Posts Tagged ‘Tod’
03.08.2010, 22:09
Ergraute Wälder

Die Wälder sind vom Schicksal ergraut
Und die Häupter der Bäume
zum harten Boden geneigt

Ihre alten, gebrechlichen Äste knacken laut
Und hoffen auf jenen, der sich zu ihnen gesellt
Und nicht wie all die andern’ klanglos wegschaut

Die Lebenswege weichen einem endlosen Ende
Und leise Schritte verstummen in einem aschigen Winde

Die Sehnsucht seufzt
und krallt sich am letzten Herzschlag fest

Und während die Luft voller Widerwille
das letzte Mal die Lunge verlässt
Lassen ängstliche Hände ab von allem,
was sie schon immer hielten so fest

Die Lider legen sich tiefschattiert ins Gesicht
Und das Beben des Lebens verneigt sich vor dem Tod
Wie ein sich Ergebender nach einem großen Gefecht

Und während der dunkle Himmel
seinen Lebenssaft auf Wälder und Täler verliert

Verliert ein Mensch von vielen
sein ganzes Leben
und seinen ganzen Sinn

05.06.2008, 12:48
Geschützt: Juni…

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09.11.2007, 13:07
Wie sie fallen…

~ Esperanza Fernandez – Gelem Gelem ~

Draußen ist es so schrecklich traurig. Normalerweise genieße ich die herbstliche Melancholie, das fallende Rot und Gelb, das karge, aber strotzende Grün. Doch dieses Jahr ist es anders. Jeder Fall auf den rot-gelben Boden tut mir unendlich weh. Ich sehe die Blätter nicht nur mit einem milden Lächeln fallen und sie im kommenden Frühling wieder auferstehen, nein. Diesmal ist es anders. Ich sehe sie einzeln sterben. Jeden Einzelnen sterben. Sie sterben – und die neuen Blätter werden niewieder die Selben sein.

Noch sind ihre Körper feucht, ihr Leben pulsiert noch, obwohl sie unten auf dem Laubberg nicht mehr um ihr Leben kämpfen. Wenn ich sie anfasse, sind sie glatt und riechen wohlduftend. Sie sind weich und schmiegen sich in meine Handform in der Hoffnung, aus meinem Blut noch einwenig Leben zu erhaschen. Nein… Das stelle ich mir nur vor, weil ich ein Mensch bin und mit dem Tod im Kampf stehe. Ich ihn einfach nicht als Teil des Kreislaufes akzeptieren kann. Das sterbende Herbstblatt in meiner Hand jedoch ist anders. Während es in meiner Hand zuneige geht und seine letzten Sekunden an meiner fürsorglichen Wärme genießt, weiß es, dass es schon sehr bald trocken in meiner Hand zerbröseln wird und seinen Körper der Natur freigibt, damit sie sich von ihr ernährt. Nur ich stehe da und frage mich, warum es nicht mehr da ist. Und wie es sein kann, dass soviel vergeht – von Mensch zu Tier, von Blume zu Laub, von Augenblick zur Ewigkeit.

Selbst ein Laublatt ist weiser als ich es je sein werde. Denn diese Fragen stellt es sich nicht..

Mögest Du in Frieden ruhen. Eines Tages werde auch ich bei Dir sein und hoffentlich meinen inneren Frieden kurz vor den offenen Toren spüren. So wie Du. Und dann hoffe ich, dass auch ich meine Wange an eine liebende Hand laben kann und lächelnd meinen Abschied in die Luft küssen darf…

04.10.2007, 20:06
Finally…

Eigentlich möchte ich zu diesem Bild nichts sagen. Nur, dass es für Andere vielleicht eher bedrückend ist, für mich aber eine schöne Situation darstellt.

02.10.2007, 01:06
~ Mein goldener Garten ~

Und so, wie die scharlachroten Blüten
in meinen trauernden Händen ergrauen,
verwelke ich knisternd in den
Krallen des Lebens
und darf dabei nicht mal
mehr nach Hause schauen

Mein goldener Garten weint’ um mich
Mein goldener Garten weint’ für mich
Mein goldener Garten rief nur Dich
Mein goldener Garten schrie für mich

…doch Du bliebst still.

Als die verliebte Sonne untergeht
und ihr glühender Kuss zum Meer
den Mond und sein treues Silberlicht hintergeht,

öffne ich noch einmal meine müden Augen,
schau’ zurück zu meinem goldenen Garten,
liebe ihn, küsse ihn ganz dicht -
doch zuletzt liebe ich viel mehr noch Dich,
lass’ endlich ab von meinem schwarzen Gewand
und muss – so fest nun bei Dir ruhend – Hand in Hand -
niewieder auf Deine Liebe
und Dein Leben warten,
niewieder auf Deine Stimme
und Dein Lachen warten

Wie einst, so ganz allein
in meinem goldenen Garten

…in meinem heut’ verlassenen Garten….

:rose: