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Die soziale Evolution und ihre Fettsäcke
Wir schreiben das Jahr 2008. Die Menschen sprechen von “großen Fortschritten” und “sozialer Evolution”. “Menschenrechte” werden in fettgedruckter Schrift plakativ und hoch gepriesen an unsere Hochhäuser gepflastert, hinter deren Wänden eine alte, verlassene Mutter schon viele Tage tot in ihrem Erbrochenen liegt, bis der penetrante Verwesungsgeruch den Nachbarn belästigt. Ja, belästigt. Darin sind die kleinkarierten Mitgenossen hier ganz gut: Den Zeigefinger zu erheben, wenn sie sich belästigt fühlen, aber konsequent wegzuschauen, wenn eine junge Frau in der S-Bahn von einem Betrunkenen vergewaltigt wird. 
 
“Ich weiß nicht genau, ich habe das letzte Mal vor vier Monaten mit meiner Mutter telefoniert. Ich habe mich auch gewundert, dass sie sich nicht mehr meldet, aber ich hatte soviel um die Ohren, Sie wissen schon, Verpflichtungen.”, antwortet der junge, vielbeschäftigte Vater ratlos und weiß in dem Moment noch nichts von dem ähnlichen Schicksal, das ihn ereilen wird in der Einsamkeit der Stunde seines Todes, weil in dieser „humanen“ Gesellschaft Väter und Söhne miteinander brechen, als würden sie sich einer abgetragenen Unterhose entledigen. “Ja, natürlich. Ich verstehe schon. Verpflichtungen”, nickt der Beamte mechanisch, ohne dabei einen Gedanken darüber zu verschwenden, die tote Mutter hätte wenn schon nicht zur Kategorie „Liebe & Familie“, dann doch wenigstens zur Kategorie „alltägliche Verpflichtungen“ gehören können – nein müssen
 
Die Wissenschaft wird hoch gelobt. Die “Wunder der Medizin” häufen sich von Tag zu Tag, Genmanipulation, Gentechnik, Krebsforschung – wundervolle Aussichten werden raus geschrien wie auf dem Bazar: “Alterungs-Gen wurde entdeckt und kann entschlüsselt werden – ist das die Realisierung der ewigen Jugend?” Wohlhabende Menschen schließen groteske Verträge ab, in denen besiegelt wird, dass sie nach ihrem Ableben ihren Kopf abtrennen und einfrieren lassen für den Fall, dass die Medizin in zig Jahren so weit ist, dass sie es schafft, den Kopf auf einen neuen (am besten jungen und makellosen) Körper eines nicht so gut situierten Unfallopfers anzunähen und ihn wieder zum Leben zu erwecken. Die richtig Reichen suchen sich die angenehmere Variante aus und lassen sich ganz-körper einfrieren. 
 
Ein verrückter Professor macht derweil schon seine ersten Experimente in dieser Richtung – mitten in seinem Grusellabor, legt er zwei halb-narkotisierte Schimpansen nebeneinander und vertauscht ihnen die amputierten Köpfe, um zu sehen, ob es denn “theoretisch” möglich wäre, einen Organismus auf diese Art und Weise weiter am Leben – entschuldigen Sie – atmen zu erhalten. “Alles eine Sache der Technik. Eine Sache der Wissenschaft - bald sind wir soweit, meine Damen und Herren, dass die Schimpansen dabei nicht nur halb-komatös und schmerz-gepeinigt auf dem OP-Tisch liegen, sondern richtig munter rumhüpfen.”  
 
“Das Universum ist unendlich - und wir haben die Macht!” - immer wieder neue Sensationen, immer wieder neue Wundermittel - und synchron dazu immer wieder neue Krankheiten, Plagen, unaufhaltsame Epidemien - wie zum Beispiel das „Altern“.  
 
