Es würde viel zu berichten geben, wenn ich zum berichten käme. Deshalb berichte ich jetzt einfach, dass zwar theoretisch viel News-Stoff vorhanden ist (zumal ich ja seit Ewigkeiten nicht mehr wirklich schreibe, zumindest nicht hier), aber ich zu nichts mehr komme. Deshalb erzähle ich mal Belangloses.

Peyman hat mir jetzt ein winziges, hübsches, schneeweißes Diktiergerätchen gekauft, weil ich inzwischen in den Vorlesungen sitze und Hausaufgaben erledige oder für anstehende Prüfungen lerne, anstatt zuzuhören, aber wegen der Anwesenheitspflicht eben anwesend sein muss. Um die Vorlesung dann doch irgendwann zwischen der Pforte der Wachheit hin zum süßen Schlaf hören zu können, habe ich jetzt Madame Noghli mit Stöpsel und MP3 Player Specials an meiner Seite. Als er damit ankam, die Hübsche aus ihrer Packung holte, strahlte ich über beide Ohren aber zeigte ihm auch gleichzeitig den Vogel mit der bedeutenden Frage: “Wie bitte soll das winzige, hübsche Ding in einem stinkenden, lauten Vorlesungssaal die dünne, piepsige Stimme der Dozentin aufnehmen?” “Das geht schon. Wart’s ab. Versuch’s gleich morgen.”

Gesagt, getan. Es klappt. Ich glaube, ich habe sogar den schleichenden Furz eines Kommilitonen drauf. Man hört regelrecht, wie er sich Mühe gegeben hat, den lauten Furz in einer komplexen Muskelentspannungsakrobatik (immer nur ein bisschen, aber bloß nicht zuviel loslassen) sanft rausgleiten zu lassen und nicht mit vollster Durchschlagkraft wie es sonst Männer gerne tun. Soll ich weiter erzählen? Nicht? Na gut.

Etwas Witziges ist heute passiert, und ich würde endlich gerne wissen (nach ungefähr 100 solcher Fälle), wie man soetwas erklären kann: Ich habe eine Kommilitonin, die mir sympathisch ist, aber mit der ich eigentlich überhaupt nichts zu tun habe, zumal wir jetzt im 2. Semester keinen einzigen gemeinsamen Kurs haben. Ohne mich mit ihr in diesem Semester unterhalten zu haben, träumte ich am Wochenende von ihr. Im Traum war sie hochschwanger. So penetrant, wie ich nun mal bin, sehe ich sie heute in der Uni, gehe auf sie zu, grüße sie und sage ihr:

“Ich habe am Samstag von Dir geträumt.”
“Echt? Von mir? Was denn?”
“Dass Du hochschwanger bist.”

Die Kommilitonin wird blass. Ich schaue sie verstört an. Sie schaut verstörter zurück. Reißt die Augen auf, formt ihren Mund zu einem o, ich übernehme den “Dialog” und sage etwas sehr Intelligentes wie:

“Sag bloß…”
Sie schweigt.
“Im Ernst?”, frage ich laut.
Sie nickt.
“Woher weiß ich das?”, frage ich.
“KEINE AHNUNG WOHER WEISST DU DAS?”

Ö.

8-O

Gute Nacht.