Die Menschen hier leben in kleinen, altmodischen Häusern, die einem Großstadtkind viel zu eng vorkommen, viel zu “lachhaft” vorkommen, obwohl es selber nicht merkt, dass die städtische Menschenstaplerei neben- und übereinander ihm viel größere Sorgen und Platzangst verschaffen sollte. Die Menschen hier grüßen einander, einfachso. Sie lächeln dabei. Das Großstadtkind schaut argwöhnisch und misstrauisch um sich, um auch wirklich sicher zu gehen, dass es sich dabei nicht um eine nette Geste eines überfreundlichen Psychopathen handelt, der im Keller einige Leichen versteckt hat und nach einer Neuen – dem Großstadtkind – Ausschau hält. Die Tiere sind hier anders – die Insekten größer. Die äußere Bedrohung scheint angesichts dieses ökologischen Zusammenspiels viel mehr Adrenalin und Angstschweiß zu erzeugen als der tägliche Smog und die hupenden, wildgewordenen Autos, dem das Großstadtkind täglich begegnet und in seine Lunge atmet. Das sich dort festsetzt, die DNA in den Zellen zerstört und irgendwann zu Tumore mutieren lässt. Das Großstadtkind muss sich an all das gewöhnen… Seine Füße baumeln im See, doch es schaut sich um, dass keine Libelle es im Sturzflug angreift. (Dabei hat es dort gar keine entdeckt)
Und dann, doch sehr unverhofft nach all den anstrengenden Eindrücken, das ein Großstadtkind zu verarbeiten hat, entdeckt es eine Szene voller Ruhe. Alte Menschen sitzen auf einer Bank mit der Aussicht auf den größten See in diesem Land – und dies mit einer heiteren Gelassenheit, die ein alter Mensch in der Großstadt vor lauter Existenzangst und tagtäglichen Demütigungen, die man ihm zufügt, indem man ihm einredet, er sei eine Belastung für diese schnelle, großstädtische, industrielle Gesellschaft gleich, was er alles in seiner Jugend geleistet hat – gar nicht kennen kann. Sie unterhalten sich angeregt, voll mit ausschweifenden Gesten, gar nicht in sich gekrümmt, still, steif und nachdenklich – sondern stolz auf das Leben, das sie hatten. Ein Leben außerhalb der Großstadt. Anscheinend ist das gar nicht so schlecht…
Das Großstadtkind lächelt.



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Hallo Sherry,
ich habe diese HP entdeckt: „DIE PROPHEZEIHUNG VON CELESTINE
DIE ROMANVERFILMUNG“ (
http://www.celestinederfilm.de/Prophezeiungen-von-Celestine.50.0.html
).
Den offiziellen Deutschen Film Trailer kannst Du Dir unter Trailer ansehen (
http://www.celestinederfilm.de/Deutscher-Filmtrailer-Die-Pr.22.0.html
).
Habe mir den Film „Die Prophezeiungen von Celestine“ angesehen. Er ist mit einer der wenigen kurzweiligen Filme, die ich bis jetzt gesehen habe.
Deshalb kann ich diese Zeilen von Dir nachfühlen: „Sie unterhalten sich angeregt, voll mit ausschweifenden Gesten, … sondern stolz auf das Leben, das sie hatten. … Anscheinend ist das gar nicht so schlecht…“.
Herzliche Grüße
Harri
Ein Leben außerhalb der Großstadt. Anscheinend ist das gar nicht so schlecht…
Hab ich doch gesagt. Ein paar Schafe, die Berge und meinen Schatz. Dann bin ich glücklich.
Ich wünsch dir noch einen wunderschönen Urlaub.
@Harrilein,
danke Dir! Das hört sich ja interessant an so, wie Du darüber redest. Vielleicht tu’ ich mir den Film bald mal an…
@Araz,
ja, es ist nicht “schlecht”, im Gegenteil. Ich bin ehrlich, an einige Dinge kann ich mich einfach nicht gewöhnen. Ich brauche es, rauszugehen und die ganze Meute dieser dämlichen Spezies namens “Menschheit” draußen zu sehen. Die Ruhe macht mich nervös, die Zeit, nachzudenken auch, wo ich doch so schon genug nachdenke. Aber wenn ich all diese Dinge abgeworfen habe, genieße ich es. Die Natur hier ist einmalig. Es riecht auch anders. Ich bleibe noch einen Monat. Wenn ich dann zurückkomme, fühle ich mich sicher wieder wie’n Alien. Die Leute hier sind so knuffig… Kaum einer, der eine linkische Ausstrahlung hat. Und es gibt wirklich kaum Häuser ohne ein Blumenmeer an der Hauswand oder einen Garten. Es würde Dir sehr gefallen. Es ist 3 Nummern härter als in der Eifel.
Hähä…
Genieße die Zeit Sherry jan.
