(Click: Marcel Khalife – Popular Cafe)
…und wie wir Hand in Hand
durch die Wüste ritten
und unsere Lebensträume
als Proviant sparsam in Rationen
schnitten
Und Deine dunklen Augen
wie schwarze Pfeile gen Oase schossen
Während wir unsere Herzen in
der nächtlichen Rast
mit unseren kühlenden Küssen
begossen
Wie meine weißes Gewand
Dich vor der Sonne schützte
und Deine Hand mich durch
die harten Felsen
durch die Kargheit unserer
Gegenwart stützte
Wie der heiße Wüstensand
mir die Brandwunden in die
Füße sengte
So sengte Dein Blick
mir das Herz
in abertausende
Dich immer mehr liebende
Stücke
Und wie in den alten Geschichten
der Liebenden
fühlte ich,
wie sich mein Verstand
in Deiner Nähe
immer mehr in die Ferne rückte
Und genauso,
wie Majnoon seinem Wahne folgte
so folgte ich auch Deinem Wahne
Unsere Oase nanntest Du
voller Hingabe ‘Heimat’
Auch, wenn Du nicht wusstest,
wo sie war
und wie sie hieß
doch unsere Träume,
sagtest Du,
verliehen ihr
ein deutliches Gesicht
so deutlich wie das Meine
in Deinem Seelenlicht
Unser Zukunft nanntest Du ‘Zu Hause’
Auch, wenn Du nicht wusstest,
wer dort weilte
und dort in der Nacht zu seinen
Hoffnungen weinte,
doch unsere Sehnsucht,
sagtest Du,
flüsterten unserem Zu Hause
als Vorbote unserer Ankunft
ein Liebesgedicht
so lieblich wie einst
Deines an mich
Und genauso,
wie Majnoon seinem Wahne folgte
so folgte ich auch Deinem Wahne
Und so wie aller Jasminblüten
tanzender Düfte
durch das Paradies und seine Tiefen eilten
So eilte ich herz-zer-rasend auch durch Dich
Und genauso,
wie Majnoon seinem Wahne folgte
so folgte ich auch Deinem Wahne
Und genauso,
wie Leyli Majnoons Tode folgte
So folgte ich auch Deinem
…und das Gesicht,
das Du einst unsere
Heimat nanntest,
streichelte uns
in seinem Licht
So wie in Deinem Wahne
aus einem großen Garten,
lachenden Gästen,
unserer Kinder-
und Kindeskinder-Lachen -
und Dich und Mich…

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