Wie unglücklich die Pharma-Mafia - ich meine die Industrie - doch wäre, gäbe es keine Krankheiten in gut-situierten Gesellschaften. Wie sehr würde das Geschäft darunter leiden? “Arbeitet diese Industrie wirklich an den Gegenmitteln oder doch schon an der der Konstruktion der Krankheiten von morgen?” Die Frage wird immer offen bleiben - die Antwort stets versiegelt. Nach zwei Sekunden schon – nach recht gut konditionierter Manier – tun wir unsere Gedanken als Paranoia ab. Und wenn uns nicht gleich etwas zu Konsumierendes wie Sex, Gewalt, Drogen, menschliche Schicksale, Handys oder Schokolade über den Weg läuft, bleibt sogar doch noch der bittere Nachgeschmack der subtilen Zweifel länger an uns haften, als eigentlich von “da oben” aus den Zentren des “demokratisch-liberalen Staates” gedacht war. Doch Zweifel können sogar bei den Hellsichtigen durch einwenig „Fun“ verschwinden, sogar noch dann, während man nebenbei aus irgendeinem der vielseitigen Medien entnimmt, dass die Pharma-Industrie keine AIDS-Medikamente an afrikanische Länder verkauft, weil das Geschäft sich nicht als rentabel genug erweisen würde.  
 
“Humanismus schön und gut - aber warum den Preis senken und an das Land anpassen, wenn wir dafür mehr verdienen können?” - Ohne, dass man selber merkt, welchem Denkschema wir inzwischen verfallen sind, beruhigen wir uns noch selbst: “Klar, ist verständlich. Jeder muss das tun, was ihm am meisten Profit bringt. Was soll man machen?” – Der selbe große Mann (Bush Junior), der diesbezüglich gegenüber etlichen AIDS-Waisen und Kranken für die freie Marktwirtschaft stand und die Aussage der Pharma-Industrie verteidigte, kam irgendwann auf die Idee, für seine 15 Mrd. Dollar Aids-Initiative zu werben (natürlich aus rein selbstlosen Motiven und nicht etwa, weil er die US-Position und die Stellung amerikanischer Konzerne in Afrika auf Kosten imperialistischer Rivalen und ideologischen Brüdern wie Frankreich stärken will.). Im vielleicht widerlichsten Moment einer zynischen und holly- oder bollywoodhaften Tour umarmt er vor laufenden Kameras Aids-Waisen, während seine Frau plakativ Tränen vergießt. “Und? Schon geknipst? Oke, nächstes Bündel Kinder bitte.” Dass seine Aids-Initiative sich schon dann als Farce erwies, während er noch für die Fotos posierte, indem seine republikanische Partei die Zahlungen für den Fonds um mehr als eindrittel kürzte, tat nichts mehr zur Sache. Die wundervoll sentimentalen Fotos eines strahlenden Bush’s mit dem Elend von Waisen in seinen trostspendenden Armen, waren dienlich genug. Immerhin musste die Kriegsausrüstung aktualisiert werden - Thema abgehakt. Man hat immerhin sein Bestes gegeben. „Dabei ist alles“. 
 
Die Menschenliebe ist groß. So groß, so atemberaubend groß, dass man sogar bereit ist, für die Ausbreitung der herrlichen Ideologie der „Demokratie und Menschenrechte“, den Weltfrieden und nicht zuletzt für die Sicherheit der “zivilisierten Welt” die eigenen, geliebten und ehrwürdigen Soldaten zu opfern. Für ein höheres Ziel zu kämpfen, das heilige Gottesland USA gegen all die niederträchtigen Neider zu verteidigen – das ist doch jedem patriotischen Amerikaner eine Ehre. Andere Länder zu zerbomben, menschliche Körper in Fetzen zu reißen - natürlich aus völlig legitimen Gründen – das muss doch jedem Humanisten klar sein – ist eine notwendige Maßnahme zur Einführung edler Werte. 
 
Massenvernichtungswaffen, Kooperationen mit irrsinnigen Terroristen, Menschen, die die gottgegebene Herrlichkeit Amerikas antasten wollen müssen doch auf der Stelle gestoppt werden. „Oh my God!“ Nachdem das Geschäft erledigt, die Leichenberge groß, die elternlosen Kinder verhungert sind und das orientierungslose Kind auf der Straße von einem US-Soldaten einen Happy-End-Lolli überreicht bekommt, erinnert man sich irgendwann wieder an den eigentlichen Grund dieser gut gemeinten Invasionen und stellt sich die Frage: “Und wo sind jetzt die Massenvernichtungswaffen?” - “Öhm, die Massenvernichtungswaffen haben wir immer noch nicht gefunden - die befinden sich in ‚metaphysischer’ Form jetzt sicher im Iran. Lasst uns mal rüberschielen gehen, Jungs!”  
 
