Es gibt Tage oder Phasen, in denen mir das Ordnunghalten schwer fällt. Es ist keine Gleichgültigkeit gegenüber der Unordnung – im Gegenteil – es zerkratzt meine Nerven, macht mich aggressiv, unleidlich, orientierungslos und wütend. Aber ich kriege mich einfach nicht dazu aufgerappelt, loszulegen. Irgendetwas kommt mir immer dazwischen und ist wichtiger – dabei sind es meistens nur meine chaotischen Gedanken und Gefühle.
Und jetzt kommt auch der Grund, warum ich Unordnung hasse: Oft sieht man an der Unordnung in meinem Zimmer, was bei mir im Kopf eigentlich so “herrscht” – und das ist an solchen Tagen oder in solchen Phasen eben das reinste Chaos. Ungeordnete, aus verdrängungstechnischen Gründen nicht einmal halb zu Ende gedachte Gedanken schwirren in der dumpfen Dunkelheit meiner Kopfwände umher und geistern vor sich hin. Machen “Huuuu huuuuu…”, um mich immerwieder zu erschrecken, aber weiterhin unerkannt zu bleiben. Irgendetwas in mir will einfach weder zu Ende denken, noch die Dinge dort einräumen, wo sie hingehören. Und so geben sich die Schlampigkeit in meinem Zimmer und die in meinem Kopf die Hand und ärgern mich innerlich und äußerlich von hier nach da – immer schön tretend und triezend von einer Ecke in die Andere und lachen mich aus.
Das lasse ich mir meistens nur drei Tage gefallen – und dann klatsche ich sie beide mit einer einzigen Schlag gegen die Wand und stutze sie – Chaos innen und Chaos außen – zurecht, verweise sie ihres Platzes, benenne und etikettiere sie mit einem hässlichen Stempel, der sagt: “Ich weiß, wer Du bist und was Du willst – welche Funktion Du hast und wo Du verdammtnochmal hingehörst! Punkt!”
Egal, ob die spukenden Gedanken/Gefühle oder die wirren Gegenstände in meinem Zimmer. Beiden ereilt das selbe Schicksal, wenn ich erst einmal mit dem Aufräumen beginne. Dabei ist es überhaupt nicht von Relevanz, ob ich mit meinem Kopf anfange oder mit meinem Zimmer – das Eine führt zum Untergang des Chaos im Anderen.
Heute fange ich glaube ich mit meinem Zimmer an…


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Und was Du wissen solltest: Schokopudding mit dem Zeigefinger essen, schmeckt ca. 2 Mal leckerer. Hab’ ich gerade probiert – heftig!
Probier mal eine Milchschnitte auseinander zu nehmen und die Teile getrennt zu essn.
:D
Pöh, machst Du Witze? Das mach’ ich schon, seit ich das erste Mal Milchschnitte gegessen habe. HAMMER… Quetsch’ mal eine Milchschnitte in ein Brötchen und beiß rein – oder lieber 2!
Nochwas anderes: Hol’ Dir vom Bäcker Brötchen, die noch weich sind (also noch nicht im Ofen waren). Nimm die nach Hause, roll sie platt und beleg sie wie eine Pizza. Resultat: Du hast eine viel leckerere Pizza mit ca. 2 Mal weniger Kalorien.
Dein erster Absatz spiegelt mich auch wieder. Ich mache nicht sauber, aber in Gedanken bin ich dabei und will es ja auch. Doch ich kann mich nicht aufraffen, bin wie festgeklebt. Und diese Hilflosig- und Antriebslosigkeit macht mich auch aggressiv und wütend gegen mich selbst und gegen meinem Mann, weil er halt in der Nähe ist und doch selbst mal mit anfassen könnte. Zum Glück hatte ich das schon länger nicht mehr. Aber dieses Gefühl von…das ist schon überwältigend beschissen.
Ja, ne? Man fühlt sich dann wie gelähmt. Und flucht die ganze Zeit, weil man die Unordnung auch gar nicht aushält. Es gibt ja unordentliche Menschen, die können gut mit der Unordnung leben. Aber mich macht sie nervös und aggressiv. Doppelt-Beschissen.
Männer, naja. Mein Mann hält sich ja für ordentlich.
Meiner hält sich nicht für ordentlich und ist es auch nicht. Im Gegensatz zu mir, fühlt er sich in Unordnung auch nicht unwohl. Nein, ganz im Gegenteil, er bemerkt sie erst gar nicht. Dementsprechend, wird er sich wohl wohlfühlen. Das verschärft die Situation auch nicht unerheblich, wenn es denn mal kracht.
Toll, ich hatte den Eindruck Du beschreibst mich. Ist mir echt noch nie passiert…
lg
B