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Posts Tagged ‘Nervtötend’
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29.03.2010, 20:35
Geschützt: Entscheidungsdiffusion
26.12.2008, 21:42
Profilneurosen: “Ich bin so anders!”
Der Gegenstand meiner Überlegungen in der letzten Zeit waren einige Beobachtungen, die ich im Alltag gemacht habe. Besonders fielen mir einige Situationen auf, in denen immer die selben Personen einen Hang dazu aufwiesen, sich besonders oder in besonderem Maße selbst darzustellen. Fassen wir das Thema in ein grobes Wort zusammen: Die Profilneurose. Was ist eine Profilneurose? – Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten für mich, bedenkt man, dass jeder Mensch nach der Aufwertung oder Beibehaltung seines Selbstkonzeptes (=Selbstbild) strebt und versucht, durch die Resonanz seines sozialen Umfeldes dieses Selbstkonzept kontinuierlich bestätigt zu bekommen. Wir suchen oft die Nähe von Menschen, die uns entweder in unseren Einstellungen ähneln oder auch phänotypisch gewisse Merkmale mit uns teilen. Dies gibt uns die Möglichkeit, jemanden sympathisch oder attraktiv zu finden, dem wir ähneln. Und tun wir das, fühlen wir uns selber insgeheim (oder auch nur unbewusst) in unserem eigenen Selbstbild eines positiven Wesens bestätigt. Wir suchen also nach Bestätigung, nach Anerkennung, nach “innerer Ruhe” in Form von Abwesenheit kognitiver Dissonanzen, die unsere Ruhe stören könnten und uns dazu auffordern würden, zu erkennen, dass wir anders sind als das, was wir denken, zu sein oder auch tagtäglich darstellen, zu sein. Der Übergang zwischen einer Profilneurose und pathologischem Narzissmus kann fließend sein. Der Übergang zwischen unbewusster Selbstdarstellung und bewusster Selbstdarstellung auch. Manche wissen, dass sie nicht das sind, was sie vorgeben zu sein – andere wiederum empfinden zwar ein gewisses Unbehagen, aber schaffen es, durch radikalere Selbstdarstellungsmaßnahmen und die damit einhergehenden positiven Feedbackreaktionen anderer auf “diese und jene bemerkenswerte Eigenschaft” zu verdrängen. Jede Person, die ein gewisses “realistisches” und somit gesünderes Selbstbild von sich hat, wird sich in diesen Beschreibungen schmunzelnd wiederfinden und damit klar kommen. Sein Selbstwertgefühl wird durch diese kleinen Wahrheiten nichts ins Wanken geraten. Mindestens ein bis zwei Situationen sollte man hiermit assoziieren können (wenigstens, wirklich mindestens aus der Pubertätszeit!) – und man sollte darüber lachen können. Menschen mit einer Profilneurose jedoch werden sich das hier durchlesen und sagen: “Ich? Ich nicht. Mir ist es s-c-h-e-i-ß-e-g-a-l, was andere von mir denken, ich bin immer so, wie ich bin! Immer.” – Und die Selbstdarsteller, die noch zu retten sind, fühlen sich ganz bewusst angesprochen und fühlen eine ganz bewusste Angst, irgendwann enttarnt zu werden – dabei ist der erste Schritt zu weniger “sozialer Angst” und weniger Kraftaufwand auf Kosten der Selbstdarstellung der, dass man einfach sagt: “Ja, ich vertrete manchmal ostentativ Ideale, denen ich nicht gerecht werde! Und ja, ich will Anerkennung, ich will als etwas besonderes gelten!” (In welcher Form, ist immer individuell. Manche werten sich durch ihr Wider-dem-Strom-Dasein auf, was anfänglich als besondere Autentizität hinweisen könnte). Weiterlesen… » 19.10.2007, 03:49
Mr. Wayne Dyer
Oh Mann, Mr. Wayne Dyer, mit diesem Satz haben Sie bei mir komplett verschissen.
Der »Freie Wille« ist sehr wohl abzustreiten. Ich sage nicht, dass Deterministen Recht haben – ich sage nur, dass Ihr Satz auf jeden Fall viele Gegenargumente hat. Dazu noch sehr Gute. Ich kann es einfach nicht leiden, wie Sie so tun, als sei das, was Sie von sich geben, die absolute, unantastbare Wahrheit. Ihr “Selbstbewusstsein” nervt mich. Gute Nacht. 18.08.2007, 15:44
Paul Auster & Co.
Er wird oft hochgelobt von intellektuellen Lesern, doch egal, mit welchem seiner Bücher ich es versucht habe, begeistern konnte er mich nie. Sein Schreibstil ist völliger Durchschnitt und seine Gedankengänge gerade mal “deep” genug, um sie nicht als durchschnittlich zu empfinden, aber andererseits auch viel zu flach, um ihn z.B. mit einem H. Hesse oder – oder noch größer – einem Meister Dostojewski zu vergleichen. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur intellektuell zu minderbemittelt, um diesen Mann zu verstehen. Ich weiß nur, dass aus seinen Romanen keine tiefen Einsichten in mir durchdringen und meine Seele einfach nicht auf seine Worte antwortet. Ich schreibe schon lange keine Rezensionen mehr über Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, weil sie nicht nennenswert waren. Die Letzten hießen aber:
Vorallem Coelho hat mich einwenig enttäuscht, weil ich mehr von ihm erwartet habe. Ich frage mich nun, ob es daran liegt, dass ich die anderen Bücher, die ich von ihm gelesen habe, schon weit zurückliegen und man mich damals mehr beeindrucken konnte – oder ob dieses “Handbuch” von ihm einfach diesmal schlechter ausgefallen ist. Aber da es ein Geschenk meiner lieben Freundin ist, kann ich es nicht weggeben. Allein deshalb mag ich das Buch, wenn auch nur das Liebevolle, das hinter diesem Geschenk steckt und weniger aufgrund des Inhaltes. Wenn jemand von Euch eine Idee hat, was ich als Nächstes lesen könnte, so möge er es mir sagen. Tipp: Ich habe die ganze SZ Bibliothek in meinen Regalen. Also, falls in der Liste etwas vorhanden ist, was ich sofort anspringen sollte, dann gebt mir ein Zeichen.
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