Doch all die Widersprüche interessieren den gewöhnlichen Couch-Potato nicht, wenn er doch die einmalige Chance bekommt, sich von den „Medien“ die Angst einpflanzen zu lassen, die dazu benötigt wird, um den nächsten militärischen Anschlag “da hinten wo die Barbaren leben” anzupeilen. „Ach, Tote. Tote habe ich auch im letzten Action-Thriller gesehen. Außerdem handelt es sich um Notwehr! So ist das Leben! Sollen die uns doch in Ruhe lassen, selbst Schuld. Amerika antwortet eben nur!”  
 
Schweißgebadet durch die Vorstellung, dass jede Sekunde so ein verrückter Terrorist (”Was überhaupt wollen die von uns? Was haben wir ihnen getan? Sind sie neidisch auf unsere Schönheit? Unsere halbnackten Frauen?”) die eigenen vier Wände völlig willkürlich und ohne ersichtlichen Grund in die Luft sprengen könnte, lässt er sich durch jede Rede über „Die Lage der Nation“ wie ein kleines Baby beruhigen und schmiegt sich an die potente, phallus-strotzende Drohgebärde seines Vaterlandes und summt die Nationalhymne, bis er in Disney-World seine Träume findet. “Wie gut es ist, ein Amerikaner zu sein…”, brabbelt er und schläft sich in der Geborgenheit seines Rechtes auf „The American Way Of Life“ die Sorgen aus dem Leib.  
 
Auf die Idee, dass der Fettsack fett sein kann, weil andere Teile der Welt mit struktureller Gewalt, einem organisiertem Mangel und Verschuldungen in Milliardenhöhen in der Gosse gehalten werden, kommt man erst gar nicht. Dass der Fettsack fett sein kann, weil in seinem göttlichen Land die Herrscher sich empört fragen “Was die verdammten Schwarzköpfe da hinten” denn mit ihrem Öl machen und dieser Gedanke sie auf die abartigsten Ideen bringt, um das ihnen eigentlich “zustehende”, schwarze Gold letztendlich doch noch zu erlangen (”Gott muss sich einfach bei der Verteilung der Ressourcen geirrt haben. Wir sind doch die Guten - das hat Hollywood doch schon längst herausgefunden!”), kommt man erst gar nicht.  
 
Ja, die Regionen dieser Welt beneiden Miniröcke, Hamburger, Bier und Wurst, denkt sich der Fettsack aus Europa und USA, dessen größte Sorge der nächste Gang auf’s Klo ist, weil er nicht einschätzen kann, ob die Werbung auch wirklich länger läuft, als er kacken muss - aber auf die Idee, dass die Barbaren da hinten einfach satt sein wollen und sich fragen, wie es denn sein kann, nichts zu haben, obwohl man zu den ressourcen-reichsten Ländern gehört, fragt sich der Fettsack nicht. Er frisst einfach nur und merkt nicht, wie ihm das Blut jener „von dahinten“ von den Mundwinkeln runter trieft. Pikiert schüttelt er während dessen den Kopf darüber, dass die “Araber” Israel vernichten wollen - ein kleiner Blick weiter nach rechts der Nah-Ost-Karte hätte ihn vielleicht daran erinnert, dass sein Vaterland Afghanistan regelmäßig zurück in die Steinzeit gebombt hat, jedes mal ein Stückchen mehr. Oder war es jetzt Irak? Huch, das weiß er jetzt nicht mehr so ganz genau – er hat so viele Kriegsfilme gesehen, dass er nicht mehr zwischen Hollywood und den seriösen Nachrichtenagenturen unterscheiden kann, die Dich den Krieg jedes Mal gespannt mitverfolgen lassen.  
Der Couch-Potato ist unbekümmert. Für ihn ist der “Dreck”, der Staub, das Blut an der Haut dieser Menschen ein weiterer Beweis dafür, dass es sich dabei nicht um Menschen handelt, sondern eben um Barbaren. In modernen, liberalen Zeiten tötet und profitiert man doch nicht aufgrund von Religionen - das ist etwas für die Rückständigen da hinten. Heute macht man das auf der Basis anderer, progressiver Ideologien: Der Wirtschaftspolitik. Diese Ideologie ist viel standfester und hat alle Märkte fest im Griff - keiner wagt, den Mund auf zu machen, denn alle würden bei der kleinsten Revolte unter einem Crash leiden, der ihnen die Hosen ausziehen würde - und jeder, wirklich jeder braucht doch Geld. Auf Gott und Religion kann man verzichten, sie anzweifeln - Propheten kann man abwinken und für verrückt erklären - aber das gute Geld ist eine Realität, die unumgänglich ist. Die Wahrheit überhaupt. Unser Recht, unser Lebenselixier, der Stoff, aus dem unsere Freiheit erschaffen wurde und aus dem unsere Träume sich erheben und als Realität manifestieren. 
 
