Posts Tagged ‘Glaube’
29.01.2009, 02:19
Mach’ auf…

Ich habe damals immer die “Liebe” gepredigt. Ich war so überzeugt davon, dass jeder Mensch die Liebe verdient hat und Liebe verschenken kann. Ich war davon überzeugt, dass der Kern eines jeden Menschen gut ist und nur die “Umstände” einen Menschen schlecht machen. Ich war damals der Überzeugung, dass jeder Mensch mit einigen innigen, seelentiefen Umarmungen zu ändern ist – einfach zu ändern ist, indem man ihn berührt und ihm sagt, dass er etwas wert ist. Soviel wert ist.

Man kann sich gar nicht vorstellen, wie sehr ich davon überzeugt war. Während manche dachten, ich sei bescheuert, naiv oder leide an einem Helfersyndrom (ich will ja nichts davon leugnen), dachte ich, ich habe die allgemeingültige Wahrheit über das Universum gefunden: Die Liebe. Es ging soweit, dass für mich Gott & Liebe ein und das Selbe waren. Das Leben war damals schön, egal wie schwierig die Phasen sein konnten – mit der Einstellung war alles erträglich. Alles war mit einem Lächeln der Vorfreude auf später zu ertragen. Mein Fundament war so sicher, obwohl es so weich und schwebend war.

Ich war davon überzeugt, dass eines Tages alles gut wird. Ich war davon überzeugt, dass alle Wege zur Liebe (zu Gott) führen werden – manche gelangen durch Umwege dahin, manche direkt, wie in einem Labyrinth – wir suchten alle das Eine, und früher oder später würden wir es finden. Ich war davon überzeugt, dass Menschen nur füreinander da zu sein brauchen – und alles würde gut werden. Ich war davon überzeugt, wirklich davon überzeugt, ich war so überzeugt… Versteht Ihr? So tief darin verankert. Weiterlesen… »

05.06.2008, 12:48
Geschützt: Juni…

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25.02.2008, 21:40
“Standing Alone”

Click: ~ Ilham Al Madfai – Khuttar ~

Vor kurzem hab’ ich in einem Buch gelesen, dass das Universum wie der Flaschengeist Aladins ist: Wenn man ihn ruft und sich etwas wünscht, wird der Wunsch in Erfüllung gehen. Die Bedingung dafür ist, dass die guten Gedanken am Tag die schlechten überwiegen müssen. Das muss man sich beibringen, stand in dem Buch, weil unsere Gedanken zur Realität werden. Gedanken haben “Energie”, sagt das Buch. Die Bilder, die wir in unserem inneren Auge am Meisten zulassen, werden sich in einer “Frequenz” einrasten und als Rückantwort werden diese Bilder und Wünsche in unsere Realität einkehren. Das hört sich wie der ewig belächelte Eso-Kram an; und das ist es vermutlich auch, aber man sollte sich wenigstens solchen Experimenten widmen, bevor man sie verteufelt. Das Selbe wurde auch über negative Gedanken geschrieben. Auch diese Bilder und Gedanken werden irgendwann zur Realität. Nennen wir das alles Humbug, es ist mir gleich, denn ich neige manchmal dazu, in geheimen Momenten, in denen ich mich unbeobachtet fühle, einfach solche Dinge wenigstens kurzzeitig zu befolgen, weil ich zu den Menschen gehöre, die erst einmal grundsätzlich alles oder vieles für möglich halten.

In diesem Buch stand, dass wir unsere Wünsche wie eine Art “Bestellung” aufschreiben sollen und dem Universum “vorlesen” sollen. Die Bedingung ist, dass wir nach dem “Absenden” der Wünsche gleich davon ausgehen müssen, dass wir diese Bestellung auch wirklich wie bei einer normalen Bestellung erhalten. Wie bei einer normalen Bestellung sollen wir uns einfach schonmal auf die Ware “freuen”. “Die Ware gehört mir schon, sie muss nur noch ankommen”. Das heißt, wir sollen die Wünsche direkt als “erfüllt” ansehen, sie sind nur noch auf dem Weg zu uns. Auch das habe ich versucht. Ich strengte mein pesssimistisch geprägtes Seelenleben an und dachte positiv, obwohl mich das einiges an Kraft und Verrenkungen kostete. Und was passierte? Einer der Wünsche in meiner Liste ging heute völlig unverhofft in Erfüllung. Ausgerechnet der, an den ich eigentlich am Wenigsten glaubte.

Dieser Wunsch sprach davon – wenn auch nur für einen einzigen, einmaligen Augenblick – einen Menschen treffen zu wollen, der mir in seiner Gefühlswelt so sehr glich, dass er mich wortlos verstehen würde. Und genau das geschah heute. Ich wurde von soviel Liebe und Emotionalität von einer eigentlich völlig “fremden” Person überwältigt, dass ich vor Rührung in meinen eigenen Tränen ertrank. Das Einzige, woran ich dachte war, dass ich ihr gerne die Hände küssen würde. Einfach die Hände küssen… Mehr fiel mir in dem Moment einfach nicht ein.

