Ich finde im Moment keine Motive, wie man sieht. Draußen regnet es, und ich möchte meine Cam nicht zerstören. Ich habe außerdem das Gefühl, dass ich die Dinge aus einer ziemlich langweiligen und konservativen Perspektive fotografiere. Ich bin träge und nicht wirklich kreativ. Wenn ein Bild schön wird, dann nur wegen der tollen Kamera oder der hübschen Motive – aber nicht, weil ich wirklich etwas dazu beizutragen hätte. Ich frage mich, was ich eigentlich selber tu’? Die Photoshop-Sessions? Kann man die schon als “künstlerisch” bezeichnen bei meinem Unwissen? Gibt es wirklich eine Art “Talent” für den richtigen Augenblick eines Schusses? Sind die Einstellungen, die man vornimmt, nicht eher technischer Natur, als Künstlerischer? Fotografieren ist gefährlich und kann jede Kunstambition zur Seite schieben, die man sonst noch hatte. Erinnert Ihr Euch, wieviel ich noch zeichnete und malte? Fotografieren ist soviel einfacher und die Resultate um soviel vollkommener als eine Krüppelzeichnung von mir. Aber was tu’ ich beim Fotografieren eigentlich selbst? Was ist von mir? Was gehört der Technik? Ich weiß es nicht. Es ist auch vielleicht egal, solange es so einen Spaß macht.
Sagte ich schon, dass ich es unmöglich finde, wenn jemand schöne Fotos nicht digital nachbearbeitet? Ich kriege dann immer so’n Kribbeln in den Fingern und will selber loslegen und alles bearbeiten. Einfach beschugge. (Was für ein toller, sinnentleerter Blog-Eintrag. Aber ich finde das Bild fast so süß wie meine Quietsche-Ente.)

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Ich persönlich finde deine Zeichningen die mit hingabe für deine eigene Person in dir viel Aussagekräftiger und Künstlerischer.
Was Fotografieren betrieft, ist das du im Moment deines Glücksgefühls beim fotografiern deutlich zum ausdruck bringst das du ein interesse dran hast Das was du schön findest Fotografierst du.
Ausserdem kein meister ist vom Himmel gefallen.
Ich persönlich finde das wenn man über sich selber und noch tiefgründiger Talente künstlerisch endfalten möchte sollte man schreiben, zeichnen, Singen, Musizieren……. .
Beim Fotografieren denke ich zumindest das was man seinem Publikum vorstellt auch bei einigen interesse erweckt. Das hast du doch geschafft.
Hallo Sherry,
bleib so wie Du bist und hör auf Dein Herz.
Zum Leben gehören schwere Entscheidungen, eiskalte Worte, Enttäuschungen, Trauer, Abschied, Verzweiflung; aber zum Glück auch wunderbare Menschen wie Du!
Harri
Also Baby ich denk schon dass man gut sein muss beim Fotos machen. Also bei mir sieht das immer so entweder zu dunkel oder zu hell oder so aus…
Liebes, Du sieht das Fotografierenswerte, Du wählst den Ausschnitt, erkennst die Stimmung und legst all Deine Liebe und Leidenschaft dort hinein, in den winzigen Augenblick des Auslösens. Das sieht man und spürt man, wenn man Deine Bilder betrachtet. Und wenn Du dann noch nachbearbeitest, erschaffst Du ganz individuelle Kunstwerke.
Und ich muss schimpfen, Liebes, Deine Zeichnungen sind großartig und alles andere als Unvollkommen! Unvollkommen ist nur, was nicht mit Herz und Liebe gemacht wird. Immer.
@Hiwa jan,
meine Zeichnungen gefallen Dir sicher mehr, weil die Themen / Motive emotionaler sind, nicht wahr? Das kann gut sein. Liegt aber vor allem auch daran, dass ich z.B. die emotionalen Fotos, die ich mit der Cam mache (Potrait Fotos etc.) nicht hier veröffentlichen kann. Anders als in meinen Zeichnungen handelt es sich hier dann nämlich nicht mehr um imaginäre Personen, sondern um Echte… Ich könnte sie veröffentlichen, wäre ich anonymer hier.
@Harrilein,
danke für diese wirklich lieben Worte… Das ist ein so schönes Kompliment gewesen, danke…!
@Schatz,
also Lichteinstellungen ist nur Technik und Erfahrung. Was hat das jetzt mit Kunst zu tun? Was tu’ ich an den Bildern, was ist von mir? Das war meine Frage… Nicht wie man den Knopf für bessere Belichtung betätigt.