Es bedarf nicht viel um sich wohl zu fühlen …
Danke, Jubinilein… Lass Dich mal drücken
*einfach nur sanft mitlächel*
Vorallem sind die Menschen in der Stadt Kalt.
Keiner kennt den anderen und jeder ist für sich. dort wo die Menschen ländlich Leben kann man vorallem die Menschen grüßen die man nicht kennt und die grüßen freundlich zurück.
Im großen und ganzen ist es die kälte die einen in einer Großstadt mitverantwortlich Krank macht
bzgl.
“Das Großstadtkind lächelt.”
Stimme ich zu: Von momo, 01.07.2008, 13:43 Uhr
“*einfach nur sanft mitlächel*
Is das Bild schon mit der Canon gemacht Schatz? :*
@Momoli
Wenn es um Natur geht, bist Du immer sofort da!
@Hiwa jan,
ja, stimmt. Dabei gehört unsere Großstadt ja noch zu einer sehr freundlichen Sorte von Großstadt, ne?
@Schatz,
ich bin die Canon am studieren, bevor ich sie rausnehme. (Und wenn ich ganz ehrlich bin, ich war mir nicht sicher, ob ich sie bei der Wanderung nicht doch zerstöre. Ich wollte erstmal die Lage abchecken. Das nächste Mal traue ich mich und nehme sie mit. Hab’ ja jetzt auch eine Tasche für sie gekauft. Mit der Canon wäre das Bild noch viel schöner geworden, hab’ mich im Nachhinein auch geärgert, dass ich mich nicht getraut habe, sie in die “Wildnis” mitzunehmen)
Liebes, ich kann das mit Großstadt vs. Ländlichkeit nur zu gut nachfühlen, meine Eltern sind ja aufs Land gezogen (Vierhundertundpaarzerquetschteseelendorf), es ist wie Urlaub. Jedes Mal. Und die Menschen einfach freundlich. Deswegen musste ich so lächeln. :)
Neue Canonkamera? Oh, was für eine? *noYgierigoYg*
SO EIN WINZIGES DÖRFCHEN? Krass!!! Aber ohne Auto ist man auf dem Land aufgeschmissen, oder? Gott, wenn ich denke, wie lange ich hier zum Einkaufen latschen müsste. Und diese provisorischen Bushaltestellen…
Ja, ohne Auto geht nix. Bus? Was ist das?! Sammeltaxi gibt es eventuell. ;o) Aber das wollten meine Eltern so. Papa sagt, wenn er von Arbeit kam war der Blick aufs Dorf für ihn dann die Einleitung des Feierabends und jeden Tag wie Urlaub.
Canonkamera, welche? ;)
Sammeltaxi, wie geil! Oh, hatte ich vergessen: EOS 450 D.
Ein schönes Bild hast du da eingefangen, es lässt mich die See vermissen. Bin mal gespannt auf Bilder von deiner neuen EOS, mit diesem Modell habe ich auch schon geliebäugelt, gerade wegen der super Bildergebnisse in den höheren ISO Bereichen (ich verfluche den Mini-Sensor in meiner Kompaktkamera…). Hast du dir auch gleich ein vernünftiges Objektiv dazu angeschafft, oder nutzt du erstmal die Kit-Lens?
Huhu Rezi
Dankeschööön. Das Bild hier ist aber nicht mit der Canon entstanden, sondern mit meiner Sony. Ich bin wirklich zufrieden mit ihr, aber irgendwie habe ich mir eingebildet, dass ich mir schon erlauben kann, mich weiterzuentwickeln… Ich muss die Canon aber wirklich richtig “studieren”. Aber eines kann ich Dir sagen: Schon die Schnappschüsse wirken so “plastisch”. Ganz anders als alles andere, das ich kenne… Ich hab’ das Standard Objektiv genommen. Denkst Du, im Objektiv Dschungel hätte ich gewusst, was ich mir da aussuchen kann? Ich hab’ aber das Praxisbuch für die Canon 450D – und werde mich da schlaumachen. Aber für den Anfang reicht das Standard Teil, wirklich…!
Hast du irgendwo schon Beispiel-Bilder? :)
Nein, leider habe ich die Test-Schnappschüsse gelöscht, um das Löschen zu testen (
) … Aber sobald ich welche habe, setze ich sie online.
Man(n) ist gespannt………
P.S: Irgendwie brech ich mir irgendwie ständig einen damit ab, den Captcha/Code einzugeben… gibts das auch in größer? :P
Sherry jan,
du hast recht das unsere Stadt eine sehr freundliche Stadt ist,
Nun sind die Menschen so mit sich und ihrer Umgebung so unzufrieden geworden das die Kalte
Geselschaft auch die ländlichen gebiete global mit sich gerissen hat.
Sherry jan,
Nun sind die Menschen so mit sich und ihrer Umgebung so unzufrieden geworden das die Kalte
Geselschaft auch die ländlichen gebiete global mit sich gerissen hat.