Posts Tagged ‘Schönheit’
20.04.2012, 01:20
[Ohne Titel]
18.04.2012, 18:43
Frida Kahlo & Diego Rivera

Manch’ eine Fotografie schreit so laut wie ein Gemälde. Das hier ist so eine.

[Frida Kahlo and Diego Rivera by Martin Munkacsi, 1930]

11.04.2012, 17:35
Zu weit gegangen

Wir waren verloren
Doch sahen sie’s nicht
Wir hatten gekämpft
Doch das Ende fanden
wir nicht

Das Leben das zeigte
All seine Schönheit uns
Obwohl wir ihm dankten
Verabschiedete es uns

Die Stimmen der Chöre
Vergingen im Staub
Die Geschichte war fahl
Die Wahrheit ging aus

Wenn die Lichter versinken
Das Laub auf uns fällt
Wenn Nachtgebete weinen
und keine frohe Botschaft mehr
unsere Häuser erhellt

Weiß ich doch eins:
Wir sind den einen Schritt
Zu zweit gegangen

Und sind am Ende aller Wege
noch den einen Schritt
Zu weit gegangen

09.04.2012, 07:55
Wenn sie lächelt

Ich habe diese Frau schon als kleines Mädchen mit großen Augen verfolgt. Jeden Schritt von ihr in jedem Film. Ihre Mimik und Gestik habe ich aufgesaugt und in mein Gedächtnis eingerahmt, um mich jederzeit ihren widersprüchlichen Signalen widmen zu können. Vielleicht würde ich sie eines Tages verstehen. Sie war schillernd, doch ich war immer traurig, wenn ich ihr schönes Gesicht studierte. Irgendetwas in ihrer Art offenbarte mir ihre Rücksichtslosigkeit gegen sich selbst. In meiner Vorstellung habe ich sie mit meiner kleinen Hand mit mir gezogen, um sie an einen Ort zu führen, an dem sie glücklich sein kann. Dieses Bild hier habe ich letzte Nacht entdeckt, und ich habe mich darin vernarrt, weil ich mir einbilde, sie zum ersten Mal zufrieden und gelöst zu sehen. Nachdem ich es mir aus jedem Winkel angesehen habe, möchte ich es mit euch teilen. Mir dessen bewusst, dass nicht jeder Marilyn Monroe so sieht, wie ich es tue.

03.04.2012, 13:23
Verflechtungen

Sehr gelacht habe ich heute. Es gibt Dinge, die bringen mich, ob ich nun will oder nicht, einfach so dermaßen zum lachen, dass ich in dem Augenblick denke, das Leben sei das Schönste, was uns je hätte passieren können. Diese Momente sind welche, in denen die geistige Naivität der ersten Lebensjahre wieder Besitz von mir ergreift. Momente des Friedens waren das, weil man noch nicht so viel über das Leben und seine Regelmechanismen wusste. Momente der Hoffnung, weil man sich sagen konnte, sobald ich Erwachsen werde, stehen mir alle Möglichkeiten offen. Dass das Sehen offener Türen eher darin begründet lag, dass wir meinten, wir seien noch nicht zu unserer kompletten Größe herangewachsen und hinter uns und unserem tapsigen Schritten verberge sich mehr und mehr, das wussten wir nicht. Sind wir am Ende unseres Zieles angelangt; sprich, sind wir erwachsen, sind wir mündig und ausgebildet, gibt es diesen Weg weiter zum Horizont bis zum Tag {x} der phönixartigen Auferstehung nicht mehr; zumindest nicht, ohne dass wir einige Eigenarten des verpflichtenden Alltags ignorieren. Wir wissen {im Grunde}, wir sind am Zenit unseres Lebens angelangt, alles ab den Dreißigern beginnt, schwächer zu werden, langsamer, aber dafür bedachter und sorgsamer. Unsere Denkfähigkeit, unsere Merkfähigkeit, unsere Lernfähigkeit und die Fähigkeit, aus unseren festgefahrenen Mustern herauszukommen, nimmt ab. Dann sitzen wir hier, sind erwachsen, fühlen uns um unsere Hoffnungen und unsere Zukunft betrogen, aber arbeiten weiter wie fleißige Bienen für die Königin – den Staat – um uns wenigstens nützlich zu fühlen. Dinge zu tun, das hält uns davon ab, zu sterben, denken wir. Und ein wenig ist es auch so, zumindest hören wir die Zeit dann nicht mehr ungenutzt ticken. Und trotzdem, kommt mit diesen Erkenntnissen wundersamer Weise auch eine Gelassenheit in unsere Leben, die den Reiferen vor den Jüngeren einen Vorteil gibt. Sie entspringt aus der Erkenntnis, dass es jedem so gehen wird und niemand davon verschont bleibt, dass das Werden und Gehen einander ablösen wie guten Freunde bei der Nachtwache am Lagerfeuer. Weiterlesen… »