Peyman sitzt mit seinem fetten Gamer-Headset an seinem lahmen Rechner und schaut sich einen schwarzen Bildschirm mit irgendwelchen Daten, User-Lists und “wichtige Strategien” an, die es gilt, für dieses überaus wichtige, realistische Kriegs- und Strategiespiel einzustudieren. Dieser ernste Typ, der alles an mir, was spielerisch und kindlich ist mit einem überheblichen Schmunzeln und einer Art von “liebevoller Toleranz” betrachtet, fängt gleich an, “total ernsthaft” loszuballern und “wichtige Strategien” zur Eroberung und Selbsterhaltung zu entwickeln. Was soll Frau dazu sagen? Kopftätscheln sollte da reichen. (Gerade fiel der Satz: “Hier geht es um LEBEN und TOD! Hier geht es um KRIEG. Hier muss man Strategien entwickeln, herausfinden, ob 2.3 besser ist oder 4.5 oder… – ich habe ihn dann ausgelacht und einen hammer Biss in meinen Oberarm kassiert! Unfassbar!)
Nun zu etwas anderem. In den letzten Tagen habe ich wieder bemerkt, wie sehr mich Bilder, Fotos, Farben glücklich machen. Ich weiß nicht mal, ob ich da von “Glück” reden kann, aber ich empfinde eine Art “Erfüllung” bis hin zur Euphorie bei farbintensiven Bildern. Man könnte es fast mit einer Art “Rausch” beschreiben, der meinen ratternden, mich nervenden Verstand in die Knie zwingt und mich kurzfristig von ihm befreit. Einige Momente lebe ich dann nur sinnlich und absolut un-verkopft. Meine Synästhesie verstärkt das alles natürlich und überfordert mich angenehm.
Kunst (ob nun Fotografien, Malerei, Musik, Tanz oder auch Poesie) kann mich auf zwei verschiedene Arten betören: Einmal reicht die reine Ästhetik der Kunstart schon aus, damit ich emotional erfüllt reagiere, und einmal ist es die Stärke des emotionalen, moralischen oder spirituellen Ausdruckes, der mich völlig in Besitz nimmt und sich selbst fühlen lassen kann. Ich liebe alles Darstellerische. Nur, wenn eine Person anfängt, sich durch Eigenlob, Lügen, Unehrlichkeiten und Verzerrungen seiner Persönlichkeit zu über-darstellen, wende ich mich gelangweilt bis angewidert ab.
Nun ein paar Eindrücke von vorgestern… (Anklicken und vergrößern)

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Sehr schöne Bilder Schatz. Und das mit dem Krieg spielen is irgedn wie Universal bei allen Typen das muss genetisch sein. Werd das nie verstehn wie man Zeit für so was benutzen kann..
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Ehrlichgesagt verstehe ich soetwas. Ich interessiere mich aber weniger für Ballerwerkzeug, viel mehr für Schwerter und Rüstungen – und Magie als Waffe.
Die Bilder ja. Also, ich liebe diese verfickt geile CANON!
Ich habe die Bilder schon bei studi gesehen :D Der see gefällt mir besonders :p
Magie…Schwerter…..World of Warcraft xD oh man wenn ich es nur wieder anfange zu spielen dann komme ich nicht mehr los von den Pc :p
Ja, Patryk! Wobei ich sagen muss, dass ich das noch nie gespielt habe! Aber ich weiß, dass ich darauf stehe, weil ich soetwas gerne mit Stock und Verkleidung in Real gespielt habe auf dem Spielplatz.
Ich hatte auch immer ein Fable für He-Man, Xena etc.
Musst du mal probieren…aber nicht auf dem normalen server…..ich finde nicht dass es sich lohnt jeden monat dafür zu bezahlen oder so :p ich spiele lieber auf kostenlosen xD
HeMan,Xena…….X-Men sind immer noch die besten xD Ich habe früher immer im Real X-Men gespielt

Deine Bilder … einfach überwältigend!
Ich spiele sehr gern „Tomb Raider“; nicht nur wegen der attraktiven Lara Croft.
Soso, Patryk. Du kennst He-Man noch? Also die ALTE Version? Du bist doch keine so alte Oma / Opa wie ich!
Ich weiß auch nicht. Aber ich liebe Helden. Ich hab’ auch immer selber gerne Heldin gespielt. Wie gesagt, XENA … Ach.
@Harri,
daaaaaanke. Gefallen sie Dir? Das freut mich echt.
Lara Croft habe ich noch nieee gespielt, obwohl ich sie und ihr Auftreten immer total toll fand. Ich stehe auf üppige Formen. Alle Heldinnen haben üppige Formen. Warum wohl?
Na klar kenn ich den :p Ich bin ya auch shcon 18….omg so alt :p wenn ich mich recht erinner habe ich den in geguckt als ich in der 2ten klasse war :D
Sherry jan,
Für mich ist genau der letzte satz interessant, denn genau diese art von Menschen verschleiern ihre Persönlichkeit. Über-darstellen gehört dazu, denn das ist nicht mal ein halbweges gesundes Darstellen.
Siehst du mich auch als sowelchen:
“Nur, wenn eine Person anfängt, sich durch Eigenlob, Lügen, Unehrlichkeiten und Verzerrungen seiner Persönlichkeit zu über-darstellen, wende ich mich gelangweilt bis angewidert ab.”