Der Fettsack greift in seine Chipstüte, bestellt sich eine Pizza, den nächsten Kriegsfilm und eine Prostituierte. Und für diese Dienste und für diese Freiheit steht seine Freiheitsstatue erhobenen Hauptes stolz in der Nation und gibt allen anderen, zivilisierten Fettsäcken einen Vorgeschmack von Moral, Anstand, Vaterland, der Prostitution und der Gottesfurcht.  
 
Sollten Sie sich noch immer nicht angesprochen fühlen, dann ändern Sie das bitte jetzt. Ich muss da nämlich jetzt auch durch. 
 
 
 
_________________________________________________________________________ 
Anmerkung: Hierbei handelt es sich um eine bissige Satire, die sich der Übertreibung, Pauschalisierung und Zwei- bis Mehrdeutigkeiten bedient. Prostitution steht hier auch als Synonym für den Verrat an jene Menschen, die die Idee der Demokratie, Freiheit und Menschenrechte mit ihrem Leben verteidigt haben. Die Kritik an dieser Ideologie ist nicht die Ablehnung liberaler, demokratischer Werte, sondern das, was aus ihnen gemacht wurde.
#1
Von Minah, 27.03.2008, 14:57 Uhr
Weisst Du was das schlimme is Schatz? Nach dem ich in 3 verschiedenen Welten gelebt hab muss ich sagen, dass die Schrott Welt über die Du schreiben tust wenn man alles zusammen sieht immer noch die “beste” von den 3 is. 
 
Ich find das für intelligente Wesen die seit 3000 Jahren oder so ganz genau wissen was Moral & Logik is, und die das eigentlich im Prinzip auch erreichen wollen nen ziemlich peinliches Resultat.
#2
Von Sherry, 27.03.2008, 15:12 Uhr
Ich hoffe, dass wir noch zum besten Punkt unserer Entwicklung ankommen, ohne vorher den Planeten zerstört zu haben, Schatz. 
 
 
::(
#3
Von Minah, 27.03.2008, 15:19 Uhr
Vielleich werden uns die Sachen vor den wir am meisten Angst haben ja am Ende retten Schatz…
#4
Von Murat, 01.04.2008, 21:29 Uhr
Wo bleibt deine Dankbarkeit ? 
 
Wenn ich mich recht entsinnen kann, lebst auch du hier “unter” Fettsäcken und geniesst deren Errungenschaften.  
 
Nur den Zeigefinger strecken ist zu einseitig. 
 
Aber, vielleicht hat ja der erhobene Daumen hier in diesem Text nichts verloren.  
 
:chauvi: :wink:
#5
Von Sherry, 01.04.2008, 22:01 Uhr
Müüü,  
 
Dankbarkeit ist schwierig, wenn man weiß, was dieses System bewirkt. Ich bin der Meinung, dass die Welt sich nie bessern wird, solange das Interesse, dass es auch anderen gut geht, nicht in das Eigeninteresse integriert ist. 
 
Außerdem lies den letzten Satz: Er impliziert deutlich, dass wir auch zu diesen Fettsäcken gehören. 
 
 
Bis dann. :lolli:
#6
Von Murat, 01.04.2008, 22:34 Uhr
Quatsch…Dankbarkeit ist auch ohne Systemtreue nötig und wichtig.  
 
