Heute scheine ich vor allem die Einsamkeit eingefangen zu haben. Außer bei Mutter und Sohn erscheinen mir alle gedankenversunken, von ihrer Umgebung isoliert und müde vom Versuch, eine Verbindung zu den anderen und ihrer Welt einzugehen.
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Kategorie "Melancholia"
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28.10.2011, 20:54
In sich gekehrt
18.10.2011, 21:03
Denn im Vogel ist das Wort
Wortkarg, seelkarg. Das Wort stockt. Ergießen tut sich nur die Sehnsucht nach ihm. Gedankenverlust und Gefühlsfeigheit geben sich die Hände und tanzen im Kreis. Und im kleinen Jahrmarktkarussel des Waffenstillstands spiele ich nicht einmal die Nebenrolle. Ich stehe daneben, geschlossen, isoliert, ratlos – und doch erleichtert, weil vom Reden befreit, zum Schweigen verdammt und doch gegen das endgültige Erliegen gefeit. Das ist gut. Ein gütiges Gut. Solange lausche ich eben der Musik, bis das Wort wieder kommt. Solange sehne ich mich nach der Klarheit der Konturen eines sinnvollen Textes, bis das Wort wieder kommt. Solange beobachte ich den Flug des Vogels. Denn in ihm ist das Wort, bis das Wort wieder kommt. Weiterlesen… » 11.10.2011, 15:43
Schicksalsnacht
Unermüdlich kraftentleert Altgedacht und Schlafend wieder 01.10.2011, 22:00
Denn sie haben eine Seele
Heute waren wir im Tiergarten. Ich bin das letzte Mal vor ein paar Jahren dort gewesen, obwohl ich Tiere wirklich sehr liebe. Sie geben mir viel Ruhe, und ihre Authentizität erfüllt mich mit Zufriedenheit. Eigentlich war ich dort, um viele, bunte, schöne Bilder von ihnen zu machen und bemerkte etwas, das mir damals nicht wirklich auffiel, als ich noch nicht fotografierte. Die Tiere wirkten müde, sie waren weniger aktiv, als man sie in ihrer natürlichen Umgebung erlebte (in Dokumentationen natürlich). Ihre Lebensräume kamen mir plötzlich so eng vor. Und immer, wenn ich sie fotografieren wollte, störten mich auf den Bildern die Gitter und Seile, die Glaswände und Mauern. Als ich die Bilder hochlud, machten sie mich etwas traurig, obwohl ich mich sehr gerne an ein paar schöne Situationen mit ihnen erinnerte. Ich fragte mich wie so oft, warum wir Menschen uns so viele Rechte über andere Wesen heraus nehmen. Wieso verfrachten wir Tiere aus anderen Ländern in Kisten und Schiffen nach Deutschland und sperren sie ein? Warum gehen wir in einen Tierpark, um überhaupt noch eine Beziehung zur Natur zu finden? Warum verändern wir das natürliche Verhalten dieser Wesen, nur um sie begaffen zu können? Ich entschied, die Bilder in Schwarz-Weiß zu bearbeiten, anstatt die Farben zu intensivieren, damit ihre Seelenfarben nicht vom schönen Bunt und Grün der Umgebung verdeckt werden. Denn sie haben eine Seele. 30.09.2011, 10:23
Joséphine
“Deine Augen sind “Meine Augen sind “Du weißt doch, Liebste
Text, Design & Photos by Sherry Iranique. Copyright © 2010 Sherry Iranique. All rights reserved.
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