Der Alltag ergraut Dein schönes Gesicht,
nimm’ ihm die Macht,
komm’: fall’ in mein Licht
Lass’ Deine stern’klaren Augen
sich zum Halbmond schließen
Und all ihre Tränen
auf meinen Schoß ergießen
Lass’ nicht ab von Deinen alten Träumen
Wenn auch die einen unerfüllbar sind
sie schützen den Kern in Dir:
Dich als sorgloses Kind
Lass’ uns über die elysischen Felder laufn’,
die Liebenden zählen
und in ihre pochenden Herzen schaun’
Lass’ uns durch das Tor zur Hölle gehen,
und dem Teufel zeigen,
dass – wenn wir vereint -
auch seine Folterinstrumente
mit besänftigenden Blumen
versehn’
Lass’ ab von all den Streichen
Deines Verstandes,
sie kühlen Dein Lächeln,
sie kühlen die Hoffnung,
die Du einst fandst
Lass’ ab vom heißen Geflüster
Deiner Wut,
sie verbrennt Dein’ Leib,
sie verbrennt Dein Gemüt
Der Alltag ergraut Dein schönes Gesicht,
nimm’ ihm die Macht,
komm’: fall’ in mein Licht