Sag mal Sherry, bist Du wirklich Synästhetiker? Das ist ja ein ganz besonderes Phänomen. Ich habe noch nie jemanden gekannt, der darunter “leidet”, aber mich schon immer dafür interessiert.
Hast Du Dich schon mal untersuchen lassen? Du würdest wahrscheinlich Geld damit verdienen. Die Unis zahlen bestimmt gut wenn sie von Dir hören.
Für die Nicht-Wissenden und damit keiner denkt Sherry hat etwas “komisches”: Synästhesie ist die Kombination von Tönen und Farben in der Wahrnehmung. Der Synästhetiker hört einen Ton und sieht gleichzeitig eine Farbe dazu. Das lässt sich sogar fest der Tonleiter zuordnen d.h. ein A (LA) erzeugt bspw. immer gelb oder ein C (DO) immer rot etc. Stimmt’s Sherry?
Hochinteressantes Forschungsgebiet und aktuell im Trend :-)
@Wolfgang,
nein, ich hab’ mich nicht untersuchen lassen. Ich wusste nicht einmal, dass es soetwas gibt. Ich hab’ nur gemerkt, dass Farben bei mir mehrere “Sinne” anregen oder auch Gerüche sich plötzlich mit Farben kombinieren. Auch Melodien. Aber nicht immer, hm. Irgendwann habe ich im Internet darüber gelesen. Obwohl mir diese Sinnesverknüpfungen sehr bekannt vorkamen, konnte ich mich dennoch nicht einkategorisieren. Aber untersuchen will ich mich nicht lassen. Aus einem einfachen Grund: Ich will diese Sache nicht “entzaubern”. Dass meine Synästhesie anders ist, merke ich auch daran, dass sie sehr stimmungsgebunden ist und auch “spirituelle” Auswirkungen auf meine Wahrnehmung hat. Ich glaube z.B., dass sie für Präkognitionen bei mir verantwortlich ist bzw. diese verstärkt.
Hast Du Präkognitionen die wirklich eingetroffen sind? Also Dinge die sich nicht durch Zufall erklären lassen?
PS: Ich verstehe das mit dem “Entzaubern” gut. Ich hab nur an den schnöden Mammon gedacht :-)
Hallo Sherry,
die Kommentare #11 bis #13 finde ich sehr interessant. Ich staune über „spirituelle“. Du bist nicht die einzigste Iranerin, die dieses Wort verwendet. Selber kann ich mir nur weniger gut eine spirituell orientierte Iranerin vorstellen. Selber betrachte ich diese Phänomene immer wieder von der wissenschaftlichen Seite.
@Harri jan,
vielleicht habe ich das Wort “spirituell” falsch angewandt, ich weiß es nicht. Aber dennoch interessiert mich, warum Du Dir eine spirituelle Iranerin nicht vorstellen kannst? Menschen aus dem Orient haben meiner Erfahrung nach viel mehr Zugang zu ihren “medialen Kräften” als der Westler, der Vieles sozialisationsbedingt verkopft betrachtet. Oder? Vielleicht haben mediale Tendenzen aber gar nichts mit Spiritualität zu tun und ich habe das Wort total falsch angewandt.
@Wolfgang jan,
es gibt keine Zufälle – oder schaffst Du es, Zufall anders zu definieren als einen Umstand, den man als Zufall betiteln muss, weil man die Faktoren, die dazu geführt haben, einfach nicht kennt? *zwinker* – Präkognitionen sind vielleicht gar kein “Hokus Pokus”, sondern noch sehr wohl eine Leistung unseres Gehirns und seiner Kombinationsfähigkeit. Wer weiß? Vielleicht neigen besonders jene Menschen zu Präkognitionen, die einen sehr dünnen Zugang zu ihrem Unterbewusstsein haben und die Informationen, die dieses ihnen bietet mit denen, die im Bewusstsein herumschwirren, sehr gut mitverwerten können? Wir wissen es noch nicht.
Jedenfalls hatte ich einst ziemlich überraschend genaue Präkognitionen. Einmal in Form von Träumen und dann auch einfach mitten am Tag durch sehr vertiefte Gedanken, in denen ich dann Geschehnisse und Bilder gesehen habe, die dann genau so passiert sind. Zwischen 16-20 war das ziemlich auffällig ausgeprägt. Besonders in depressiven Phasen, muss ich dazu sagen.
Seit ein paar Jahren ist dieses Mediale in mir abgeschwächt. Ich bin zwar noch “medialer” als der Durchschnitt, aber ich traue weder meinen Gefühlen, noch meiner Intuition, weil ich einfach zuviele, geballte, negative Bekanntschaften gemacht habe, die mir einwenig den Glauben an meine Intuition und Menschenkenntnis genommen haben. Das – und meine Verkopfung und mein Hang zur Analyse (vor allem inzwischen deshalb, um mich nicht mehr negativ überraschen zu lassen), haben einige Sensoren in mir zum Schlafen gebracht. Dass ich aber etwas medialer bin als der Durchschnitt ist wohl schon einigen Menschen an meiner “Empathiefähigkeit” aufgefallen. Ich kann mich manchmal so dermaßen in Andere hineinversetzen, dass ich mich dabei verlieren kann. Aber auch das ist (zum Glück) inzwischen abgeschwächt. Ich muss die Grenzen wahren, bzw. selber kontrollieren können, wann ich reingehe in eine Person und wann ich wieder rausgehe.