@Momoli,
ach danke… *umarm* … Aber reicht der Augenblick des Auslösens wirklich, um etwas als Kunst zu bezeichnen? Ich bin mir so unsicher in der Fotografie. Willst Du schöne Bilder schießen und Dich verbessern, musst Du dicke Praxishandbücher lesen, die aussehen wie ein Mathematikbuch. Das ist nur Technik… Und die Motive, die man aussucht, sind auch nicht von einem Selbst. Bäume, Blumen, Tomaten, Seen ist die Kunst der Natur, nicht meine Eigene. Es gibt aber Bilder / Fotografen, die wirklich Kunst betreiben. Einer meiner Lieblingsfotografen ist Mehmet Urgut. Er ist extrem in allem, was er fotografiert. Seine Darstellungen sind genauso schön, wie sie grotesk sind. Wenn Du Lust hast, schau Dir mal seine Galerie an. Das gilt auch für die Anderen…
Bis dann, meine Lieben…

respekt! habe mir gerade deine fotos angeguckt und bin völlig angetan, vorallem von den dom-bildern! ….wunderschön! habe so einige ecken hier in köln wiedererkannt…:-)
lg aus der “nachbarschft”
Du hast getes Salighe und wie ich gesehen habe ist er mit seinen Fotografien wirklich ziemlich extrem und war im rüberbringen(Positiv gemeint)
Einiges was mir gefallt: Frappante, aH costansha, lene
Das was ich für taslim halte ist dieses Bild: is that enough. Zeigt ein kindliches Gesicht, da sind die Grundzüge der Nymphomanie für mich sichbar und dieses künstliche Selbstbewustsein.
Für mich erzält das die Geschicht einiger Menschen. Eine traurige geschichte und das ist eben nicht das was ich für gut halte.
DAs Bild ist schön Aber das was es aussagt ist überhaupt nicht schön.
Nun das Zeichnen gefällt mir persönlich mehr weil man in dem Moment wo man die person Live zeichnet tut man es mit eigener Hand.
Ich finde das Fotografie eine eigene Difination hat wie alles das in der Weld der Kunst exestiert.
Hm Schatz also man muss schon nen Gefühl haben für das Licht. Ich mein Knöpfe drücken klar… aber man muss die ja so drücken dass dann alles richtig is
Hm. Ich bin immer noch fest der Annahme, der Fotograf (oder die Fotografin :) macht das Foto. Bessere Technik lässt dir nur mehr Freiraum in Deiner Kreativität. Ich glaube, das ist so ähnlich, als wenn du nur mit “einfachen” Filzstiften etwas malst oder halt mit “besserem” Equipment, wie Copics oder Tria Markern, in denen du viel mehr Farbauswahl zur Verfügung hast (und die Farben genial sind) und auch Farben blenden kannst. Im Endeffekt nützt dir weder der einfache Filzstift noch ein “High-Tech” Marker etwas, wenn du nicht zeichnen kannst. Vielleicht hinkt der Vergleich ein wenig, aber was solls — ich hinke auch :)
Hallo Sherry,
die Kommentare zu „My Lunch“ lassen mich „weniger gut schlafen“.
Aus Erfahrung weiß ich, wenn Frauen sich etwas in den Kopf gesetzt haben, ist es so gut wie unmöglich, ihnen dieses wieder auszureden.
Auf der einen Seite ist dieser Weg „Willst Du schöne Bilder schießen und Dich verbessern, musst Du dicke Praxishandbücher lesen, die aussehen wie ein Mathematikbuch.“ weniger Dein Ding,
auf der anderen Seite gibt es andere Möglichkeiten.
Selber ermöglichte mir Zen, nicht nur für mich, erfolgreichere Ergebnisse zu erzielen. Ich finde es fantastisch, sich unmittelbar auf der einen Seite „Zen in der Kunst des Bogenschießens“ und auf der anderen Seite „Bogensport“ anzusehen.
Harri
@Rezilein,
hm, ja. Ich finde, der Vergleich hinkt tatsächlich etwas. Weißt Du, zeichnen ist Technik pur. Auch, wenn Du nur mit einem Stück Kreide zeichnest – so musst Du die Technik beherrschen, um Deine Emotionen mit Hilfe Deiner Technik veräußern zu können. Dennoch habe ich verstanden, was Du gemeint hast. Ich für mich konnte die Frage trotzdem noch nicht wirklich beantworten. Wenn ich “Stillleben” fotografiere, sieht es oft “hübsch” aus, aber nicht besonders ausdrucksstark. Meine Portraitaufnahmen hingegen weisen sehr viele “technische Fehler” auf, aber sind durch die Motive (Menschen) einfach nur wunderschön. Aber nicht ich mache das Foto “so toll”, sondern die Motive. *fasel* Ach, ich weiß nicht. Ist im Grunde auch egal, denn wie gesagt, fotografieren macht einfach Spaß.
@Harrilein,
mach’ Dir keine Sorgen, mein Praxishandbuch sieht gar nicht so übel aus. Da sind schöne Bilder drin und die Effekte, die man mit der Technik erzeugen kann, kann man sofort ausprobieren & sich in seinen Kopf brennen. Ich glaube, je mehr ich über die Technik weiß, desto freier ist meine Hand, Dinge zu realisieren, die in meinem Kopf als Vorstellung einer “Kunst” rumschwirren. Oder so… Schreiben fällt mir gerade sooo schwer. Haha.
Wow, wirklich tolle Bilder bei M. Urgut.
Danke für den Link !