Ich finde im Moment keine Motive, wie man sieht. Draußen regnet es, und ich möchte meine Cam nicht zerstören. Ich habe außerdem das Gefühl, dass ich die Dinge aus einer ziemlich langweiligen und konservativen Perspektive fotografiere. Ich bin träge und nicht wirklich kreativ. Wenn ein Bild schön wird, dann nur wegen der tollen Kamera oder der hübschen Motive – aber nicht, weil ich wirklich etwas dazu beizutragen hätte. Ich frage mich, was ich eigentlich selber tu’? Die Photoshop-Sessions? Kann man die schon als “künstlerisch” bezeichnen bei meinem Unwissen? Gibt es wirklich eine Art “Talent” für den richtigen Augenblick eines Schusses? Sind die Einstellungen, die man vornimmt, nicht eher technischer Natur, als Künstlerischer? Fotografieren ist gefährlich und kann jede Kunstambition zur Seite schieben, die man sonst noch hatte. Erinnert Ihr Euch, wieviel ich noch zeichnete und malte? Fotografieren ist soviel einfacher und die Resultate um soviel vollkommener als eine Krüppelzeichnung von mir. Aber was tu’ ich beim Fotografieren eigentlich selbst? Was ist von mir? Was gehört der Technik? Ich weiß es nicht. Es ist auch vielleicht egal, solange es so einen Spaß macht.

Sagte ich schon, dass ich es unmöglich finde, wenn jemand schöne Fotos nicht digital nachbearbeitet? Ich kriege dann immer so’n Kribbeln in den Fingern und will selber loslegen und alles bearbeiten. Einfach beschugge. (Was für ein toller, sinnentleerter Blog-Eintrag. Aber ich finde das Bild fast so süß wie meine Quietsche-Ente.)