten, mehr bergsteigen,
mehr in Flüssen schwimmen.
Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;
freilich hatte ich auch Momente der Freude,
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur noch gute Augenblicke zu haben.
Falls du es noch nicht weißt,
aus diesen besteht nämlich das Leben;
nur aus Augenblicken; vergiss nicht den jetzigen.
Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an
bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.
Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.
Aber sehen sie … ich bin 85 Jahre alt und ich weiß, dass ich bald sterben werde.“
Sehr Sehr schön
Diese weisen Zeilen hat mir einmal eine Kollegin auf den Schreibtisch gelegt… Ich war sehr gerührt. Es ist nicht leicht, sich daran zu halten, zu sehr ist man in dem gefangen, was einen geprägt hat…
Liebe Grüße an all die, denen es im Moment nicht so gut geht (aber natürlich auch an die anderen… )
Mir geht es im Moment nicht so gut.
Ich grüße dich und hoffe das es wenigstens dir gut geht.
Von Harri, 18.06.2008, 18:25 Uhr
Ich unterstütze Coralita’s Auffassung.
PS: Die blaugrüne märchenhafte Welt
Erlebnisgedicht zum Thema Mensch und Natur
von Elline
Oh herrliche Natur!
Öffne mir die Tür in deine blaugrüne
wundervolle märchenhafte Welt,
wo ich kann alles vergessen,
was mich so quält und ärgert…
Die durchsichtige Luft, der Duft der Wald,
den Gesang der Vögel, die blühenden Bäume
und bunte Wiesen, die schönen bunten Blüten…
Ein frei laufender in der Sonne funkelte Bach…
Alle Wunder der Natur berühren mich
so tief und sanft…
Oh, blaugrüne Welt, umarme mich und
schenk mir deine heilende und erneuernde
Kraft, Ruhe und Freude…
Wirklich was für die Seele.