Die pauschale Note im Text hat wohl auch auf deine Argumentation im Kommentar abgefärbt.  
 
Dabei bist du doch nicht so … und alle anderen nicht so schlecht wie du meinst. 
 
Denk daran WIR sind das VOLK. (ist das pauschal genug?) 
 
 
P.S. schön von dir zu lesen.
#7
Von Sherry, 04.04.2008, 11:14 Uhr
@Mü,  
 
Du machst es Dir etwas zu einfach. Ich bin für mich dankbar, dass ich hier leben kann mit meiner Familie und gesund bin. Natürlich bin ich das, immerhin genieße ich täglich die Früchte, die meine Familie mir an Freude & Vertrauen schenkt. 
 
So pauschal ist der Text gar nicht, wenn Du einwenig nachdenkst. Wir sind alles Menschen, die bewusst oder unbewusst das hässliche Imperium der Kosmokraten schweigend hinnehmen, weil wir nun einmal das gute Geld brauchen. Dabei sind wir selber nur armselige “Mitläufer”, die die Reste vom fressenden Riesen abkriegen. Manchmal “krümelts” bei ihm eben. Wir sind die, die uns bereitwillig einer Gehirnvergewaltigung unterwerfen. Was in anderen Ländern mit Religion machbar ist, ist bei uns mit Sex & Konsum machbar. Schau’ Dir anhand unmittelbarer Beispiele unsere “Freizeit- und Individualgestaltung” an. Schau’ Dir einfach mal das Wort “Individualisierung & Selbstverwirklichung” an und womit das alles einhergeht. Schau’ Dir an, wie wir inzwischen im TV menschliche Schicksale und Real-Satire konsumieren und dabei Popcorn mampfen. Diese Gesellschaft ist krank, Murat. Diese Gesellschaft wird abgelenkt. 
 
Und das erste, was wir glauben sollen, ist das, was Du gesagt hast: “Wir sind das Volk”, “Wir sind Deutschland”. Das ist eine Masche, die Dich dazu bringt, das Gefühl zu haben, “frei” zu sein und in einer Demokratie zu leben. Nur mit dieser Illusion kann man uns solange hinhalten, uns vormachen, wir würden ein Mitbestimmungsrecht haben, was Innen- und Außenpolitik angeht. Das stimmt aber nicht. Wird ein Politiker bei “Vertragsbruch” (das heißt: Bei nicht einmal annäherenden Einhaltung seiner Wahlversprechen) gefeuert? Unterliegt er irgendwelchen Sanktionen? - Nein, tut er nicht. Du gehst als Wähler ein Angebot (Wahlversprechen) unterschreiben (Wählen) und kriegst danach nichts mehr von den Parolen zu sehen. Und wenn man dann unzufrieden ist, sagt man Dir: “Was hast Du denn? Du hast es gewählt.” 
 
Wir sind vielleicht das Volk, Murat, aber wir sind nicht das herrschende Volk. Wir sind nicht das, wozu die Demokratie gedacht war. Und wir sind alles andere, nur keine humane Gesellschaft, deren Politik auf Humanismus basiert. Wir leben in einem Staat, das soviele Verbrechen an die Menschheit tagtäglich verübt, dass Dir die Kotze hochkommen würde, würden wir das alles heute auflisten. Und dabei rede ich nicht von der “Nazizeit”, sondern vom Jetzt und Hier. 
 
Wer macht Milliardengeschäfte mit den Mullahs und hält diese Regierung künstlich am Leben? (Deutschland, Frankreich etc.) Denkst Du, die deutsche Regierung findet die Idee, die Mullahs loszuwerden gut? Nein, ganz bestimmt nicht. Denkst Du, “Menschenrechte” spielen hier irgendeine Rolle? Denkst Du, man kann die Hochhaltung solcher Ideale ernst nehmen, wenn sie nur für die eigene “Rasse” und das eigene “Land” gelten? Zeichnet sich Humanismus nicht gerade dadurch ab, dass alle Menschen damit gemeint sind? 
 
