Ich könnte ja mit ein paar Dingen anfangen. Vielleicht muss ich, bevor ich das positive Denken lerne, erst einmal positiv handeln – bzw. so tun, als würde ich positiv denken. Wie das gehen soll? In ganz winzigen Kleinigkeiten des Alltags. Ich führe jetzt aus, Achtung.

In den letzten Jahren sind einige Dinge passiert, die mir die “Rosa-Rote”-Brille vom Gesicht gerissen haben. Nennen wir sie “Dinge”, dabei meine ich vorwiegend “Menschen”. Ja, mir sind “Menschen” passiert, die mir die illusorische Brille niedergerissen haben – und noch mehr. Denn hätte ich einfach nur angefangen, die Dinge realistischer zu betrachten, so hätte ich diesen Personen sogar gedankt. Doch was geschah, war etwas völlig anderes: Statt rosa, sah ich schwarz. Und schwarz ist – in Bezug auf unsere Realität und unsere Welt – genauso unrealistisch wie rosa. Sind wir uns da einig?

Dieses Schwarzsichtige hat sich verändert. Langsam, schleichend, schmeichelnd. Das habe ich soeben vernommen, deshalb werde ich mich anpassen. So, nun ein paar kleine Veränderungen, die ich mir vorgenommen habe gerade. Ich werde ein paar “Neurosen” fallen lassen und durchatmen. Das heißt konkret:

1. Meinen Instinkten / meiner Intuition vertrauen. Nicht jeder Mensch wird von mir per se falsch eingeschätzt, nur weil ich ihn warmherzig und vertrauenswürdig finde. Ich werde meinem Gefühl trauen, wenn mich auch nicht direkt öffnen.

2. Meiner Fähigkeit, Dinge richtig zu erledigen, vertrauen. Wenn ich wichtige Formulare ausfülle, werde ich sie nicht mehr 10 Mal nachkontrollieren, sondern nur noch ein Mal. Meine Wahrnehmung muss nicht falsch sein, nur weil Chaos in meinem Kopf herrscht. Ich neige gar nicht ständig zu Fehlern, nur weil ich mir nicht das zutraue, was ich mir eigentlich zutrauen könnte.

3. Ich will nicht mehr das “Schlimmste” erwarten, nur um mich vorzubereiten. Viele “Vorbereitungen” auf das Schlimmste haben mir nur geschadet und mir Stunden, Tage, Wochen voller panischer Sorge und Angst bereitet – und am Ende stelte sich alles als harmloser heraus, als vorher gedacht. Nicht jede Anomalität des Alltags weist auf eine Katastrophe hin. (Natürlich gab es auch Fälle, in denen ich Recht hatte. Genau diese Bestätigungen sind es, die mir diesen Punkt erschweren werden).

4. Nicht jeder Misston oder jede andersartige Gestik und Mimik mit einem Schuss weniger Wärme meines Gegenübers findet seine Begründung in mir und meinem Verhalten. Mein Gegenüber muss gar nicht sauer oder enttäuscht von mir sein. Vielleicht ist sie genauso schlecht drauf, wie ich es manchmal bin, wenn ich grimmig durch die Gegend schaue.

5. Das Vertrauen darauf, dass ich – wenn schon nicht mehr Glück als andere haben muss (was ich aber manchmal eben doch habe) – dann wenigstens nicht mehr Pech haben muss. Das Leben meint es nicht weniger oder mehr schlecht oder gut mit mir als mit anderen auch. Betrachtet man eine ganze Lebenszeitspanne, kommt dabei vielleicht ein ganz durchschnittlicher Wert raus, was die negativen und positiven Gegebenheiten angeht.

6. Ich werde ab heute mehr Gutes erwarten, als Schlechtes. Das Schlechte ist eine Seltenheit, die Basis in meinem Leben ist eigentlich immer gut gewesen.

7. Meine Verhaltensänderung zur Einstellung werden lassen.

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Dada hat ihr Handy wieder. Ihre Androhung per SMS lautet:

“Bin back im SMS-TERROR-BUSINESS :turban:

Gott o Gott…