Als ich heute Morgen aufgewacht bin und die Fenster aufgerissen habe, ist mir das unglaubliche Blau des Himmels auf die Seele gefallen, hat mich lichtdurchflutet und mir die Erkenntnis gegeben, dass bald alles besser wird. Ich habe das Gesicht eines geliebten Menschen auf meiner Wange gespürt, so kurz, dass ich dachte, ich habe es mir nur eingebildet.
Was geschieht jetzt?
Schonwieder steht unser Leben an einem Wendepunkt, der – so Gott will – so oder so gut ausgehen wird. Nur stellt sich die Frage, wann sich alles in die Richtungen wendet, die wir uns erhoffen. Das Warten und Gespanntsein kann das Herzkreislaufsystem bei einem Menschen meines ungehaltenen Temperamentes ganz schön belasten, aber inzwischen kann ich über meine Kindereien schmunzeln, so wie Peyman immer über sie schmunzelt.
Ich habe ein gutes Gefühl…
Letzte Nacht hatte ich einen Traum. Ich träumte, eine große, weiße Tür öffnet sich. Das “Land”, das sich dahinter verbirgt, ist hell und groß, aber ich traue mich nicht, reinzuschauen aus Angst, es sei zu schön, um wahr zu sein und würde wie soviele meiner Hoffnungen und Illusionen in Schall und Rauch aufgehen. Doch eine vertraute, starke Hand (ich weiß, wer es war) nimmt die meine und führt mich dahin. Seine warme Stimme sagt: “Hier ist noch nicht Dein endgültiges zu Hause, aber der Weg dahin durch diese Tür ist um sovieles einfacher als das, was Du Dir jeden Tag aussuchst…” (Heißt das, ich suche mir selber den steinigeren Weg aus? Sieht wohl so aus)
Vorsichtig übertrete ich die Schwelle und begegne Freunden, die ich aber noch gar nicht kenne. Aber es sind Freunde. Die Wärme steigt wie ein goldener Fluss in mir auf, lässt mich lächeln – und so wache ich auf…

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