Ich könnte Dir unendliche Beispiele anhand unseres eigenen Alltages nenne, an dem unser Gehirn durchgevögelt wird und wir dabei nur grinsen und sagen: “Wir sind Deutschland!”.  
 
Deshalb wiederhole ich: Solange das Wort “Eigeninteresse” besteht in allen Nationen, wird das Ungleichgewicht der Welt sich niemals ändern. Das Reichtum der Welt wird weiterhin in den Händen der 10% Elite stecken, während andere verrecken.  
 
Nein, für dieses System bin ich nicht dankbar. Ich bin bereit, eine neue Weltordnung “durchzumachen”, auch wenn das einige Jahre “schwierige Zeiten” bedeuten würde. Allein die Tatsache, dass jeder Mensch auf der Welt rein theoretisch satt sein könnte und es aber nicht ist, macht mich krank. Und das ist kein Zeichen von Hypersensibilität, sondern von “Normalität”. Ein normaler, gesunder Mensch, der nicht zugedröhnt ist mit Bullshit, hat soetwas wie Mitgefühl & Mitverantwortungsgefühl. Das ist das, was man uns seit der Kindheit hier ab-erzieht.
#8
Von Hiwa Nouri, 27.04.2008, 12:48 Uhr
Sherry ich meine das unsere Generation interesse daran zeigen sollte miteinander auf konvenzionellen Miteln 
den “Hochgepriesenen Mitmenschen” druck zu machen.  
Auf gewaltlose weise versteht sich. 
Politikbildung des Volkes. 
Da man es in ich bemerke das bewust 
einigen demokratischen Ländern 
auch umsetzen kann. 
Wir sollten es nutzen.
#9
Von Hiwa Nouri, 27.04.2008, 13:28 Uhr
Mit “Hochgepriesenen Menschen” meine ich. 
Die ,die die Welt ausbeuten.
#10
Von verena.remus, 03.05.2008, 07:21 Uhr
Sherry Ja!Du hast so Recht-Du bist wie die Grossen Seher alter Zeiten,die schon damals sahen was auf die Menschheit zukomm…Sherry,auch auf sie hat keiner gehört..Das Machtintresse hat immer den Sieg davongetragen.Warum?weil es schon immer diese nicht denkende Geselschaft gab,mit der die Mächtigen machen konnte was sie wollten.Heute mehr den je.Du kannst das Treiben von weitem beobachten,wie sie alle samt ihren mächtigen in den Abgrund rennen werden.Mit Bullshit-Konsum-Spassverblödung-Sex u.Drogen….Lebe mit Deinen echten Freunden in Deinem eigenen Frieden - nur so geht es-es ist bereits 5 nach 12-LEBE,LIEBE mit Deinem hohen Bewustsein u.klaaren Geist Dein Euer Leben.Auf den Scheiterhaufen zu gehen,hat diese Welt nicht verändert Sherry Du bist zu gut - ich verehre Dich Du bist einfach wunderbar.Deine Art die Dinge zu sehen…eben,wie die Grossen von damals … ::) LG vom Vre-CH
#11
Von Hiwa Nouri, 04.05.2008, 03:10 Uhr
Genau ::)
#12
Von Sherry, 04.05.2008, 15:20 Uhr
Verenchen :rose:  
 
Ich bin nicht so toll und weise, wie Du denkst. Ich habe unglaublich viele innere Konflikte und bin mit dem Leben überhaupt nicht im Einklang. Ich hoffe nur, dass ich Dich nicht bald schon enttäusche. :eye: Dennoch danke ich Dir für die lieben Worte… 
 
 
:wange:  
 
 
 
Danke Hiwa auch Dir ::)
#13
Von Hiwa Nouri, 04.05.2008, 20:32 Uhr
Sherry die großen der großen haben auch innere konflikte. 
 
Ich denk mal deine Kunst das Darzustellen was du bist ist endscheident un nicht deine privaten Konflikte. 
Mit deinen Artikeln kannst du andere zum nachdenken bringen, :rose:  
:rose: :rose: ::)
#14
Von Hiwa Nouri, 04.05.2008, 20:47 Uhr
Du benennst deine konflikteja ach unds war in deinen Artikeln die ja auch portanawo sind. 
privat ist es weil es diesen Artkeln nicht Negativ beeinflust und ausserdem innere konflikte lassen sich nach der zeit mit kunst im positiven gestallten. 
 