Danke, Du unbekanntes und vertrautes Wesen für Deinen emotionalen Überfall von so seltener Schönheit, dass mir die Luft weg blieb. Den Hoffnungsschimmer, den Du mir heute geschenkt hast, werde ich nie vergessen.

Ich werde weiterhin meine Wünsche aufschreiben und mit dem Universum kommunizieren und daran glauben, dass sie in Erfüllung gehen werden. Wenn das Universum es schafft, mir solche Raritäten wie Dich auf den Lebensweg zu schicken, dann werden die gewöhnlichen Wünsche meines Alltags doch auch erfüllbar sein, nicht wahr? Ich werde mich der Lächerlichkeit preisgeben und wieder an Magie glauben… So, wie die alte Sherry es immer tat.

Standing Alone

04.10.2007, 20:06
Finally…

Eigentlich möchte ich zu diesem Bild nichts sagen. Nur, dass es für Andere vielleicht eher bedrückend ist, für mich aber eine schöne Situation darstellt.

10.09.2007, 19:25
Von Blahs und Blupps…

Der erste Schritt zum Glück – oder auch einfach nur zur inneren Ruhe – ist, die berühmten “Warum-Fragen” loszulassen. “Warum ist die Welt so, wie sie ist? Warum ist der Mensch so begrenzt? Was wäre, wenn er nicht so begrenzt wäre? Was liegt außerhalb unserer Wahrnehmung? Warum müssen Menschen leiden? Warum ist der eine reich und fett und der Andere muss hungern? Warum habe ich ein Bewusstsein? Gibt es soetwas wie Seele? Gott? Und wenn ja, warum lässt Gott zu, dass wir leiden? Was ist Unendlichkeit? Und was ist Vollkommenheit? Warum bin ich machtlos gegen meine Gefühle? Was ist Liebe? Ist Liebe nur der Fortpflanzungstrieb im Menschen – oder steckt da mehr hinter? Wer oder was bin ich? Warum zum Teufel hat man mich nicht gefragt, ob ich auf die Welt kommen will?”

Der zweite Schritt ist, dass man niemals von seinen Mitmenschen etwas erwartet. Egal, wie sehr man sich für sie einsetzt, was man für sie tut, mit wieviel Liebe man ihnen begegnet – man darf nichts von ihnen erwarten. Weder von der Familie, noch von Freunden. Das erspart einem tiefe Enttäuschungen. Der dritte Schritt ist, entweder zu denken, man habe die Macht, sich selbst zu ändern – oder davon auszugehen, dass nichts in der eigenen Hand liegt und alles, was man tut, im Grunde vom “Gehirn” gewollt wird, ohne dass man weiß, warum man etwas will und wie man überhaupt etwas will. Der nächste Schritt ist es, dass man die Welt, so wie sie ist, akzeptiert. Samt all seiner Regeln, Naturkatastrophen, der desktruktiven Natur des Menschen, der Wildnis, der Sterne, der Tatsache, dass wenn es nur die kleinste Abweichung in der Gravitation vorhanden wäre, die Erde so, wie sie ist, gar nicht funktionieren würde. Wir müssen uns damit abfinden, dass wir wissen, wie etwas funktioniert, aber nie herausfinden werden, warum die Dinge so funktionieren, wie sie es tun. Wir müssen uns damit abfinden, dass wir – selbst wenn wir alles wüssten, wir nie herausfinden könnten, ob wir denn jetzt alles wissen, denn wir können nie wissen, ob die letzte Information wirklich die letzte Information ist. Einer der wichtigsten und letzten Schritte ist, dass (eigene) Leid nicht persönlich zu nehmen. Man leidet, ja. Aber nicht, weil jemand mir etwas Böses will, sondern weil es zu den Regeln des Universums gehört, dass der Mensch leidet. Sehr gut wäre es, wenn man sich selbst von Außen beim Leiden beobachten könnte.

Ich bin noch nicht einmal bei Schritt 1 angekommen, denn sonst könnte ich schlafen. Ich habe es noch nicht geschafft, meinem ratternden Gehirn mal mächtig die Fresse zu polieren, damit es KO in der Ecke liegt und mich in Ruhe lässt. Ich habe es nicht geschafft, über meine emotionalen “Grenzen” – sprich’: meinem Ego – hinauszuschauen und zu sagen: “Egal, was Du durchgemacht hast und durchmachst, Sherry – Deine mickrige Existenz ist ein Witz in Relation zum Universum, also geh’ über Dich selbst hinweg.” (Und ich kenne übrigens auch noch niemanden, der es geschafft hat.)

Ich habe noch einen weiten Weg vor mir. Und bis ich das alles geschafft habe, bin ich sicherlich schon auf dem Weg nach “drüben”. Ich mag “drüben” übrigens. Drüben ist bestimmt besser. Ob nun nichts danach kommt oder ein neues Universum mit milderen Regeln, ist eine andere Frage, die zu den Fragen gehören, die sich eigentlich in Schritt 1 wiederfinden sollten. Werde ich sicher noch nachholen. Blah Blupp.