::)
#15
Von verena.remus, 04.05.2008, 23:43 Uhr
Liebes Sherry, Glaube an dich - u. enttäuschen kannst du mich sowiso nicht - den du bist immer richtig weil es für Dich stimmig ist.Hiwa Nouri sagt es richtig.LG ::)
#16
Von Hiwa Nouri, 06.05.2008, 00:35 Uhr
Sherry du hast alles was du zum Leben brauchst. 
Du gestalltest dein Leben. 
Du hast freunde, Freund…. die dir sagen wie Tolldu bist… . 
Die Grundkunst im Leben ist Gestalltung des Lebens. 
 
Mir fehlen Freude und andere sachen…. . 
Ich kämpfe und glaub an mich. 
 
Du hast diese ganzen sachenund hast die Kunst des Lebens soweit bestanden. 
 
Innere Konflikte kannst du zeichnen, schreiben….  
Das gehört zu gefühlen.
#17
Von Hiwa Nouri, 06.05.2008, 00:38 Uhr
verena.remus :!:
#18
Von Sherry, 06.05.2008, 00:42 Uhr
Ich wünsche mir für Dich sehr, dass Du all das bekommst, was Du Dir ersehnst - und zwar ohne, dass Du kämpfen musst. Du sollst ohne Bedingungen geliebt werden, Hiwa jan. 
 
Gute Nacht. :rose:
#19
Von Hiwa Nouri, 06.05.2008, 01:03 Uhr
Danke dir. Geliebt wede ich schon. 
Ich meine nur das Selbstvertauen etwas besonderes ist auch wenn man was hat. 
Meine Umgebung ist gut zu mir. 
Ich habe eben die angewohheit mich in andere hinein versetzen zu wollen. 
 
Sherry es liegt in meiner Natur auch wenn ich selber nichts von hab andere aufzumuntern 
 
Danke für die Blume. 
 
Sherry du schläfst bestimmt schon Na denn 
 
 
 
:dj:
#20
Von Hiwa Nouri, 06.05.2008, 01:36 Uhr
Da kann man mal sehen wie Freude und trauer beinander stehen. 
 
Mitte 2004 
Wenn Liebe eingefrohren ist, dann bin ich darin verfangen. 
Wenn der Sommer nicht ist, dann habe ich es begangen. 
Wenn der Herbst keine Blätter trägt, dann habe ich es gesungen.  
 
:maeh: :sauf: ::)
#21
Von Hiwa Nouri, 06.05.2008, 16:11 Uhr
Die Tatssache das wir alle in einem missvertrauen leben. Das jeder vor dem anderen Angst hat und leztendlich jeder dazu beiträgt das der andere allein bleibt ist für mich schon genender Altag.
#22
Von verena.remus, 06.05.2008, 20:46 Uhr
Ich meine,es müsste einmal ein sehr grosser Schmerz über die Menschen kommen,wenn sie erkennen,dass sie sich nicht geliebt haben,wie sie hätten Lieben Können…..Du bist immer Liebenswert!
#23
Von Hiwa Nouri, 06.05.2008, 21:32 Uhr
:rose: verena.remus, :boohoo:
#24
Von verena.remus, 06.05.2008, 22:23 Uhr
:rose: Hiwa nouri-es muss nicht immer alles Perfekt sein.Ich wünsche Dir dass Du erkennst,dass auch Unvolkommenes einen Platz in Deinem Leben braucht :rose: ::)
#25
Von Hiwa Nouri, 06.05.2008, 23:40 Uhr
:rose: verena.remus :rose: OK ::)
#26
Von verena.remus, 07.05.2008, 21:16 Uhr
:wink: Liebes Sherry ,möchte Ade sagen war schön Dich (Euch) kennengelernt zu haben - es sollte mehr von solchen sympathische Menschen geben…. Danke war schön bei Euch .Sherry mach weiter so Du bist grossartig! IN LIEBE VRE-CH :wange:
#27
Von Hiwa Nouri, 08.05.2008, 00:09 Uhr
Rührend :cry: :rose:
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